EU-Datenschutz-Grundverordnung

Service von Netskope bewertet Cloud-Risiko

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Unternehmen sollten sich schon jetzt auf die Einhaltung des GDPR vorbereiten und sich ganz genau ansehen, wie sie persönliche Daten von Kunden nutzen und schützen.
Unternehmen sollten sich schon jetzt auf die Einhaltung des GDPR vorbereiten und sich ganz genau ansehen, wie sie persönliche Daten von Kunden nutzen und schützen. (Bild: dp@pic, Fotolia)

Mit der bevorstehenden Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) sollten Unternehmen prüfen, wie sie die neuen Richtlinien umsetzen und auch einhalten können. Netskope, Anbieter von Cloud-Sicherheitslösungen, stellt dafür zwei neue Services bereit.

Die aktualisierte, europäische Datenschutz-Grundverordnung wird voraussichtlich 2016 fertig gestellt und 2017 oder 2018 in Kraft treten. Für Unternehmen bedeutet die Einführung, dass sie geeignete Maßnahmen ergreifen müssen, um die Sicherheit und ordnungsgemäße Verwendung persönlicher Daten zu gewährleisten. Das bevorstehende Gesetz bezieht sich sowohl auf gespeicherte als auch verarbeitete Daten, einschließlich unstrukturierter Inhalte, die persönliche Daten enthalten (PII). Natürlich sind auch Daten aus Cloud-Anwendungen von dem Gesetz betroffen.

Eine große Herausforderung für Unternehmen wird das Handling persönlicher Daten sein, die unstrukturiert verarbeitet werden. Das geschieht beispielsweise durch Mitarbeiter, die cloud-basiertes Filesharing, Apps zur Steigerung der Produktivität oder für kollaboratives Arbeiten nutzen. Gleiches gilt für das Management von Kundenkontakten oder HR-Daten sowie für Anwendungen für das Finanz- und Rechnungswesen. Mit dem neuen Gesetz liegt es in der Verantwortung der Unternehmen, diese Daten vor Verlust, Veränderung und unbefugter Verarbeitung zu schützen. Das gilt auch, wenn Mitarbeiter Cloud-Dienste nutzen, die zuvor nicht genehmigt wurden und nicht vom Unternehmen aus kontrolliert werden – die sogenannte „Schatten-IT“.

Vorbeugende Maßnahmen

Die Netskope Cloud-Risiko-Bewertung gibt einen Überblick über alle Cloud-Anwendungen, die im Netzwerk eines Unternehmens genutzt werden. Des Weiteren prüft sie, wie gut das Unternehmen auf die Datenschutzverordnung vorbereitet ist, ob die genutzten Apps mit den Richtlinien des Unternehmens übereinstimmen und erstellt eine Datei, die die bestehenden Regulierungen darstellt. Zusätzlich kann der Service Empfehlungen zur Minderung von Risiken und zur Cloud-Nutzung in Übereinstimmung mit den Regeln eines Unternehmens abgeben.

Zusätzlich unterstützt der Cloud-Richtlinien- und Update-Service Unternehmen bei der Erstellung eines Programms zur Vereinbarkeit von Cloud-Apps und bestehenden Unternehmensrichtlinien. Zudem hilft er Sicherheitsteams bei der laufenden Einhaltung der Richtlinien durch das Implementieren von Sicherheitsrichtlinien und der Optimierung des Workflows. Dabei achtet der Dienst besonders auf die Anforderungen der Datenschutzverordnung in Bezug auf Clouds. Der Service kann an die Abläufe und bestehenden Technologien jedes Unternehmens angepasst werden.

Sicherheitscheck

Besonders durch die Kontrolle der Interaktionen, die via Cloud erfolgen, können Unternehmen die Datenschutzverordnung einhalten. Dies kann durch folgende Schritte erreicht werden:

  • Aufdecken und Überwachen aller Cloud-Anwendungen, die von Mitarbeitern genutzt werden;
  • Wissen, welche persönlichen Daten Mitarbeiter per Cloud verarbeiten;
  • Sicherung von Daten durch Unternehmensrichtlinien, die sicherstellen, dass unkontrollierte Cloud-Services nicht zur Speicherung und Verarbeitung persönlicher Daten verwendet werden;
  • Mitarbeitern aufzeigen, welche Services von der IT-Abteilung genehmigt worden sind;
  • Einen Anbieter zur Absicherung von Cloud-Anwendungen einsetzen, um Unternehmen auf die Datenschutzverordnung für Cloud-Services vorzubereiten und um sicherzustellen, dass alle Daten in und aus der Cloud geschützt sind.

Adrian Sanabria, Analyst bei 415 Research, betont die Wichtigkeit solcher Maßnahmen: „In der heutigen Zeit von Cloud, BYOD und SaaS, gibt es wohl keine größere Herausforderung als die Überwachung, das Tracking und die Steuerung von Daten innerhalb eines Unternehmens. Bei der Datenschutzverordnung geht es um die Vermeidung des Missbrauchs von personenbezogenen Daten von EU-Bürgern. Bei Nicht-Einhaltung drohen ernstzunehmende Strafen und Sanktionen, ganz egal, ob der Verstoß durch das gesamte Unternehmen oder einen einzelnen Mitarbeiter geschah und unabhängig vom Standort des Unternehmens. Zu verstehen, welche Daten existieren und wie diese verwendet werden, ist die neue Herausforderung.“

Netskope hat zudem ein Vorbereitungspaket zusammengestellt, dass Unternehmen bei der Einhaltung des Datenschutzgesetztes unterstützen soll. Es umfasst ein White Paper, das auf das anstehende Gesetz und die Verpflichtungen des Unternehmens in Bezug auf Coud-App-Nutzung eingeht, eine Checkliste sowie ein Best-Practice-Webinar und persönliche Workshops.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43739654 / Recht und Datenschutz)