„The Future of Content Marketing“-Report 2016

Offline-Marketing punktet mit Messverfahren

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Manche Hemmnisse für das digitale Marketing werden sogar häufiger genannt als in den Vorjahren.
Manche Hemmnisse für das digitale Marketing werden sogar häufiger genannt als in den Vorjahren. (Bild: Oracle/Econsultancy)

Die Integration digitaler Techniken ins Marketing ist noch nicht gelungen – sagt Oracle und spekuliert über Gründe. Basis hierfür liefern jetzt im Report „The Future of Content Marketing“ vorgestellte Umfrageergebnisse.

Ambivalente Deutungen erlauben die Ergebnisse des mittlerweile siebten Reports zur Entwicklung der Marketingbudgets, der jetzt gemeinsam von Econsultancy und Oracle vorgestellt wurde. Oracle zufolge belege die Erhebung einen steigenden Stellenwert des digitalen Marketings, denn: 73 Prozent der Befragten wollen die Ausgaben für digitales Marketing erhöhen während das nur 52 der Befragten für ihr gesamtes Marketingbudget planen.

Andererseits ist anscheinend auch das Offline-Marketing nicht totzukriegen. Schon seit Jahren sagen etwa konstant zwei Drittel der Umfrageteilnehmer, dass sie über 50 Prozent ihrer Budgets in nicht-digitale Aktivitäten investieren. Im Vergleich zum Vorjahr bestätigen das sogar noch einige mehr: Ganze 69 Prozent bevorzugen das Offline-Marketing, im 2015 waren es noch 66 Prozent.

Mit 46 Prozent will knapp die Hälfte nichts am Budget für konventionelles Marketing ändern. Als Grund für dieses konservative Verhalten vermutet Oracle, dass für diese Kanäle definitive Messverfahren bestehen, die sich bewährt hätten und getestet seien.

Zudem laste auf den CMOs ein anhaltender Rechtfertigungsdruck: Für Vorstände und Geschäftsleitung stünden Finanzzahlen im Mittelpunkt, Unternehmen erwarten kurzfristig steigende Erträge. Das hemmt wohl auch die Experimentierfreude: Nur noch 35 Prozent der Befragten stellen für Versuche eigene Budgets bereit – im Vorjahr waren es noch 46 Prozent.

Bemerkenswert ist zudem, wie sich die Hemmnisse für das digitale Marketing entwickeln. Seit 2011 haben nie mehr Befragte ein mangelndes Verständnis für entsprechende Ansätze (25 Prozent) wahrgenommen als heute. Auch eine als unmöglich wahrgenommene ROI-Bestimmung erreicht einen Höchstwert von 29 Prozent. 18 Prozent der Unternehmen bevorzugen generell ein konventionelles Marketing – soviel wie in den vergangen fünf Jahren nicht. Zu den absolut gesehen stärksten Hemmnissen zählen derweil beschränkte Budgets (43 Prozent), ein Mangel an geeigneten Mitarbeitern sowie die jeweilige Unternehmenskultur (33 Prozent).

Der Jahresbericht zum Thema Marketingbudgets wurde vom Beratungsunternehmen Econsultancy in Zusammenarbeit mit Oracle Marketing Cloud veröffentlicht. Hierfür wurden Anfang 2016 knapp 500 Menschen online befragt – 57 Prozent davon beschreiben sich als Profis/Marketer auf Kundenseite, 43 Prozent zählen sich zu Lieferanten bei Agenturen und Anbietern.

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