Skalierbarkeit einer Cloud als Grundlage für das Business-Modell

ZenGuard setzt auf Infrastruktur-Ressourcen aus der Cloud

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Rechenzentrumsstandort Deutschland

Doch ZenGuard hatte noch eine ganz besondere Anforderung an seinen künftigen Dienstleister: ZenGuard hat seinen Sitz ganz bewusst von England nach Deutschland verlegt. Die strengeren deutschen Datenschutz-Richtlinien führt das Unternehmen als Vorteil gegenüber Wettbewerbern an. Aus diesem Grund war es ZenGuard wichtig, dass auch der Infrastruktur-Anbieter auf Basis der deutschen Gesetzgebung arbeitet und sein Rechenzentrum hierzulande betreibt.

„Ein kostengünstiges Angebot mit minutengenauer Abrechnung für stabile Performance, zuverlässiger Kundensupport und der Standort von Unternehmen und Rechenzentrum in Deutschland sprachen für ProfitBricks“, fasst Simon Specka zusammen. ProfitBricks hat seinen Hauptsitz in Berlin und betreibt Rechenzentren in Karlsruhe und Frankfurt am Main. Mit einer leistungsstarken Cloud, die so einfach zu skalieren ist wie Licht an- und auszuschalten, hat ProfitBricks-Gründer Achim Weiß seine Vision von Cloud Computing umgesetzt: „Die Infrastruktur muss so flexibel sein, wie das Geschäft es verlangt. Hoch und runter skalieren im Minutentakt, ohne vordefinierte Instanzen und feste Kostenblöcke gehört aus unserer Sicht dazu.“

Software-Anpassung für die Cloud

ZenGuard entschied sich, das „Gehirn“ des Systems auf die Infrastruktur von ProfitBricks auszulagern: die API (Application Programming Interface), die Webserver und die Datenbanken. Die Cloud-Infrastruktur löste eine weniger skalierbare Installation ab. Das bedeutete auch, dass die Software, mit der ZenGuard das Plug-in ZenMate zur Verfügung stellt, zunächst Cloud-tauglich gemacht werden musste.

Um die später geforderte Skalierbarkeit in der Cloud gewährleisten zu können, wurde die Software in diverse Teile zerlegt und umprogrammiert. Sie konnte dann auf mehrere Server verteilt werden, die intelligent miteinander vernetzt sind und so hohe Datenlasten untereinander verteilen. Zudem sichert diese Architektur einen Server-Ausfall ab: Im Falle des Falles übernimmt dann ein anderer Server nach dem Failover-Prinzip.

Die Migration in die Cloud dauerte insgesamt rund drei Monate. Inzwischen ist sie abgeschlossen und die initiale Skalierung beendet. Die Nutzer werden nun für wichtige Datenbankabfragen zum Betrieb, wie z. B. die Abfrage der aktuellen Serverlisten für die Software-Produkte, über das ZenMate Cloud-Setup von ProfitBricks geleitet. Die Entwicklung neuer Produkte, wie z. B. mobile Apps, macht ZenGuard heute direkt auf Basis der Cloud-Infrastruktur.

Ohne Cloud kein ZenMate

Mehr Privatsphäre im Netz: ZenMate steht als kostenloses Plug-in zur Verfügung.
Mehr Privatsphäre im Netz: ZenMate steht als kostenloses Plug-in zur Verfügung.
(Bild: ZenGuard)
„Ohne die neue Cloud-Infrastruktur im Rücken könnten wir ZenMate nicht mehr zur Verfügung stellen“, resümiert Simon Specka. „Die großen und zudem sehr volatilen Nutzerzahlen können wir nur über flexibel skalierbare Ressourcen bedienen.“ Im April dieses Jahres wurde die Lösung dann auch direkt einem echten Härtetest unterzogen. Im Vorfeld zu den Wahlen in der Türkei verhängte die dortige Regierung Restriktionen gegen die Internetnutzung, so dass viele türkische Bürger für die Themen Security und Privacy sensibilisiert wurden. Zeitweise installierten sich 100.000 Nutzer täglich ZenMate auf ihrem PC. Die Cloud-Infrastruktur fing den Ansturm zuverlässig ab, die alte Umgebung wäre mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zusammengebrochen.

„ZenMate hat derzeit etwa fünf Millionen Nutzer in 180 Ländern“, so Simon Specka. „Unser Ziel ist es, 100 Millionen User für das verschlüsselte und anonymisierte Surfen zu gewinnen. Dafür liegt die Wachstumsrate, die wir anstreben, bei 20.000 Nutzern pro Tag und pro Produkt. Dafür benötigen wir die Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit der IaaS.“

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