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Strategische Ansage auf der Oracle OpenWorld Oracle-Gründer Larry Ellison setzt voll auf Cloud-Computing

Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Ulrike Ostler

Für alle, die es noch nicht wissen: Oracle arbeitet seit zehn Jahren daran, alle seine Applikation cloud-fähig zu machen. In seiner Keynote zur Eröffnung der Hausmesse „Oracle OpenWorld“ zog Firmengründer Larry Ellison Bilanz, Spott für die Konkurrenz inklusive. Kriemhilde Klippstätter berichtet direkt aus San Franzisko.

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Larry Ellison, Executive Chairman und Chief Technology Officer von Oracle, bei seiner Eröffnungs-Keynote.
Larry Ellison, Executive Chairman und Chief Technology Officer von Oracle, bei seiner Eröffnungs-Keynote.
(Bild: Oracle)

Die neue Doppelrolle als Executive Chairman und Chief Technology Officer bekommt dem 71-jährigen offenbar gut. Dynamisch und braungebrannt beschreibt er den Prozess, den die IT und ganz besonders Oracle derzeit durchleben. Für Ellison bedeutet der Schritt hin zum digitalen Geschäft eine Zäsur, die vergleichbar ist mit der Umstellung vom Mainframe auf Client-Server-Computing.

Vor rund 15 Jahren kamen die ersten Anbieter von Diensten wie Software as a Service (SaaS) auf den Markt. „Fünf Jahre später, begann Oracle damit, seine Applikationen umzuschreiben“, rekapituliert Ellis. Im Zuge der Arbeiten daran erkannte man, dass auch die Middleware angepasst werden musste. „Wir mussten nicht nur die Applikationen sondern auch die Plattform erneuern“, sagt er.

Er erinnert sich, dass das zwar dank Fusion gelungen sei „aber doch viel Arbeit war“. Doch die habe sich gelohnt, denn nun kann Oracle nicht nur Software- sondern auch Platform-as-a-Service anbieten. Der logische Schritt in der Entwicklung von Oracle als Allroundanbieter fürs digitale Business war die Entwicklung von Services für die Infrastruktur (Iaas).

Immer vorneweg

Damit sei Oracle der alten und neuen Konkurrenz weit voraus, denn niemand – außer Microsoft und Oracle - könne Angebote auf allen drei Layern (SaaS, PaaS und IaaS) vorweisen. Ziel von Oracle ist es, in allen drei Bereichen die Führungsrolle zu übernehmen.

Ergänzendes zum Thema
Mark Hurd schaut in die Glaskugel

In seiner Keynote am Montag wagte auch Oracle-CEO Mark Hurd fünf Vorhersagen zur IT der Zukunft. Hurd, der durchaus komisches Talent mitbringt, traf fünf Vorhersagen für das Jahr 2025.

Oracle-CEO auf der Oracle-Hausmesse Oracle OpenWorld, die derzeit in San Franzisko stattfindet.
Oracle-CEO auf der Oracle-Hausmesse Oracle OpenWorld, die derzeit in San Franzisko stattfindet.
( Bild: Oracle )

  • Danach werden 85 Prozent aller Applikationen Cloud-basiert sein, heute sind es nur 24 Prozent.
  • In zehn Jahren werden nur mehr zwei Anbieter mit ihren Programmsuiten 80 Prozent des Saas-Marktes bedienen – und natürlich wird Oracle einer davon sein.
  • Drittens glaubt Hurd, dass die Software-Entwicklung und das Testen der Anwendungen komplett, also zu 100 Prozent, in der Cloud stattfinden werden.
  • Ebenso sollen dann alle Unternehmensdaten dort gespeichert sein; denn – und das ist die letzte Prophezeiung –
  • die Enterprise-Cloud wird im Jahr 2025 die sicherste IT-Umgebung sein.

Analysten wie Laurent Lachal von Ovum bescheinigen dem Unternehmen große Erfolge auf seinem Weg zu einem Cloud-zentrierten Business. Mit der Ankündigung von 24 neuen Lösungen für PaaS im Juni dieses Jahres sei das Portfolio nahezu komplett und bediene darüber hinaus auch die Anforderungen so unterschiedlicher Zielgruppen wie Entwickler, Business-Manager oder IT-Fachleuten, konstatiert Lachal.

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