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Definition: Auslagerung von IT-Infrastruktur Was ist Outsourcing?

| Autor / Redakteur: Mandarina / Florian Karlstetter

Der Kerngedanke des Cloud Computing ist die Übertragung von infrastrukturellen und funktionellen Bereichen der IT in ein ausgelagertes Netzwerk. Zwei zentrale Begriffe sind in diesem Zusammenhang das Outsourcing und das Hosting.

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Definition zum Thema Outsourcing.
Definition zum Thema Outsourcing.
(Bild: gemeinfrei (geralt / pixabay) / CC0 )

Zentrale IT-Strukturen professionell auslagern: Wachsende Multimediakanäle, Applikationen und Datenmengen überlasten lokale Rechner im Unternehmen und verlangsamen sie. Abhilfe schaffen mit Outsourcing und Hosting - zwei wichtige Eckpunkte im Cloud Computing.

Outsourcing: Effizienz durch Auslagerung

Der Begriff des Outsourcing ist im betriebswirtschaftlichen Kontext schon lange bekannt. Bestimmte Elemente wie das Rechnungswesen werden aus dem Unternehmen an einen externen Dienstleister ausgelagert, um sich im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses bewusst auf das eigentliche Kerngeschäft fokussieren zu können. Die Effizienz dieses Auslagerns wird auch im Bereich der Informationstechnologie und Datenverarbeitung genutzt. Sie dient dazu, den Speicher von lokalen Rechnern zu entlasten, die EDV im Unternehmen schlanker und leistungsfähiger zu gestalten und nicht zuletzt auch die Personalkosten für IT-Spezialisten einzusparen.

Individuelle Auslagerungsmöglichkeiten

Welche IT-Strukturen oder -Leistungen outgesourct werden, ist immer eine bedarfsgerechte und damit firmenspezifische Entscheidung. Sie hängt von den betrieblichen Abläufen, dem Know-how des zur Verfügung stehenden Fachpersonals sowie von der IT-Ausstattung und der jeweiligen Speicherkapazität ab.

Für die ökonomische Auslagerung geeignete Strukturen sind unter anderem:

  • der Systembetrieb
  • die Wartung der genutzten Software-Produkte
  • die Entwicklung und Programmierung spezieller Anwendungen
  • die zentrale Datenspeicherung auf einem Server
  • das Hosting und die Pflege des Internetauftritts
  • die Entwicklung und Betreuung moderner Multimediakanäle (Apps, Social Media)
  • IT-lastige Unternehmensfunktionen wie Lohnabrechnung oder Kostenrechnung

Professionelles Hosting vom externen Partner

Eine zentrale Stellung im modernen Cloud Computing nimmt das externe Hosting ein. Darunter versteht man die Platzierung von Internetseiten in einem von einem externen Dienstleister bereitgestellten Raum im Internet, dem sogenannten Webspace. Der für diese zentrale Auslagerungsfunktion zur Verfügung gestellte Rechner wird als "Host" bezeichnet, der externe Partner als "Webhoster" oder "Provider". Externe Hostingservices sind in ihrer Bedeutung immer weiter gestiegen. Das liegt zum einen daran, dass ein überzeugender, einwandfrei funktionierender und ständig aktualisierter Internetauftritt für Unternehmen ein unverzichtbares Element im Wettbewerb geworden ist. Zum anderen braucht es für erfolgreiche Webseiten kompetente Spezialisten.

Breitgefächerte Hostingmöglichkeiten

Der einfachste und am häufigsten genutzte Hosting-Bereich bezieht sich auf die Platzierung, Betreuung und Wartung einfacher oder komplexer Internetseiten. Diese werden unter Zuhilfenahme externer Serverkapazitäten realisiert. Server, die im Rahmen der Auslagerung in Anspruch genommen werden, unterstützen dabei die erforderlichen Skripts. Darunter versteht man spezielle Sprachen wie zum Beispiel PHP, mit denen sich dynamische Webseiten realisieren lassen.

Leistungsstarke Content-Management-Systeme

Für die Befüllung der Seiten mit informativen und emotionalen Inhalten sind professionelle Content-Management-Systeme nötig. Eines der bekanntesten ist Typo3. Die CMS-Systeme werden vom Hostingpartner zur Verfügung gestellt und für die Website nutzbar gemacht. Nach entsprechender Schulung ist auch für den IT-Laien eine Änderung der Inhalte der Internetseite mithilfe der CMS-Systeme möglich.

Bedarfsgerechte Funktionen

Über die Website-Erstellung und -Gestaltung hinaus übernimmt der Provider im Rahmen der Auslagerung des Webauftritts weitere Funktionen. Eine zentrale Rolle kommt hierbei der professionellen Sicherung der Daten zu. Auch ein fachkundiges Monitoring ist wichtig: Es liefert dem Betreiber der Webseite wertvolle Informationen über das Besucherverhalten und ist die Grundlage für erfolgversprechende Änderungen.

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