Anforderungen an zukünftige Cloud-Modelle

Die Cloud von morgen

| Autor / Redakteur: John Considine, Chief Technology Officer bei Verizon / Florian Karlstetter

Blick in die Kristallkugel: Wie sieht die Cloud von morgen aus?
Blick in die Kristallkugel: Wie sieht die Cloud von morgen aus? (© Massimo Cavallo - Fotolia.com)

Wie die Cloud in Zukunft exakt aussehen wird, lässt sich aufgrund der zahlreichen Veränderungen, die aktuell in der IT-Branche passieren, schwer vorhersagen. Die Rede ist von Veränderungen an der grundlegenden Anwendungsarchitektur, den Servicemodellen und dem Zusammenspiel von Komponenten. Die Cloud bringt die Welt der IT auf immer neue Weise durcheinander; Prognosen sind so treffsicher wie Schüsse auf bewegliche Ziele.

Ein klareres Bild der Zukunft lässt sich generieren, wenn man sich die aktuellen Cloud-Angebote an-schaut und abwägt, wie diese sich verändern müssten, um dem Markt mehr Impuls zu geben.

Zunächst einmal muss man sich klarmachen, warum die Cloud so anders ist und was – aus technischer Sicht – ihre Störimpulse auslöst.

  • Unabhängige Architektur: Historisch bedingt wählen Unternehmen zunächst Technologien, Partner und Anbieter und formen dann aus diesen (meist) heterogenen Elementen eine IT-Lösung. Bei den Cloud-Services sind die Unternehmen nicht länger diejenigen, die entscheiden. Vielmehr trifft der Cloud-Provider sämtliche Entscheidungen zur Infrastruktur und wie sie konfiguriert und gemanagt wird.
  • Multi-Tenant-Architektur: Öffentliche Clouds haben zwangsläufig zahlreiche „Mieter“. Auf diese Weise lässt sich eine kostengünstige, skalierbare Architektur aufbauen – mit tief reichenden Auswirkungen auf Verhalten und Fähigkeiten der Infrastruktur und damit letztlich auf die Anwendungen der User.
  • Unterschiedliche Steuerungsmodelle: Wenn ein Unternehmen seine eigene Infrastruktur konzipiert und managt, macht es sich vertraute Tools, eigene Expertise und bewährte Technologie-Kontrollinstanzen zunutze. Firmeneigene Fachleute auf jeder einzelnen Infrastrukturebene – von den Servern über Speicher-Arrays bis hin zu Switches, Routern und Firewalls – werden für Verwaltung und Überwachung dieser komplexen Anordnung eingesetzt. Bei einer Cloud obliegen nahezu all diese Tätigkeiten dem Cloud-Provider. Die Interaktion des „Verbrauchers“ beschränkt sich auf die Kontrollvorrichtungen, die ihm der Provider zur Verfügung stellt – Schluss mit den gewohnten Kontrollmechanismen der internen Infrastruktur.

Diese Unterschiede zwingen Unternehmen dazu, ihre Cloud-Nutzungsgewohnheiten zu ändern. Und sie limitieren die Funktionalität und das, was innerhalb der Cloud möglich ist. Bei den Anwendungen und Services, die bereits den Sprung in die Cloud geschafft haben, handelt es sich meist um webbasierte Anwendungen, die speziell für die Cloud entwickelt wurden. Übrig bleiben jede Menge Unternehmensanwendungen wie CRM, ERP, B2D und SCM (sowie nahezu alle weiteren Abkürzungen aus drei Buchstaben). Diese Anwendungen sind „der harte Kern“, der das Unternehmen am Laufen hält.

Sie gelten als problematisch, denn sie orientieren sich an den Beschränkungen der jeweiligen Cloud-Architektur. Bleiben zwei Möglichkeiten: die Anwendungen ändern oder die Cloud modifizieren. Wie in der Technologiebranche entwickelt sich auch hier alles weiter, und solche Anwendungen werden schließlich „neu geschrieben“ oder gegen neuere ausgetauscht. Allerdings besteht eine Chance, die Clouds so abzuändern, dass sie mehr leisten und wir nicht die Weiterentwicklung von Anwendungen abwarten müssen.

Was getan werden muss, um sich auf die Cloud von morgen vorzubereiten erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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