Barracuda-Studie zur Public Cloud

Trotz Sicherheitsbedenken steigende Investitionen

| Autor / Redakteur: Tanja Palesch / Rainer Graefen

Unternehmen investieren immer mehr in die Public Cloud, sind aber nicht firm in Sachen Sicherheit.
Unternehmen investieren immer mehr in die Public Cloud, sind aber nicht firm in Sachen Sicherheit. (Bild: Barracuda Networks)

Laut einer Studie setzen immer mehr Unternehmen des EMEA-Wirtschaftsraums auf die Public Cloud, sind sich aber über die Verantwortlichkeit in Sachen Sicherheit nicht im Klaren.

Barracuda Networks, der Anbieter von Sicherheits- und Datenschutzlösungen, befragte 550 IT-Entscheider von Unternehmen der EMEA-Region (Europa-Arabien-Afrika), wie sie Risiken und Chancen der Public Cloud einschätzen.

Positive Haltung zur Cloud

Laut Studie sind nahezu alle befragten Unternehmen (99 Prozent) davon überzeugt, dass die Umstellung auf die Public Cloud große Vorteile bringe. 48 Prozent erwarten davon eine größere Skalierbarkeit, ebenso viele geben reduzierte IT-Kosten als Gründe dafür an, auf die Cloud zu setzen. 23 Prozent der Befragten berichteten, durch den Einsatz der Public Cloud im ersten Jahr einen positiven ROI (Return on Investment) erzielt zu haben.

Besorgniserregender Verständnismangel

Dieser positiven Grundstimmung steht laut Studie ein mangelndes Verständnis in Sachen Sicherheit gegenüber. Nur 69 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland gab an, den eigenen Verantwortungsbereich in Sachen Cloud-Sicherheit vollständig zu verstehen (EMEA: 61 Prozent). Besonders gravierend: Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Studienteilenehmer glauben, die Cloud-Anbieter müssten für die Sicherheit der Daten in der Cloud sorgen.

Keine Ahnung von Shared Responsibility

61 Prozent sind laut Studie der Meinung, dies gelte für die Sicherung in Bezug auf Anwendungen, 60 Prozent nehmen dasselbe für Betriebssysteme an. Damit offenbart sich ein eklatantes Missverständnis des Shared-Responsibility-Modells, das Kern der meisten Cloud-Provider-Vereinbarungen ist: Der Provider sichert die Infrastrukturkomponenten wie Computing, Storage, Datenbank und Networking sowie die Hardware. Für die Sicherheit seiner Daten, Anwendungen, Betriebssysteme und anderer Software-Elemente in der Cloud ist der Kunde selbst verantwortlich.

Steigende Cloud-Nutzung

Weder Sicherheitsbedenken noch mangelndes Verständnis für die Verantwortlichkeiten hemmen aber offenbar die Nutzung der Cloud: Unternehmen, die bereits Infrastructure as a Service (IaaS) nutzen, gaben an, dass 35 Prozent ihrer Infrastruktur bereits cloudbasiert sind und dass sie in den kommenden zwei Jahren eine Steigerung auf 50 Prozent erwarten. In Deutschland werden laut Barracuda derzeit 19 Prozent der IT-Budgets für öffentliche Cloud-Implementierung ausgegeben.

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