OpenText-Manager bezieht Stellung

Blick hinter die Wolken: Die Cloud-Trends 2019

| Autor / Redakteur: Savinay Berry* / Florian Karlstetter

Mit der Cloud können Mitarbeiter von praktisch überall auf wichtige Dokumente, Informationen und Systeme zugreifen.
Mit der Cloud können Mitarbeiter von praktisch überall auf wichtige Dokumente, Informationen und Systeme zugreifen. (Bild: © Sergey Nivens - stock.adobe.com)

Wachsender Bedarf nach flexiblen Hybrid-Clouds und die Implementierung von Smart Contracts im Internet der Dinge sind nur ein paar der Entwicklungen, die Savinay Berry, VP Cloud Services bei Opentext, für das begonnene Jahr im Cloud-Umfeld sieht.

Immer mehr Unternehmen setzen auf die Cloud. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach neuen Cloud-Diensten und -Lösungen. Treiber für diese Entwicklung ist, dass Firmen in den kommenden Jahren verstärkt in die Cloud migrieren wollen. Generell sind alle Branchen auf der Suche nach einer stabilen und sicheren Infrastruktur für das Informationsmanagement in der Cloud. Dazu gehören Sektoren wie Fertigung, Finanzdienstleistungen, Recht, Life Sciences und Behörden, die bisher alle eher weniger auf Cloud-Dienste gesetzt hatten. Tatsächlich sehen wir gerade im Bereich Life Sciences eine stärkere Bewegung in die Cloud als jemals zuvor. Aber auch Workloads spielen eine Rolle. Typische Workloads, die immer häufiger in die Cloud verlagert werden, sind beispielsweise HR, Verträge, Recht, Zusammenarbeit oder Digital Asset Management.

Höhere Nachfrage nach flexiblen hybriden Cloud-Implementierungen

Im vergangenen Jahr konnten Unternehmen die Vorteile hybrider Implementierungen erkennen. Dazu gehört die Minimierung von Risiken und Kosten bei gleichzeitig höherer Effizienz und Skalierbarkeit in der Cloud. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, setzen deshalb auf eine Hybrid-Cloud-Infrastruktur. Beispiele dafür sind eine lokale Datenhaltung und eine gleichzeitige Collaboration-System-Nutzung in der Cloud – beide so stark integriert, dass es für Anwender keinen spürbaren Unterschied gibt.

Im aktuellen Jahr werden Unternehmen noch flexiblere hybride Implementierungen fordern, darunter Multicloud-Bereitstellungen, die Dienste vieler verschiedener Anbieter nutzen und sowohl Public- als auch Private Clouds für eine maximale Wirkung kombinieren.

KI und maschinelles Lernen werden fortschrittlicher

Aussagekräftige Erkenntnisse am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und im richtigen Kontext: Stellen Sie sich vor, ein Einkäufer findet heraus, dass die Verträge, über die er gerade verhandelt, ihm nicht die besten Konditionen bieten. Oder ein Marketingmanager erstellt Inhalte für eine Kampagne und erhält die Möglichkeit, Bildvergleiche durchzuführen, indem er tatsächlich auf die Abschnitte im Bild klickt, die unterschiedlich sind – und direkt sieht, warum sie unterschiedlich sind.

Solche an sich simplen Erkenntnisse können hunderte Arbeitsstunden einsparen. Um sie zu ermöglichen, bedarf es hochintelligenter KI-Services, die auf Inhalten und Daten von Unternehmen aufsetzen. Angesichts der Fortschritte in der Verfügbarkeit dieser Technologien wird dieses Jahr eine aufregende Zeit, die solche „magischen“ Anwendungsfälle ermöglicht.

Schnittmenge aus IoT und Blockchain wird konkrete Vorteile für Kunden schaffen

Stellen Sie sich eine Welt mit Smart Contracts vor. Damit können Spediteure und Frachtführer beispielsweise für Schiffe die Berechtigung zum Betreten eines Docks per Smart Contract erhalten, der mit dem Blockchain-Ledger validiert wurde. Das könnte die Schifffahrtsindustrie nachhaltig verändern und gleichzeitig Millionen Euro einsparen. Smart Contracts werden über die Cloud betrieben und lassen sich überall aktivieren. Eine weitere Technologie, die an Bedeutung gewinnen wird, ist die Containerisierung. Sie wird greifbare Vorteile für Kunden schaffen, indem sie die Gesamtkosten von Lösungen in der Cloud reduziert.

Vernetzte Unternehmen arbeiten dank Cloud noch enger zusammen – trotz Diversifizierung

Mit der Cloud können Mitarbeiter von praktisch überall auf wichtige Dokumente, Informationen und Systeme zugreifen. Das ist nicht nur für Remote-Arbeitskräfte wichtig, sondern auch für eine Standort- und länderübergreifende Zusammenarbeit in Echtzeit. Doch die Cloud wird auch die Art der Informationsaufbewahrung, -verwaltung und -absicherung verändern. Der regulatorische Druck und neue Datenschutzbedenken führen zu mehr Investitionen und werden dafür sorgen, dass sich Unternehmen in den kommenden Monaten und Jahren verstärkt auf Sicherheit und Informationsmanagement in der Cloud konzentrieren.

Der Autor: Savinay Berry, Vice President Cloud Services, OpenText.

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