Amazon Echo, API und Rechenleistung für Sprachsteuerung

„Alexa, willkommen in Deutschland“

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Alexa lauscht bald auch in deutschen Wohnzimmern.
Alexa lauscht bald auch in deutschen Wohnzimmern. (Bild: Amazon)

Amazon bringt seine Sprachassistentin Alexa nach Deutschland. Ausgewählte Prime-Kunden sollen die passende Hardware Echo und Echo Dot ab Oktober erhalten, Drittanbieter den Service ab 2017 in eigene Produkte integrieren.

Ab Oktober verkauft Amazon ausgewählten, deutschen Prime-Kunden auf den Cloud-basierten Sprachdienst Alexa zugeschnittene Lautsprechersysteme. Die Echo und Echo Dot genannten Geräte verfügen über sieben Mikrofone, sollen Kommandos per Fernfeld-Spracherkennung auch unter schwierigen Bedingungen verstehen und per WLAN an den Clouddienst Amazon Alexa weiterleiten. Überhöhte Erwartungen an das System dämpft der Dienstleister allerdings schon im Vorfeld und spricht explizit Nutzer an, „die bei der Weiterentwicklung von Alexa und Echo in Deutschland mithelfen möchten“. Hierbei sollen auch Drittanbieter mitwirken, denn zeitgleich mit den Lautsprechersystemen kündigt Amazon entsprechende Entwicklungswerkzeuge an.

Amazon liefert Toolkits und Rechenleistung

Dank Alexa Skills Kit (ASK) genügten bereits „ein paar Zeilen Code“, um bestehende Web-Angebote direkt in Alexa zu integrieren oder binnen Stunden komplett neue Sprachanwendungen zu entwerfen. An solchen Skills genannten Zusatzfunktionen arbeiten unter anderen Automobilhersteller BMW für BMW Connected, der webbasierte Taxidienst mytaxi oder der DeTeMedien als Verleger von „Das Telefonbuch“, „Gelbe Seiten“ und „Das Örtliche“.

Entwickler benötigen laut Amazon keine Erfahrung mit Spracherkennungstechnologie; der Anbieter kümmert nach eigenem Bekunden um alles, was mit Hören, Verstehen und Umsetzen sprachgesteuerter Kundenanfragen zu tun hat. Die benötigte Rechenleistung liefern Amazon Web Services – AWS Lambda sei demnach die einfachste Art und Weise, Skills für Alexa zu erstellen: Code wird auf Basis eines Triggers ausgelöst, Rechenressourcen werden in der AWS Cloud automatisch verwaltet.

Per Smart Home Skill API können Developer Alexa-Funktionalitäten für Beleuchtung und Thermostate direkt anbinden. Mit der Magenta Smart Home Skill kündigt die Deutsche Telekom bereits eine entsprechende Anwendung für die Plattform Qivicon an.

Hardwarehersteller sollen Alexa zudem in eigene Produkte einbauen. Ab Frühjahr 2017 könnten Dritte den Alexa Voice Service (AVS) auf Deutsch in eigene Wearables, Smart-Home-Geräte oder Lautsprecher integrieren.

Echo-Hardware mit 50 Euro Rabatt

Echo Dot und Echo sind bislang nur auf Einladung zu haben und werden ab Oktober ausgeliefert. Frühen Interessenten stellt Amazon 50 Euro Rabatt für den mit 180 Euro gelisteten Echo in Aussicht. Wer noch mehr sparen will, kann zum Echo Dot greifen – muss dafür aber auf die „nach unten ausgerichteten dualen Downfire-Lautsprecher“ und deren „360°-Sound für einen immersiven Raumklang“ verzichten.

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