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Ausländische Spähtrupps
Unter dem Deckmantel der Terrorabwehr wird Industriespionage betrieben. Amerikanischer „Heimatschutz“ heißt aber auch: Verteidigung amerikanischer Arbeitsplätze mit allen Mitteln. Der NSA-Abhörskandal ist jedoch kein Einzelfall und die aktuelle Berichterstattung zeigt nur die Spitze des Eisberges. Es darf nicht vergessen werden, dass alle Geheimdienste weltweit Spionage betreiben, auch „unser“ BND. Besonders emsig sind die sogenannten „5 Eyes“: USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland. Deutschland und andere europäische Staaten sind zwar enge Verbündete, aber nicht Mitglied des Clubs. Doch auch weitere Länder sind in Sachen Spionage sehr aktiv.
Seit 1993 ist bekannt, dass jede amerikanische Software, die außerhalb der USA verkauft wird, einen sogenannten Backdoor-Key enthalten muss, so dass selbst verschlüsselte Daten von der NSA geknackt werden können. Gleiches gilt für US-amerikanische Hardware, die an US-Behörden verkauft wird. Hier müssen Spezial-Chips eingebaut werden, die dann auch in den Export gehen. Der Verschlüsselungsspezialist RSA warnt inzwischen vor seinen eigenen Produkten!
Rettung in Europa?
Laut dem Patriot Act, der die Legitimation der NSA darstellt, ist es völlig egal, wo die Kundendaten amerikanischer Cloud-Anbieter abgelegt sind. Die NSA kann ohne Begründung diese Daten anfordern und arbeitet daran, den Vorgang weiter zu automatisieren. Gemäß diesem Gesetz hat die NSA auch Zugriff auf sämtliche Tochterunternehmen amerikanischer Muttergesellschaften in allen Ländern. Über diese Gefahren von Amazon, Google, Facebook, Salesforce, Microsoft, IBM, Apple, Dropbox, Blackberry, Oracle und vielen mehr klärt die Kunden kaum jemand auf. Aber auch eine europäische Cloud ist durch die bekannte Industriespionage der englischen und französischen Geheimdienste keine Lösung.
Ja, es gibt Alternativen, die auch für deutsche Mittelständler einfach umzusetzen sind. Aber sie sind wenig bekannt oder werden systematisch verhindert. Gerne wird in Konferenzen darüber geklagt, dass „die Cloud“ generell unsicher sei. Das stimmt für ausländische Clouds inklusive Irland oder andere EU-Orte. Tatsache ist: Die Public Cloud zum Beispiel von Amazon oder Google ist nicht mit der Private Cloud eines deutschen Tier-4-Hochsicherheitsrechenzentrums zu vergleichen. Wird sich aus Unkenntnis für einen solchen Public-Dienst entschieden, dann besteht die Gefahr, dass sensible Daten dem Wettbewerb ausgeliefert sind – mit oder ohne Umweg über Geheimdienste.
Ein Hochsicherheitsrechenzentrum wie zum Beispiel Pfalzkom hat hingegen nach deutschen Datenschutzgesetz die höchsten Sicherheitsstandards weltweit. Dies ist für den Mittelstand sehr interessant, da diese Standards von einem einzelnen Unternehmen nicht erreicht werden kann, dessen Kernkompetenzen woanders liegen.
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