Risiko oder Chance?

Die Cloud als Business Enabler – solange kein Sturm aufzieht

| Autor / Redakteur: Stephan Krische * / Elke Witmer-Goßner

Bevor es dicke kommt, gilt auch bei Cloud-Geschäften: Vorbeugen ist besser als leiden.
Bevor es dicke kommt, gilt auch bei Cloud-Geschäften: Vorbeugen ist besser als leiden. (Bild: Romolo Tavani, Fotolia)

Cloud-Dienste sind aus unserem IT-Alltag nicht mehr wegzudenken. Befürworter schwören auf das ausgewogene Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Flexibilität vieler Angebote aus der Wolke. Solange alles gut geht, sind Themen wie Verträge, ISO-Normen oder rechtliche Absicherung nicht mehr als lästige bürokratische Hürden.

Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass gerade diese Thematiken von großer Bedeutung sein können. Denn je höher die Abhängigkeit vom Cloud-Anbieter und je nachlässiger die getroffene Vorsorge für den Problemfall, desto schmerzhafter die Schäden durch Störungen oder gar Ausfälle. Die Einstellung pro oder contra Cloud differiert von Land zu Land. Deutschland war Cloud-Diensten gegenüber lange Zeit konservativer eingestellt als zum Beispiel die USA. Mittlerweile sind entsprechende Dienstleistungen auch hierzulande kaum mehr aus dem IT-Alltag wegzudenken. Grundsätzlich kann man zwischen drei Service-Modellen unterscheiden:

  • Infrastructure-as-a-Service (IaaS): Mit diesem Modell bekommt der Kunde die Rechenleistung, den Speicher oder das Netz als Dienst angeboten. Er kann frei skalieren und eine für sich ideale Infrastruktur konfigurieren, um dann Server und Anwendungen zu installieren. Am bekanntesten dürften in diesem Bereich Amazon und Microsoft sein, aber auch Hetzner, Strato und weitere deutsche Anbieter stellen diese Dienste zur Verfügung.
  • Platform-as-a-Service (PaaS): Dieses Service-Modell stellt flexibel konfigurierbare und skalierbare Systeme bereit. Der Kunde bekommt ein komplettes System aus Hardware und Betriebssystem. Diese Cloud-Dienste sind häufig in Form von Managed Exchange-Servern, ERP-Systemen oder Datei-Share-Systemen zu finden, bis hin zum Webseiten-Baukastensystem.
  • Software-as-a-Service (SaaS): Dieses Modell stellt unterschiedlichste Anwendungen zur Nutzung aus der Cloud bereit; bekannt sind zum Beispiel Office365 von Microsoft, Google Docs, Google Hangout oder diverse Grafikanwendungen von Adobe.

Verfügbarkeit und Aufwand optimieren

Die großen Softwarehersteller wie Microsoft, Apple, Adobe etc. fokussieren ihr Angebot derzeit stark auf die Cloud und bieten ihre Lizenzen in der Wolke meist günstiger an als für die lokale Installation; oder sie lassen erst gar keine Alternative zu. Damit sollen Kunden stärker an den Hersteller gebunden werden. Zwischenhändler werden überflüssig, die Gewinne steigen. Auch IT-Distributoren haben den Trend im Bereich PaaS und IaaS erkannt und stellen kleineren IT-Systemhäusern Cloud-Dienste bereit, die diese wiederum an ihre Endkunden weitergeben. Dadurch wird jedes IT-Systemhaus zu einem Rechenzentrumsbetreiber und kann professioneller am Markt auftreten.

Die Vorteile von Cloud-Diensten liegen auf der Hand. Aspekte wie Kostentransparenz, Verfügbarkeit und laufende Software-Aktualisierung tragen zu einer Minimierung der IT-Risiken bei und senken den internen IT-Aufwand. Große Investitionen im Bereich der IT-Infrastrukturen erübrigen sich.

Die IT-Sicherheit profitiert von einer automatisierten Softwareaktualisierung innerhalb der Cloud-Dienste, und der Sicherheitsstandard wird durch Redundanzen und Brandschutz deutlich angehoben; Sicherheitslücken durch veraltete Software entstehen gar nicht erst. Unternehmen haben mit Cloud- Diensten die Möglichkeit, schnell auf Veränderungen am Markt zu reagieren und neue IT-Lösungen für geschäftliche Anforderungen zu realisieren. Endverbraucher können IT-Dienste wie den Managed Workplace nutzen, die normalerweise nur in großen Unternehmen bereitgestellt werden.

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