Mehr Cloud-Services, mehr digitalisierte Prozesse

Diese ERP- und CRM-Trends bewegen den Mittelstand 2018

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Der Schalter steht künftig auf Digitalisierung – auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.
Der Schalter steht künftig auf Digitalisierung – auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. (Bild: © Olivier Le Moal - stock.adobe.com)

Was in vielen US-Konzernen und DAX-Unternehmen längst zum Standard gehört, ist im Jahr 2018 auch zunehmend Thema bei deutschen Mittelständlern. So öffnen sich kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) immer mehr der Hybrid Cloud und Software-as-a-Services (SaaS).

Basierend auf eigenen Erfahrungen aus der Praxis und Experten-Prognosen hat Konica Minolta IT Solutions GmbH die Trendthemen im Bereich ERP und CRM in Deutschland bei kleinen und mittelständischen Firmen in 2018 zusammengestellt.

Zurückhaltung bei Hybrid Cloud bzw. SaaS sinkt
Alljährlich stehen Unternehmen vor der Frage, neue ERP-Systeme anzuschaffen, neue Dienste intern bereitzustellen, Cloud-Anwendungen zu nutzen oder Bestandteile von ERP als SaaS zu beziehen. War der Mittelstand in den letzten beiden Jahren hier noch sehr zurückhaltend, werden 2018 verstärkt Services aus der Cloud genutzt. Das gilt auch für CRM-Lösungen, die insbesondere auch in sicherheitsbewussten Branchen zunehmend aus der Cloud kommen.

Digitalisierung der Prozesse nimmt weiter zu
Die Digitalisierung ist auch in 2018 ein wichtiges treibendes Thema. Die Praxis zeigt, dass es bislang noch in vielen Firmen, die mit ERP-Systemen arbeiten, unzählige analoge Prozesse gibt. KMUs tauschen oftmals physische Dokumente in Abteilungen oder mit Partnern aus. Gerade dort wird der Digitalisierungsprozess im nächsten Jahr weiter zunehmen. Microsoft stellt mit „Microsoft Flow“, einer Lösung der Office 365 Plattform, Unternehmen eine produktübergreifende Workflowplattform bereit. Diese wird eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung und Zusammenarbeit darstellen.

Erste Anwendungsfälle von Künstlicher Intelligenz (KI)
Predictive Maintenance, die vorausschauende Instandhaltung also, wird in immer mehr serviceorientierten Unternehmen eingesetzt. Geräte werden Verbrauchsmeldungen zunehmend direkt an Partner, Hersteller oder Servicedienstleister weitergeben, so dass eine gezielte Ressourcenplanung der Mitarbeiter beispielsweise für Wartungen möglich ist. Darüber hinaus werden mittelständische Unternehmen KI nutzen, um Lagerreichweiten in Abhängigkeit von Umgebungsvarianten wie Wetter, Feiertage oder sonstigen Ereignissen intelligenter zu kalkulieren. Auch Finanz-Forecasts können ein erster Bereich sein, in denen KI bei ERP-Systemen eingesetzt wird.

„Appisierung“ von ERP-Systemen
Kaum ein Unternehmen möchte eine hochgradig angepasste ERP-Lösung, da sich hier häufig Updateprozesse nur aufwändig durchführen lassen. Jedoch machen gerade erst einige dieser Anpassungen die Individualität des Unternehmens aus. Zukünftig werden Anpassungen in Form von Apps ausgeliefert und genutzt werden. Auch hier ist Microsoft wegweisend und stellt diese Apps zur Verfügung, wobei aber die Update-Fähigkeit des Systems erhalten bleibt. Es gibt bereits eine Plattform für Partner, in der weltweit ergänzende Apps für ERP und CRM-Systeme bereitgestellt werden. Diese „Appisierung“ wird in 2018 weiter zunehmen.

Mobile Integration – Smartphone ersetzt zunehmend den PC
Wie bereits in den letzten Jahren, spielen mobile Lösungen auch weiterhin eine wichtige Rolle. Während CRM-Anwendungen für mobile Endgeräte längst gang und gäbe sind, werden sie künftig auch bei ERP-Systemen immer wichtiger. Das mobile Arbeiten und die Integration von Smartphone und Tablet in Geschäftsprozesse nehmen stetig zu. Das Smartphone wird irgendwann den PC ersetzen. Dieser Trend steht jetzt zunehmend auf der Agenda der Hersteller. Künftig werden Tastatur und Monitor an das Smartphone angeschlossen werden können. Das setzt voraus, dass Anwendungen entsprechend intelligent darauf reagieren und dem Anwender eine optimierte Oberfläche zur Verfügung stehen.

Neue Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) verändert CRM
Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung bringt auch im Bereich ERP und CRM einige weitreichende Veränderungen mit sich. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Transparenz in Bezug auf die Funktion und datenschutzkonforme Verarbeitung personenbezogener Daten geschaffen wird. Viele Unternehmen sind sich bisher der weitreichenden Auswirkungen der neuen EU-DSGVO nicht bewusst, sollten sich aber intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Denn verstoßen Firmen gegen die neuen Regeln, können Strafen in Höhe von 4 Prozent des Jahresumsatzes die Folge sein.

Integration sozialer Netzwerke
In den USA und auch bei deutschen DAX-Unternehmen ist die Integration sozialer Medien mittlerweile Standard. Auch KMUs müssen erkennen, welche Potenziale sich dadurch eröffnen. Dazu gehört nicht nur die Möglichkeit, Facebook und Co. als Meinungsmacher zu nutzen, sondern auch, beispielsweise Pressemeldungen von Kunden automatisch in die Kundendatenbank zu integrieren. So ist bei einem direkten Kundenkontakt sofort ersichtlich, welche Neuigkeiten es gibt. Diese Informationen lassen sich bestens zur Kundenpflege und -bindung nutzen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45065260 / Allgemein)