Umfrage von Forcont/HWR

Cloud Computing: SaaS-Nutzung im Mittelstand nimmt zu

| Redakteur: Florian Karlstetter

Der uneingeschränkte Zugriff auf die Applikationen – jederzeit, an jedem Ort und mit jedem Endgerät oder Datencontainer – wird immer mehr Unternehmen einfach als gegeben vorausgesetzt.
Der uneingeschränkte Zugriff auf die Applikationen – jederzeit, an jedem Ort und mit jedem Endgerät oder Datencontainer – wird immer mehr Unternehmen einfach als gegeben vorausgesetzt. (Bild: Pixabay / CC0)

Die Ergebnisse der im September 2017 von Forcont und der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht im September 2017 gestarteten Umfrage zur Cloud- und SaaS-Nutzung liegen jetzt vor. Danach erfreut sich das Cloud-Computing auch bei KMU wachsender Beliebtheit. Ein wichtiger Grund dafür ist die stark gestiegene Bedeutung des mobilen Arbeitens.

Die Cloud-Nutzung in der deutschen Wirtschaft wächst, das zeigen empirische Studien - unter anderem von KPMG und Bitkom Research. Zu ganz ähnlichen Ergebnissen - bezogen auf den unternehmerischen Mittelstand in Deutschland - kommt eine im September 2017 gestartete Umfrage der Forcont Business Technology GmbH und der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin. Insgesamt 142 Nutzer und Anbieter von Cloud-Diensten nahmen an der Forcont/HWR-Umfrage teil.

Im Vergleich zur Vorgängerstudie vor zwei Jahren steigt die Zahl der Unternehmen, die Cloud Computing nutzen oder dies in absehbarer Zeit tun wollen, stetig, denn immer mehr Mittelständler, so die Studie, scheinen die Vorteile Cloud Computing und Software-as-a-Service (SaaS) für ihr Unternehmen zu erkennen. Doch welche Chancen und Risiken sehen die Unternehmer konkret in solchen digitalen Lösungen? Hat sich ihre Einstellung zu Cloud Computing in den vergangenen zwei Jahren grundlegend gewandelt?

Mittelstand erkennt die Vorteile von Cloud-Computing und SaaS

Vier von fünf Befragten haben aktuell SaaS im Unternehmen im Einsatz oder bieten solche Services selbst an. Noch vor zwei Jahren konnten 20 Prozent die Frage nach der SaaS-Nutzung nicht sicher beantworten. Die Prioritäten der Nutzer in Bezug auf SaaS haben sich seither merklich verschoben: Diente vor zwei Jahren vorwiegend der Kommunikation und Business Collaboration, so ist der ist der Cloud-Speicher (er lag 2015 nur auf Platz 2 der "Beliebtheitskala") als als IT-Commodity inzwischen auf breiter Front (68 Prozent) angekommen. Die Hälfte der befragten Nutzer setzt cloudbasierte Kommunikationsdienste ein.

Auch bei der SaaS-Nutzung zeigt sich ein anderes Bild als vor zwei Jahren. Diese ist von 57 Prozent auf fast 90 Prozent gestiegen. Treiber dieser Entwicklung ist der enorme Bedeutungszuwachs des mobilen Arbeitens. Die Punkte Kosteneffizienz, Entlastung der IT-Abteilung und Konzentration auf das Kerngeschäft verlieren laut der Forcont/HWR-Umfrage etwas an Bedeutung, gehören aber dennoch weiterhin zu den wichtigsten Motiven für das Cloud Computing. Auch die Benutzerfreundlichkeit von SaaS ist heute ein maßgeblichen Beweggrund "pro Cloud". Mehr Unternehmen als 2015 versprechen sich davon auch Wettbewerbsvorteile.

Anspruch an stabile Performance der Lösungen nimmt zu

Die Datensicherheit ist für alle Seiten – Nutzer, Nichtnutzer, Softwareanbieter – nach wie vor eine der drängendsten Fragen. Bemerkenswert: Unter den Nichtnutzern ist die Zahl jener, die Sicherheitsmängel befürchten, seit 2015 massiv angestiegen, nämlich von 60 auf über 90 Prozent im Jahr 2017. Höchste Priorität besitzt außerdem die Forderung nach einer stabilen Performance der Cloud-Lösung. Ebenfalls stärker priorisiert werden inzwischen Customizing und Support durch den Cloud- bzw. SaaS-Anbieter. Immer wichtiger wird den Nutzern solcher Services die gute Integration von SaaS-Lösungen in die unternehmenseigene IT-Landschaft.

Auch die Kostenfrage ist stärker in den Vordergrund gerückt. Außerdem haben die befragten Unternehmen verstärkt Bedenken, ob die Mitarbeiter, die mit SaaS arbeiten sollen, den neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen sind.

Wird Cloud-Computing zum "Normalfall"?

Die Experten von Forcont und HWR Berlin sind davon überzeugt, dass sich Cloud Computing mittelfristig im deutschen Mittelstand durchsetzen wird. Essenziell dafür ist, dass die Anbieter von Cloud-Services und SaaS den "Sorgen" der geschäftlichen Nutzer hinsichtlich Rechtssicherheit und Kontrolle über die Daten erfolgreich entgegenwirken – mit mehr Transparenz, Aufklärung und Zertifizierungen. Auch müssen sie die Forderungen nach stabiler Performance, Benutzerfreundlichkeit und Kosteneindämmung erfüllen.

Der gesamte Ergebnisbericht steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Über Forcont und die HWR Berlin

Die Forcont Business Technology GmbH ist ein auf Enterprise Content Management (ECM) spezialisiertes Softwarehaus. Das 1990 als IXOS Anwendungs-Software GmbH gegründete Unternehmen bietet standardisierte Anwendungsprodukte und individuelle Projektlösungen zur Steuerung dokumentenlastiger Geschäftsprozesse – alternativ auch als Software-as-a-Service (SaaS) aus der Cloud. Die technologische Basis ist die Software forcont factory. Forcont leistet zudem den kompletten Service im ECM-Umfeld von SAP.

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ist mit rund 10.000 Studierenden eine der großen Hochschulen Berlins. Sie zeichnet sich durch ausgeprägten Praxisbezug, vielfältige Forschung sowie eine starke internationale Ausrichtung aus. Das Portfolio umfasst privates und öffentliches Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich bei unserer Schwester-Publikation INDUSTRY OF THINGS (verantwortlicher Redakteur: Jürgen Schreier).

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