Kyndryl Bridge, laut Anbieter die erste KI-gestützte Integrationsplattform der IT-Branche, hat inzwischen mehr als 1.200 Kunden und 190 Serviceangebote. Kyndryl plant den raschen Ausbau seiner Services, etwa in Richtung Nachhaltigkeit, und schließt neue Partnerschaften.
Mit neuen Partnerschaften will IT-Dienstleister Kyndryl die Transformationsmodelle seiner Kunden unterstützen und ihnen die Nutzung KI-gestützter Erkenntnisse und Geschäftsergebnisse ermöglichen.
(Bild: Chan2545 - stock.adobe.com)
Kyndryl setzt auf „Rise with SAP“ und erweitert damit seine strategische Allianz mit den Walldorfern. Außerdem will Kyndryl SAP-Services von SAP S/4HANACloud Private Edition bereitstellen, um Kunden dabei zu unterstützen, in die Cloud zu migrieren und ihre komplexesten Herausforderungen bei der digitalen Transformation zu lösen.
„Wir stellen unseren Kunden in rasantem Tempo eine Reihe von transformativen Funktionen zur Verfügung. Diese nutzen Daten, KI und die Expertise von Kyndryl, um die wachsende Komplexität geschäftskritischer IT-Umgebungen zu optimieren und zu vereinfachen“, erklärt Antoine Shagoury, Chief Technology Officer bei Kyndryl. „Kyndryl investiert weiterhin in den Ausbau von Dienstleistungen, die den Kunden über Kyndryl Bridge einen geschäftlichen Mehrwert bieten, damit sie ihre Investitionen maximieren können. So steigern sie ihre Produktivität und beschleunigen ihre zukünftige digitale Entwicklung.“ Das Unternehmen hat seine Roadmap offengelegt.
Das Geschäft von Kyndryl
Kyndryl ist einer der weltweit größten Anbieter von IT-Infrastrukturdienstleistungen und betreut Tausende von Unternehmenskunden in mehr als 60 Ländern. Das Unternehmen entwirft, baut, verwaltet und modernisiert die komplexen, unternehmenskritischen Informationssysteme, auf die die Welt täglich angewiesen ist. Dazu gehört in Deutschland die kritische Infrastruktur sowie viele DAX-Unternehmen.
Benedikt Ernst ist bei Kyndryl für das Cloud-Geschäft zuständig und leitete davor die Kyndryl Consult Sparte.
(Bild: Kyndryl)
„Wir unterstützen alle diese Organisationen mit unseren Managed Services für die Infrastruktur und unseren Consulting Services“, sagt Benedikt Ernst, der bei Kyndryl für das Cloud-Geschäft zuständig ist und davor die Kyndryl Consult Sparte geleitet hat. „Dabei sind wir Hersteller-agnostisch, was unseren Kunden sehr wichtig ist. „Wenn wir also mit den Hyperscalern im Cloud-Geschäft kooperieren, dann tun wir dies unparteiisch.“
Klaus Stephan, der bei Kyndryl die Cloud Solutions and Architects Sparte verantwortet, zählt die Geschäftsfelder auf: Cloud, also Hybrid- und Multicloud, Core-Infrastruktur und Mainframes, Security inklusive Security Operations Center (SOC), SAP (siehe oben) und andere ERP-Anbieter sowie KI, Netzwerk-Infrastruktur am Edge und schließlich Digital Workplace.
Benedikt Ernst berichtet, dass ein Großteil des Consultings die digitale Transformation betreffe. „Hier bringen wir uns mit Know-how über Best Practices ein. Wir nutzen ein sogenanntes Target Operating Model, um die Transformation der Organisation, der Prozesse und der Services zu modellieren und zu steuern.“ Besonders die FinOps-Unternehmen versuchen, ihre cloudbasierten Kosten um 20 bis 30 Prozent zu senken. Kyndryl will ihnen dazu verhelfen.
Klaus Stephan verantwortet bei Kyndryl die Cloud Solutions and Architects Sparte.
(Bild: Kyndryl)
Klaus Stephan gibt zu bedenken: „Wir sehen jedoch, dass ein einfaches Lift & Shift von Strukturen in die Cloud nichts bringt, denn das ganze Betriebsmodell ändert sich mit dem Übergang, beispielsweise in die Hybrid Cloud. Wir haben da keinerlei Einsparungen gesehen. Man sollte Prozesse und Modelle neu denken. Gerade für kritische Unternehmensanwendungen braucht man schon Transformationsmodelle, die tiefgreifende Veränderungen bewirken können.“
Eines solcher Transformationsmodelle ist in „Rise with SAP“ zu sehen, das Kyndryl nun engagiert unterstützt. Das Know-how und die umfassenden Dienstleistungen von Kyndryl für SAP sind über Kyndryl Consult verfügbar: Migration & Transformation, Data Insights, Analytics & KI, Application Development und Integrationen.
Gerade in branchenspezifischen Lösungen kämen Unternehmen nach Stephans Ansicht um das Einbinden von Anbietern wie Hyperscaler oder ERP-Anbietern wie SAP nicht herum. Zudem sei es unbedingt ratsam, von Anfang an Sicherheitsexperten hinzuziehen. Diese müssten ein Zero-Trust-Modell umsetzen und ein SOC in die Cloud-Infrastruktur einbinden: DevSecOps ist hier das Stichwort. „Dieses Funktionspaket wird von den Hyperscalern nicht angeboten“, gibt Stephan zu bedenken, „das muss Kyndryl mit dem Kunden erstellen.“ In regulierten Branchen wie dem Finanzsektor müssten entsprechende Branchen-Fachleute von Anfang an beteiligt werden.
Kyndryl Bridge & KI
Die Infrastruktur-Integrationsplattform ist Kyndryl Bridge. Diese Plattform liefert den Kunden laut Stephan monatlich 100 Millionen Automatisierungen und mehr als drei Millionen verwertbare Erkenntnisse. Diese steigern die Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Produktivität des IT-Betriebs und der Mitarbeiter. Folglich können Unternehmen ihre Kunden noch besser unterstützen. Stephan geht davon aus, dass die Kyndryl-Kunden im Laufe des nächsten Jahres von zusätzlichen Einsparungen, Cyber-Resilienz und Compliance-Vorteilen profitieren werden, da das Unternehmen weiterhin in neue Funktionen investiert. Außerdem profitiert Kyndryl Bridge von seiner KI-Basis.
Stand: 08.12.2025
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Eine erweiterte Version der zentralen Vorteile, die Kyndryl Bridge bietet; wieder ist Fachwissen das Fundament. Hier werden auch die Mittel und Methoden genannt, u.a. generative KI und Machine Learning.
(Bild: Kyndryl)
Die KI-gestützte Plattform liefere monatlich mehr als drei Millionen nutzbare Erkenntnisse mit neuen Services, die Unternehmenskunden helfen, den betrieblichen und geschäftlichen Wert zu steigern. Kyndryl Bridge spare Kunden nach eigenen Angaben jährlich fast zwei Milliarden US-Dollar und sorgt für bessere unternehmenskritische IT-Ergebnisse.
„Kunden integrieren On-Premises- und Cloud-Umgebungen sowie -Dienste auf unserer offenen Plattform, um eine verbesserte Überwachung, Orchestrierung und Effizienz ihrer gesamten Technologieumgebungen zu erzielen“, berichtet Benedikt Ernst. Wir bieten zudem Funktionen, die unseren Kunden dabei helfen, generative KI schneller einzusetzen und die wachsenden regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.“
Um Kunden die Möglichkeit zu geben, generative KI-Lösungen zu testen, zu verifizieren und zu implementieren, will Kyndryl auch die Fach- und Branchenkenntnisse von Kyndryl Consult nutzen. Dadurch soll eine schnelle Bereitstellung der Anwendungen ermöglicht und die Betriebserfahrung verbessert werden.
Mit Hilfe der Nvidia NeMo-Plattform und der Nvidia NIM Inferenz-Microservices will Kyndryl generative KI-Lösungen für verschiedene Anwendungsbereiche wie Kundenservice, IT-Automatisierung, Betrugsvorbeugung und Echtzeitdatenanalyse bereitstellen. Das Ziel sei es laut Ernst, „die Kunden von Kyndryl dabei zu unterstützen, ihre unternehmenskritischen IT-Prozesse schneller und effizienter zu gestalten und zu optimieren“.
Eigennutzung von KI
Der Bildschirm des Moduls Kyndryl Bridge AIOps zeigt an, wo es „brennt“.
(Bild: Kyndryl)
Außerdem erweitert Kyndryl seine eigene Kyndryl Bridge Plattform und AIOps-Services um generative KI-Funktionen und setzt auf Nvidia NIM, um den Einsatz von generativer KI für das Netzwerk- und Anwendungsmanagement zu vereinfachen und zu beschleunigen. „Durch die Integration von Nvidia NIM in Kyndryl Bridge kann AIOps auf Nvidia Tensor Core GPUs optimiert werden“, so Ernst. So könnten Fehlervorhersagen und Analysen schnell verarbeitet und umfassende Erkenntnisse geliefert werden, die Ausfälle von Netzwerken und IT-Infrastrukturen deutlich reduzieren. Durch die Integration von Retrieval-Augmented Generation (RAG) mit den Nvidia NeMo Retriever Microservices könne die Lösung auf die Bedürfnisse von Unternehmensumgebungen zugeschnitten werden. „Dadurch wird eine ganzheitliche Sichtweise und ein Ansatz für verwaltete IT-Services ermöglicht“, so der Berater.
Umfassende Roadmap
In den kommenden Quartalen plant das Unternehmen unter anderem, eine Reihe neuer Dienste und Funktionen bei Kyndryl Bridge einzuführen. Kyndryl will unter dem Stichwort „KI-Bereitschaft“ eine Reihe von Dienstleistungen anbieten, die Kunden dabei helfen, die Infrastruktur, die vertrauenswürdige Datengrundlage und die Modelle aufzubauen, die sie benötigen, um die Vorteile von KI zu nutzen.
Zu den neuen Angeboten gehören Frameworks für maschinelles Lernen (MLOps), große Sprachmodelle (LLMOps) sowie die Kyndryl Data and AI Console. Sie soll den Kunden eine einheitliche und durchgängige Sicht auf die Daten, ihre Herkunft und ihren Lebenszyklus erlauben. Dadurch erhalten sie einen besseren Einblick und sind in der Lage, KI zu implementieren.
Kyndryl Bridge integriert und visualisiert Daten aus dem IT-Systembetrieb und führt Analysen durch, um die Lieferkette von Hardware, Software und anderen Drittanbietern und Subunternehmern der Kunden im Hinblick auf Security, Governance und Compliance zu verfolgen. So werden lokale gesetzliche Anforderungen erfüllt. Weitere Funktionen sollen in den kommenden Quartalen erhältlich werden.
Nachhaltige Betriebsabläufe im Visier
Kyndryl hat seinen Enterprise Sustainability Design and Implementation -Service und den „Kyndryl Sustainability Advisor“ auf Kyndryl Bridge veröffentlicht, um die Leistung zu optimieren und die Emissionen in den IT-Anlagen der Kunden zu reduzieren.
Dieses Bild zeigt drei verschiedene Bildschirme in Kyndryl Bridge, in der Mitte ein Dashboard, links ein begrüßungsbildschirm, rechts eine Übersicht mit Angaben über den Gesundheitszustand des überwachten Systems.
(Bild: Kyndryl)
Diese Lösungen stellt Kyndryl über Kyndryl Consult bereit. „Sie bieten strategische Beratung, Reifegradbewertungen und Roadmaps an, um Kunden dabei zu unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsziele gemäß der Corporate Sustainability Reporting Guidelines und globaler Vorschriften zu erreichen“, erläutert der Consultant Ernst.
Im Hinblick auf Unternehmensmodernisierung soll die nächste Generation der Mainframe-Managed-Service-Delivery-Funktionen von Kyndryl auf KI-Technologien aufbauen, um die von Kyndryl Bridge gesteuerten Mainframe-Delivery-Operationen zu beschleunigen. „Die neuen Technologien in Kombination mit den betrieblichen Erkenntnissen von Kyndryl Bridge werden Unternehmen dabei unterstützen, ihre Mainframe-Workloads zu modernisieren, sie in die Cloud zu integrieren oder sie von der Plattform in eine Hybrid-Cloud zu verlagern“, so Ernst. Schon lange totgesagt, ist dem IBM-Mainframe offenbar doch noch ein langes Leben beschieden.
Erfolgreicher Anwender
Die Uni-Klinik Mainz hat im März 2023 Kyndryls Hilfe eine Live-Migration ihres Rechenzentrums der Universitätsmedizin Mainz „in Rekordzeit“ abgeschlossen. In nur vier Wochen wurde die Migration von fast 500 virtuellen und 70 physischen Systemen bei laufendem Betrieb (!) durchgeführt, um die Verfügbarkeit wichtiger klinischer Systeme zu gewährleisten.