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IBM Bluemix OpenWhisk Cloud-Plattform für kognitive und IoT-basierte Apps

Autor: Florian Karlstetter

Anwendungen ohne eigenen Server in der Cloud entwickeln, diese Möglichkeit bietet IBM mit der offenen Cloud-Plattform Bluemix OpenWhisk. Damit sollen Entwickler künftig kognitive und IoT-basierte Cloud-Services automatisch und bedarfsorientiert nutzen. Neben Kunden von IBM selbst sollen vor allem auch Start-ups von dem Serverless-Angebot profitieren.

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Serverless Computing: Mit OpenWhisk erhalten App-Entwickler direkten Zugriff auf die Cloud-Plattform IBM Bluemix, um dort über APIs einzelne App-Funktionen eventgetrieben zu installieren und ausführen zu lassen.
Serverless Computing: Mit OpenWhisk erhalten App-Entwickler direkten Zugriff auf die Cloud-Plattform IBM Bluemix, um dort über APIs einzelne App-Funktionen eventgetrieben zu installieren und ausführen zu lassen.
(Bild: IBM)

Das OpenWhisk-Projekt von IBM steht für einen "Cloud-first distributed event-based programming service", mit dem Entwickler direkt auf die Cloud-Plattform Bluemix zugreifen und dort event-basiert einzelne App-Funktionen installieren und ausführen lassen können. Über Schnittstellen (APIs) lassen sich innerhalb einer App externe Mikroservices integrieren, ohne dafür einen eigenen Server betreiben oder konfigurieren zu müssen.

Entwickler können mithilfe von OpenWhisk Anwendungen erstellen, die über Unternehmensgrenzen hinweg auf kognitive Services und Cloud-Datenbanken zugreifen können und digitale Sensordaten von unterschiedlichen IoT-Geräten einbinden. Über Bluemix OpenWhisk bietet IBM nicht nur eigene Cloud-Services wie Watson APIs und Watson IoT Platform, sondern auch welche von Partnern wie den offenen API-Connector von Kong oder das weltweite Echtzeit-Netzwerk von PubNub.

Als mögliche Zielgruppen von OpenWhisk definiert IBM neben Kunden vor allem auch Start-ups wie das israelische Unternehmen AbiliSense. Es bietet Sicherheitssysteme für zuhause, die akustische Signale wie die Türklingel direkt auf das Smartphone übertragen können. Mit IoT-basierten Services auf OpenWhisk lassen sich Töne automatisch kategorisieren und korrelieren. Dadurch verbessern sich Reaktionszeit und Genauigkeit der AbiliSense Lösungen und sie können gezielt mobile Endgeräte adressieren.

Als weiteres Beispiel nennt IBM das Start-up BIGVU, das mit einer App die Bearbeitung von Videos vereinfacht, die mit dem Smartphone aufgenommen wurden. Unternehmen profitieren von der Lösung, weil sie Videos in guter Qualität für Trainings, das Content-Marketing oder die interne Kommunikation einsetzen können. Über OpenWhisk lassen sich BIGVU Videos in unterschiedlicher Auflösung bereitstellen, die Akustik bearbeiten oder automatisch das so genannte Chroma-Keying anwenden – eine Methode zum farbbasierten Freistellen von Bildern.

Intelligentes Online-Management für die städtische Müllabfuhr

Wie vielseitig OpenWhisk einsetzbar ist, zeigt sich auch in einer Entwicklung von GreenQ: Über die Lösung können Unternehmen ihre Routen- und Terminplanung sowie das Flottenmanagement der Müllfahrzeuge steuern – bis zu 50 Prozent der Kosten sollen sich mit der GreenQ-App einsparen lassen. Dank OpenWhisk konnte GreenQ eine IoT-basierte Funktion integrieren, über die Sensoren der Fahrzeuge digitale Daten sammeln, um so die Müllentsorgung zu optimieren.

„Seit 2014 haben wir Bluemix im Einsatz, die Innovationsplattform hat sich zu einer der größten offenen Cloud-Anwendungen entwickelt“, sagt Dominic Schulz, Vice President IBM Cloud Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Basierend auf Open Source bieten wir über Bluemix mehr als 150 Technologien und Cloud-Services, einschließlich Lösungen für Themen wie Cognitive, Blockchain, IoT, Sicherheit oder DevOps.“

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Über den Autor

 Florian Karlstetter

Florian Karlstetter

Chefredakteur, CloudComputing-Insider