Red Hats OpenShift-Strategie

„Uber“ sein oder Nichtsein – das ist nicht die Frage

| Autor / Redakteur: Ashesh Badani* / Elke Witmer-Goßner

Red Hat OpenShift Enterprise 3 bietet viele Vorteile für Entwickler und IT-Betrieb.
Red Hat OpenShift Enterprise 3 bietet viele Vorteile für Entwickler und IT-Betrieb. (Bild: Red Hat)

Ohne Cloud-Technologie sähe der Alltag heute ganz anders aus. Dropbox, Facebook, Google und Musikdienste gäbe es nicht. Erst Cloud-Technologien haben diese Services ermöglicht und treiben heute Innovationen schneller denn je voran.

Cloud Computing hat bezüglich Technologien und Kooperationen in den letzten Monaten richtig Fahrt aufgenommen. Das verdeutlicht eine kurze Rückblende auf 2015: OpenShift Enterprise unterstützt seit einiger Zeit Linux-Container im Docker-Format und Kubernetes zur Orchestrierung.

Microsoft und Red Hat kündigten eine Partnerschaft an, die Anwendern beim Hybrid-Cloud-Computing eine größere Wahlfreiheit und Flexibilität bietet – und zwar im Hinblick auf die Interoperabilität von OpenShift und Microsoft Azure. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird es auch möglich sein, .Net Container in OpenShift-Umgebungen zu betreiben.

Die OpenShift Commons Community ist in der Zwischenzeit auf mehr als 150 Mitglieder angewachsen, darunter finden sich Organisationen und Unternehmen wie die NASA, Accenture und Wipro. Es ist viel passiert im letzten Jahr und 2016 verspricht mindestens ebenso spannend zu werden.

Technologiesprung voraus

In vielen Gesprächen mit Unternehmen aller Größen kam in letzter Zeit immer wieder das Thema „disruptive Technologien“ auf. Gemeint sind damit Innovationen, die bereits vorhandene Produkte ersetzen oder verdrängen. Als disruptive Innovationen gelten USB-Sticks, Digitalkameras oder MP3-Player. Ein Beispiel aus dem Bereich der Cloud-Technologien sind Container, die mit ihrem modularen Ansatz die Erstellung und den Betrieb von Cloud-Lösungen auf eine völlig neue Basis stellen.

Platform as a Service vereint wichtige Trends für den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur, die Architektur verteilter Anwendungen (Microservices), die Bereitstellung von Containern sowie die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen (DevOps).
Platform as a Service vereint wichtige Trends für den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur, die Architektur verteilter Anwendungen (Microservices), die Bereitstellung von Containern sowie die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen (DevOps). (Bild: Red Hat)

Als Folge der explosionsartigen Verbreitung von Containern, Docker und der Kubernetes-Technologie hat sich der PaaS-Markt massiv gewandelt. Red Hat engagiert sich hier, und auch Anwender zeigen starkes Interesse. OpenShift ist im Kern eine Plattform, um Applikationen und Services bereitzustellen, mit denen Unternehmen ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Die Grundlagen für eine gute Web-Skalierung und Performance bilden die Unterstützung des Docker-Container-Formats und der Docker-Runtime sowie Red Hat Enterprise Linux und weitere Services aus dem JBoss-Portfolio.

Innovation und Disruption sind en vogue und werden unter anderem am Beispiel von Uber und dessen Nutzung der Cloud zur Vermittlung von Fahrdiensten heiß diskutiert. Einige sind der Meinung, dass das Thema Disruption überzeichnet werde und Uber keineswegs disruptiv sei. Wer Recht hat, bleibt dahingestellt.

Ungeachtet dessen wird die Welt rapide durch Software und Automation verändert. Die Menschen verbringen heute mehr Zeit mit ihrem Smartphone als vor dem Fernseher; und wenn sie mal vor dem Fernseher sitzen, nutzen sie parallel ihr Smartphone. Sie hinterlassen selbst bei so profanen Tätigkeiten wie der Onlinesuche nach einem Buch oder dem Kauf eines Kaffees eine umfangreiche Datenspur.

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