Cloud Computing ermöglicht die flexible Bereitstellung von Anwendungen auf Abruf und IT-Ressourcen über ein Netzwerk, meist über das Internet. Dienstanbieter und Service-Provider bieten die Nutzung dabei im Pay-per-use-Modell, also Abo-Modell zu nutzungsabhängigen Preisen an. AWS, Microsoft und Google zählen zu den führenden Anbietern im Cloud-Computing-Umfeld.
Cloud Computing: Definition, Service- und Liefermodelle – Erfahren Sie, wie IT-Ressourcen dynamisch über ein Netzwerk bereitgestellt werden und welche Modelle es gibt.
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Durch die Verlagerung in die Cloud – oft auch als Outsourcing bezeichnet – kann die Ausführung von Programmen komplett über das Internet erfolgen; Installationen auf dem lokalen Rechner sind somit nicht mehr nötig. Über technische Schnittstellen, Protokolle oder auch einen Web-Browser erfolgt dann das Cloud-Computing-Angebot und die Cloud-Nutzung.
Die Datenbereitstellung und -verarbeitung in der Cloud bietet Unternehmen viele Vorteile: Je nach Auslastung lassen sich benötigte Kapazitäten dynamisch bereitstellen, also beliebig skalieren. Die Abrechnung erfolgt nach der tatsächlichen Nutzung – pay per use, auch eine langfristige Bindung in Form von starren Lizenzbedingungen entfällt in den meisten Fällen.
Das sind die Cloud-Computing-Servicemodelle
Nach einer Definition des National Institute of Standards and Technology (NIST) aus dem Jahr 2013 (überarbeitet 2018) lässt sich Cloud Computing in drei Servicemodelle unterteilen: Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS).
Zusätzlich nennt das NIST noch vier Deployment-Modelle:
Unser Portal vermittelt Fachwissen rund um Cloud Computing. Deshalb halten wir unsere Definitionen stets aktuell, um Expertenwissen auf dem neuesten Stand zu bieten.
Mittlerweile haben sich auch Mischformen der oben genannten Cloud-Typen etabliert. Hierzu gehören etwa die Virtual Private Cloud als eine private Rechnerwolke auf öffentlich-zugänglichen IT-Infrastrukturen; oder auch die Multicloud, also die Bündelung verschiedener Cloud-Computing-Dienste. Den verschiedenen Spielarten des Cloud Computings scheinen dabei keine Grenzen gesetzt.
Public, Private, Hybrid: gängige Liefermodelle der Cloud
Die vier Liefermodelle sind die gängigsten Cloud-Computing-Liefermodelle: Private Cloud, Public Cloude, Hyrid Cloud, Community Cloud. Aber es gibt auch Mischformen der Cloud-Computing-Liefermodelle.
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Beim Cloud Computing haben sich vier Liefermodelle etabliert: In der Public Cloud vermieten Anbieter IT-Infrastrukturen, wobei die Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch erfolgt. Die Private Cloud hingegen stellt abstrahierte IT-Ressourcen bereit, die sich innerhalb des eigenen Unternehmens oder der Organisation befinden.
Die Hybrid Cloud ermöglicht den Zugriff auf abstrahierte IT-Infrastrukturen aus den Bereichen Private Clouds und Public Clouds; dieses Liefermodell ist speziell auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten. Als viertes Liefermodell steht dann noch die Community Cloud zur Verfügung. Bei diesem Modell werden in erster Linie Nutzerkreise angesprochen, die meist örtlich verteilt sind. Darüber hinaus existieren Mischformen, die Elemente dieser vier Modelle kombinieren.
Die Vorteile der Cloud sind vielfältig. Cloud Computing bietet grundsätzlich dem jeweiligen Nutzer die Möglichkeit, über das Internet auf Server, auf Datenbanken, auf Speicher sowie auf Anwendungsservices Zugriff zu erlangen. Entsprechende Cloud-Service-Provider (CSPs), also Anbieter betreiben und verwalten die für diese Anwendungsservices erforderliche Hardware, die direkt mit dem Netzwerk des Nutzers verbunden ist. Über eine spezielle Webanwendung können diese die erforderlichen Ressourcen bereitstellen und nutzen.
Folgende Vorteile lassen sich dabei identifizieren:
Nutzer von Cloud Computing haben flexible Kapazitäten. Der Kapazitätenbedarf kann in der Cloud immer individuell je nach den aktuellen Erfordernissen und Gegebenheiten angepasst werden.
Ein weiterer Vorteil der Cloud ist, dass Anwender von den Skaleneffekten der Anbieter profitieren. Hohe Nutzungsraten führen zu niedrigeren Preisen. In der Regel ist die Preisgestaltung nutzungsabhängig (Pay-per-use-Modell).
Es werden nur die genutzten EDV-Ressourcen gezahlt. Investitionskosten für eigene Server oder Rechenzentren entfallen beim Outsourcing komplett.
Agilität und Tempo werden erhöht, da neue IT-Ressourcen in einer Cloud-Computing-Umgebung schnell verfügbar sind. Dies reduziert den Aufwand für Entwicklung und Experimente erheblich und senkt zugleich die Kosten.
Anwendungen können weltweit in mehreren Regionen schnell in Betrieb genommen werden. So erhöhen Unternehmen ihre globale Reichweite in Minutenschnelle.
Keine weiteren Kosten für den Betrieb eigener Server, allgemeine Datenverarbeitung oder die Wartung von Rechenzentren.
Herangehensweise des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Um für alle künftigen Arbeiten rund um Cloud Computing eine einheitliche Grundlage zu haben, stellt das BSI Anbietern und Anwendern von Cloud Computing Informationen rund um Cloud Computing bereit.
Die Cloud-Strategie des BSI beschreibt zahlreiche Vorteile von Cloud Computing. Unter anderem wird Cloud Computing als Rückgrat der Digitalisierung beschrieben: „Für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist Cloud Computing das notwendige Rückgrat, wobei gleichzeitig die Cybersicherheit erhöht und die Resilienz gestärkt werden. Cloud Computing kann auch als Industrialisierung der IT bezeichnet werden. Es ermöglicht in Verwaltung und Wirtschaft, dass immer mehr IT-Dienstleistungen nicht mehr selbst erbracht werden müssen, sondern hierfür Cloud-Dienste genutzt werden können.“
Cloud Computing unter strategischen Gesichtspunkten
„Die richtige Cloud-Strategie“ ist ebenfalls sehr wichtig und sollte sorgfältig durchdacht sein. Grundlegende Informationen zum Thema liefert die folgende Definition aus unserem Special: Was ist die richtige Cloud-Strategie?
Welche drei Servicemodelle gibt es in der Cloud?
Cloud Computing lässt sich in drei Servicemodelle unterteilen: SaaS, PaaS, IaaS. Die Wahl des Servicemodells hängt auch von den Ansprüchen der Kunden ab.
(Bild: CloudComputing-Insider.de)
Cloud Computing lässt sich in drei Servicemodelle unterteilen. Wenn sich Nutzer zum Beispiel individuelle virtuelle Computer-Cluster gestalten möchten, stellt das Modell Infrastructure-as-a-Service (IaaS) die beste Lösung dar. Hierbei sind die Nutzer für die Auswahl, für die Einrichtung, für den Betrieb und auch für das Funktionieren der Software jederzeit selbst verantwortlich. Die Rechnerwolken bieten in diesem Fall Nutzungszugang zu Rechnern, Speichern und sonstigen virtualisierten Computerhardware-Ressourcen.
Stand: 08.12.2025
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Mit dem Modell Platform-as-a-Service (PaaS) entwickeln Nutzer ihre eigenen Software-Anwendungen oder lassen diese innerhalb einer Softwareumgebung, die von einem Dienstanbieter bereit gestellten und betriebenen wird, ausführen. Die Cloud bietet dabei den Zugang zu Laufzeit- und Programmierungsumgebungen, für die dynamisch anpassbare, flexible Rechen- und Datenkapazitäten charakteristisch sind.
Beim Software-as-a-Service (SaaS)-Modell können Nutzer über die Cloud auf Anwendungen und Software zugreifen, die zur eigenen IT-Umgebung passen. Dieses Modell wird auch als „Software-on-Demand“ bezeichnet.
Wer sind die wichtigsten Anbieter von Cloud Computing?
Den Cloud-Computing-Markt dominieren Hyperscaler. Es handelt sich hierbei um große Anbieter, die weltweit skalierbare Cloud-Infrastrukturen betreiben. Zu den wichtigsten zählen Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure, Google Cloud, IBM und Oracle. Diese Anbieter stellen die Grundlage für viele digitale Dienste bereit und bieten Rechenleistung, Speicher und Netzwerklösungen in großem Umfang.