Suchen

Container-Technologie und die Cloud Kubernetes-Technologie trifft auf As-a-Service-Zeitalter

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Kubernetes wird häufig als eine Möglichkeit verwendet, eine auf Microservices und Container basierende Infrastruktur zu hosten. As-a-Service-Angebote erobern auch diesen Markt. Gridscale-Chef Henrik Hasenkamp erläutert seine Sicht auf die aktuellen Entwicklungen.

Firma zum Thema

Kubernetes ist ein Open-Source-System zum Management von Container-Anwendungen, das ursprünglich aus dem Hause Google stammt.
Kubernetes ist ein Open-Source-System zum Management von Container-Anwendungen, das ursprünglich aus dem Hause Google stammt.
(Bild: © Ralf Gosch - stock.adobe.com)

Als eine im Jahr 2015 veröffentlichte Open-Source-Technologie, verdankt Kubernetes – auch als „k8s“ bezeichnet – seinen Erfolg vor allem der Entwickler-Community. Google setzte den Rohbau und übergab das Tool damals an die „ Cloud Native Computing Foundation (CNCF). „Im Gegensatz zu kommerziellen Alternativen ist Kubernetes als Aufsatz für herkömmliche Linux- und Windows-Systeme zu haben“, sagt Henrik Hasenkamp, Gründer und CEO von Gridscale. Zwar gebe es seiner Sicht für kleinere und mittlere Container-Architekturen gute Alternativen, doch sei Kubernetes als Orchestrierungstool nicht mehr wegzudenken. Die Orchestrierung mittels Kubernetes wird von den großen Cloud-Plattformen, also Microsofts Azure, dem IBM-Cloud-Angebot, Red Hats OpenShift, Amazons AWS und Oracles OCI unterstützt.

Container, Nodes und Pods

„Kubernetes selbst ist keine Container-Technologie im engeren Sinne, sondern ermöglicht die Orchestrierung, sprich das Management der Container, um die Applikation skalieren zu können“, ordnet der Gridscale-Gründer ein. Kubernetes orchestriert sogenannte „Pods“ als kleinste einsetzbare Einheit, das sind Prozesse, die auf so genannten „Nodes“ laufen. Nodes wiederum sind physische oder virtuelle Maschinen in einem Cluster. Pods beinhalten einen oder mehrere Container die sich eine Container-Runtime und die zugeteilten Ressourcen teilen.

Microservice-Architekturen

Henrik Hasenkamp, Geschäftsführer, Gridscale
Henrik Hasenkamp, Geschäftsführer, Gridscale
(Bild: Gridscale)

„In der Praxis erleben wir täglich, dass Unternehmen ihre monolithischen Software-Architekturen über Bord werfen und durch moderne Microservice-Architekturen ersetzen.“ Hier kommt Kubernetes ins Spiel: „Stellen Sie sich vor, sie haben eine kleine Ansammlung von lediglich 50 verschiedenen Microservices, die jeweils eine kleine Aufgabe des großen Ganzen übernehmen. Kubernetes behält den Überblick darüber, welche Microservices gebraucht werden, welche wie häufig gestartet werden, wo es gegebenenfalls Performance-Engpässe gibt und auch, ob die Entwickler möglicherweise gerade eine neue Version veröffentlicht haben, die in den Betrieb überführt werden soll“.

Managed Kubernetes aus der Cloud

IT-Akteure, die auf die Kubernetes-Plattform setzen, um Erfahrungen zu sammeln und erste Projekte zu testen, berichten, dass die Menge an Containern schnell steigt und die Anforderungen an die Automatisierung komplexer werden. An dieser Stelle kommen „Managed Kubernetes aus der Cloud“ oder „Container-as-a-Service“ ins Spiel. Für Hasenkamp liegt im Wesen von Microservice-Architekturen, dass die Anzahl der Container schnell wächst: „Jede neue Funktion, jede Veränderung wird als neuer Container implementiert. Um den Überblick zu behalten und die Container lauffähig zu orchestrieren, empfiehlt es sich, Tools wie Kubernetes zu nutzen“. Eine eigene Kubernetes-Umgebung zum Container-Management aufzusetzen sei nicht ganz trivial und auch nicht zwingend notwendig, findet der Gridscale-Gründer.

As-a-Service-Ansatz

Denn Managed-Kubernetes-Lösungen wie die aus seinem Unternehmen stellen eine schnell implementierte Umgebung bereit, die einfach konfigurierbar ist und regelmäßig gewartet wird, beispielsweise mit aktuellen Sicherheitsupdates. Der As-a-Service-Ansatz schone – beispielsweise bei einem Software-Haus – Personalressourcen, die – in diesem Beispiel – in die Entwicklung der Software fließen können.

Vorkonfiguration

Mehrere Wege führen hier zum Ziel: „Viele Managed Hosting oder Cloud Provider bieten beispielsweise neben der Infrastruktur die notwendigen Tools und Services auf ­einer Plattform, die sich nach Bedarf ­zusammenstellen lassen.“ Dabei kümmern sich die Provider um die kontinuierliche ­Entwicklung und Aktualisierung des ­Angebots, den laufenden Betrieb, das Kapazitätsmanagement, die Überwachung der Plattform und die Sicherheitsupdates. Gridscale als „Native Cloud Provider“ sei mit einem automatisierten Komplettangebot am Start. Dabei setze man auf Vorkonfiguration, so dass die am häufigsten gewählten Module wie Load Balancer, persistenter Storage und Scheduler bereits sinnvoll voreingestellt sind.

(ID:46380879)

Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur