Red Hats OpenShift-Strategie

„Uber“ sein oder Nichtsein – das ist nicht die Frage

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Viele Unternehmen fragen sich, wie sie am besten auf technologische Innovationen reagieren und das Potenzial nutzen können. Einige haben in Innovationen investiert. Andere haben sich als Technologie-Start-ups konsolidiert und beeinflussen die Marktdynamik. Nur wenige unterstützen und fördern bislang cloud-basierte Innovationen wie Bitcoin und Blockchain.

Die Analogie zu Uber ist zugegebenermaßen reichlich abgenutzt, aber dennoch manchmal ganz hilfreich. Stark vereinfacht lassen sich Marktteilnehmer in drei Kategorein unterteilen: Die erste Gruppe will so sein wie Uber, die zweite nutzt das Uber-Modell in ihrem Stammgeschäft und die dritte grenzt sich deutlich von Uber ab. OpenShift bietet Lösungsvarianten für all drei Kategorien.

So sein wie Uber

Start-ups preisen ihre neuen Ideen immer wieder als „das Uber von“ an. Weitgehend autonome Innovation Labs und ausgegründete Geschäftseinheiten von Unternehmen zielen darauf ab, neue Märkte zu erschließen oder ihren Kunden zusätzliche Services anzubieten. Im Zentrum stehen die schnelle Produkteinführung und die Möglichkeit, bei rasch steigender Nachfrage schnell wachsen zu können.

Für solche Anwendungsszenarien eignen sich OpenShift Dedicated und OpenShift Online. Beide nutzen die Skaleneffekte der Public Cloud. Entwickler können sich auf die inhaltlichen Anforderungen der Services konzentrieren, falls erforderlich die APIs verwenden und Red Hat verwaltet und aktualisiert die PaaS-Umgebung und sorgt für eine hohe Sicherheit der Applikationen. In einer dedizierten Umgebung stehen für jeden Kunden eigene Ressourcen bereit. Im Laufe der Zeit wird OpenShift Dedicated in den meisten Public Clouds zur Verfügung stehen.

Das Uber-Modell nutzen

Didi Kuaidi in China und Ola Cabs in Indien arbeiten nach dem Uber-Modell, erfüllen die jeweiligen länderspezifischen Vorgaben und zählen in ihren Ländern zu den führenden Transportunternehmen. Für Unternehmen, die aufgrund regulatorischer Anforderungen ihre Applikationen in einer Private Cloud betreiben müssen, eignen sich OpenShift Enterprise und OpenShift Dedicated.

Service-Provider wie die T-Systems bieten eine PaaS-Umgebung auf Basis von OpenShift Enterprise an. Andere haben Interesse daran bekundet, ihren Kunden OpenShift Dedicated im Rahmen eines Resellervertrags anbieten zu können. Hier eröffnen sich mit Cloud-Technologien neue Geschäftsmöglichkeiten.

Sich von Uber abgrenzen

Start-ups werden durch Venture Capital finanziert, damit sie für frischen Wind bei festgefahrenen Strukturen und Verhaltensweisen in nahezu jeder Branche sorgen – angefangen von Finanzdienstleistungen über den Handel bis zur Unternehmens-IT. Etablierte Unternehmen wollen agiler werden und stellen Applikationen und Services auf Cloud- und SaaS-Basis bereit, umso schneller auf neue Anforderungen ihrer Kunden reagieren zu können.

Ihr Ziel ist es, mit ihrer zugrundeliegenden Infrastruktur flexibler zu werden und gleichzeitig die Vorteile ihrer vorhandenen IT-Investitionen weiter zu nutzen. Etablierte Unternehmen wie Amadeus, FICO und CA nutzen OpenShift Enterprise in einer Private Cloud, um innovative Cloud-Services bereitzustellen. Eingesetzt in Rechenzentrum eines Unternehmens oder in der Public Cloud wird OpenShift Enterprise so zum Fundament innovativer SaaS-Lösungen aus der Cloud.

Für 2016 plant Red Hat bezüglich OpenShift eine Ausweitung der Applikationen und Services für die PaaS-Umgebung. In Arbeit befindet sich eine Multi-Tenant-Version von OpenShift Online für die Public Cloud, die Docker-Container und Kubernetes unterstützt. Dazu kommen Erweiterungen in den Bereichen Service Catalog, Build & Deployment Automation, Mobile Services, Cluster, Scaling und Storage.

Ashesh Badani, Red Hat.
Ashesh Badani, Red Hat.
(Bild: Red Hat)

* Der Autor Ashesh Badani ist Vice President OpenShift bei Red Hat.

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