Suchen

ExtremeCloud IQ Extreme hat sich selbst in die Cloud gebeamt

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

Cloud-basiertes Networking ist die Spezialität von Extreme Networks. Das Unternehmen hat sich nun mit der eigenen Technik vollständig in die Cloud transferiert. Wir sprachen mit dem CTO Nabil Bukhari.

Firma zum Thema

Extreme Networks hat sich nun mit der eigenen Technik vollständig in die Cloud transferiert.
Extreme Networks hat sich nun mit der eigenen Technik vollständig in die Cloud transferiert.
(Bild: gemeinfrei© bessi / Pixabay )

Dafür kam Anfang August „ExtremeCloud IQ“ zum Einsatz, das für die schnelle Bereitstellung und Verwaltung der Vernetzung an einem Standort sorgt. Die Implementierung fand innerhalb von nur 24 Stunden statt und umfasste das Einbinden von hunderten von ExtremeWireless Wi-Fi 6 Access Points und fabric-fähigen Switches in der Cloud-Management-Plattform von Extreme.

Mit dem cloud-basierten Netzwerk kann das IT-Team von Extreme die Konnektivität täglich für Mitarbeiter an jedem Standort optimieren. Die über die unbegrenzten Speicherkapazitäten der Plattform bereitgestellten Analysen geben Extreme die Möglichkeit, Prozesse in den Entwicklungs-, Vertriebs- und operativen Teams zu beschleunigen, um das wachsende Netzwerk von Mitarbeitern, Partnern und Kunden besser zu unterstützen.

„Um unseren Kunden und Partnern eine einfache Nutzererfahrung zu ermöglichen, haben wir seit dem Launch im letzten Jahr geplant, ExtremeCloud IQ zu implementieren, um das dezentrale Netzwerk zu verwalten. Nun haben wir dieses Ziel endlich erreicht – und das in dieser besonderen Zeit der Pandemie“, berichtet Daniel Adam, Chief Information Officer, Extreme Networks. „Wenn das nicht für die Schnelligkeit und Einfachheit der Cloud spricht, um ein dezentrales Netzwerk einzuführen und zu verwalten! Wir verkaufen unsere Lösungen nicht nur, wir nutzen sie auch gerne.“

Demokratisierung der IT

Aber ist der Umstieg wirklich so einfach von Statten gegangen, wollten wir von Nabil Bukhari, Chief Technology und Product Officer von Extreme Networks, wissen. „Die Pandemie hat es uns nicht einfacher gemacht“, berichtet der CTO. „Alle Mitarbeiter mussten nach Möglichkeit in ihren Büros sein. Dort hatten sie nicht viel zu tun – ein Kabel einstecken, das war’s auch schon, wir wollen es ja einfach halten. Trotzdem war das durch Covid-19 eine Herausforderung.“

Nabil Bukhari ist Chief Technology und Product Officer von Extreme Networks.
Nabil Bukhari ist Chief Technology und Product Officer von Extreme Networks.
(Bild: Extreme Networks)

Wichtig ist ihm aber zu betonen, dass das intern „Big Bang“ genannte Projekt global von lediglich zwei federführenden Personen umgesetzt wurde. „Das nenne ich die Demokratisierung der IT – IT war immer so komplex und anstrengend, etwas für voll ausgebildetes Fachpersonal. Wir wollen aber, dass selbst Networking so einfach wird, dass auch Verkäufer im Unternehmen damit umgehen können“, so Bukhari.

Was genau ist ExtremeCloud IQ?

Was sind die grundsätzlichen Vorteile eines End-to-End Cloud-Managed Netzwerks? Extreme nennt niedrigere Infrastrukturkosten, einfache Handhabung, verbesserte Netzwerksicherheit, Insights und Analysen, die durch unbegrenzte Datenspeicherung unterstützt werden, sowie erhöhte Netzwerkzuverlässigkeit. ExtremeCloud IQ ist zudem von der International Standards Organisation (ISO) nach ISO/IEC 27001 zertifiziert.

„ExtremeCloud IQ ermöglicht ein schnelles Bereitstellen und Management von Konnektivität von jedem Ort der Welt aus, wodurch wir hunderte Switches und Access Points auf der ganzen Welt mit einem einzigen Mausklick integrieren können“, so Bukhari. „So erhält die IT-Abteilung einen sofortigen Überblick auf tausende Clients und Endpoints.“

Lösung ist aus 13 Rechenzentren erhältlich

Extreme selbst setzt ExtremeCloud IQ in 17 Ländern ein. Die Lösung ist aber nicht nur in diesen Ländern verfügbar. Mit 13 regionalen Datenzentren weltweit stellt Extreme die Einhaltung der regionalen Compliance-Richtlinien sicher. Da es sich um einen cloudbasierten Dienst handelt, kann ein Nutzer in allen Ländern der Welt darauf zugreifen, solange es keine rechtlichen Einschränkungen gibt.

ExtremeCloud IQ kommt in verschiedenen Versionen, enthält Tools für Infrastruktur-Management, KI-gestützte Analysen und Problembehebung. ExtremeCloud IQ Connect stellt eine Basis-Geräteverwaltung zur Verfügung und ist beim Kauf jeder unterstützten Hardwareplattform kostenlos. ExtremeCloud IQ Pilot bietet die Funktionen von Connect und darüber hinaus Tools für die Infrastrukturverwaltung, das Reporting und die Fehlerbehebung, einschließlich ML- und KI-gesteuerte Einblicke und Analysen.

Seit dem 1. Juli bekommen alle neuen ExtremeCloud IQ Pilot-Kunden für die Dauer ihres Abonnements Zugang zu unbegrenzten Datenmengen. Was genau bringt das? „Dank der unbegrenzten Datenspeicherung kann Extreme die betriebliche Effizienz steigern und Entscheidungen auf der Grundlage von Daten und Trends von Jahr zu Jahr treffen“, erläutert Bukhari. „Dadurch kann das Unternehmen kontinuierlich potenziellen Risiken entgegnen und neue Lösungen zur Verbesserung der Vertriebsprozesse, des Supply Chain Managements und der Servicebereitstellung entwickeln.“

Seit Mitte Juni dieses Jahres kann ExtremeCloud IQ zudem über Amazon Web Services, Google Cloud Platform und Microsoft Azure genutzt werden. „Während andere noch darüber sprachen, haben wir im Stillen daran gearbeitet, eine Cloud-Netzwerkplattform bereitzustellen, die eine langfristige Lösung bietet“, so Bukhari. „Es ist nicht einfach, Wahlmöglichkeiten und Flexibilität nativ zu konzipieren, zu entwickeln und zu erhalten. Aber es ist notwendig, dies unseren Kunden zu bieten, um den sich stetig ändernden Anforderungen ihrer Unternehmen gerecht zu werden.“

Nabil Bukhari ist Chief Technology and Product Officer von Extreme Networks und als solcher verantwortlich für die Definition der Unternehmensziele, der Strategie und der Implementierungspläne. Seine Schwerpunkte umfassen alle Themen rund um Cloud Computing, Switching, Routing, Automatisierung und Fabrics sowie die Branchentrends (Cloud, Wi-Fi, Edge-Networking). Bukhari war vor seiner Tätigkeit bei Extreme Vice President, Data Center bei Brocade. Davor hatte er Management- und Ingenieurspositionen bei Seagate, Cisco und SonicWall inne.

Ergänzendes zum Thema
Fünf zusätzliche kostenlose Anwendungen für das Pilot-Abonnement

Pilot-Abonnenten der Cloud-Management-Lösung erhalten ab sofort fünf neue Anwendungen kostenlos zur Verfügung. Typischerweise werden einzelne Applikationen zu erheblichen Zusatzkosten angeboten, was die betriebliche Komplexität und die Kosten für Kunden erhöht. Extreme dagegen definiert diese Anwendungen als „grundlegende Dienste“ bzw. „essential Services“ und hat sie zu seiner ExtremeCloud IQ-Plattform hinzugefügt.

In den nächsten 90 Tagen können Kunden und Partner mit einem Pilot-Abonnement auf diese Dienste innerhalb der ExtremeCloud IQ-Plattform zugreifen und ihren IT-Abteilungen mit einem einzigen Programm alle Tools zur Verfügung stellen, die für vollständige Netzwerktransparenz, Management, Kontrolle und Compliance erforderlich sind.

Die Anwendungen umfassen:

  • Extreme AirDefense enthält mehr als 55 Angriffsvektoren für Wireless Intrusion Prevention (WIPS) und fügt Bluetooth und Bluetooth Low Energy oder BIPS als „essential Services“ hinzu.
  • ExtremeLocation bietet standortbezogene Dienste für eine erweiterte Kontaktverfolgung.
  • ExtremeGuest ermöglicht WLAN-Gastzugänge verbunden mit fortschrittlicher Netzwerkanalytik für den Einzelhandel, das Gastgewerbe und Veranstaltungsstätten.
  • ExtremeIoT ermöglicht ein einfaches und sicheres Einbinden, Profiling sowie die Segmentierung und das Filtern von IoT-Geräten in einem Produktionsnetzwerk.
  • ExtremeCompliance stellt automatisierte und umfassende Konformitätsprüfungen gemäß aktueller Richtlinien bereit, darunter DSGVO, PCI und HIPAA.

Die mobile ExtremeCloud IQ-App ist ab dem 1. Oktober 2020 in den gängigen App-Stores erhältlich.

(ID:46859245)

Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

Dr. Dietmar Müller

Journalist