Die drei Säulen der IT-Transformation

Wie IT Unternehmen verändern kann

| Autor / Redakteur: Manfred Eierle * / Florian Karlstetter

Cloud Computing trägt dazu bei, IT-Prozesse zu vereinfachen und auf eine einzige Plattform zu migrieren. Das Ergebnis ist nicht nur die Entlastung der IT-Abteilung, auch lassen sich Prozesse weitestgehend automatisieren.
Cloud Computing trägt dazu bei, IT-Prozesse zu vereinfachen und auf eine einzige Plattform zu migrieren. Das Ergebnis ist nicht nur die Entlastung der IT-Abteilung, auch lassen sich Prozesse weitestgehend automatisieren. (© freshidea - Fotolia.com)

Die IT ist heute das Rückgrat des Unternehmens und nicht mehr nur ein Bestandteil unter vielen. Um in dieser zunehmend von Technologie abhängigen Welt erfolgreich zu sein, müssen CIOs daher eine strategische Führungsrolle einnehmen und die entsprechenden Veränderungen für das Business umfassend antreiben. Dies ist keine völlig neue Aufgabe, aber eine zusätzliche Verantwortung.

Während viele CIOs die Geschäftsstrategie beeinflussen können und wollen, werden sie jedoch von bestehenden IT-Prozessen und veralteten Infrastrukturen dabei behindert. Daher müssen sie zuerst die interne IT weiterentwickeln. Dies geschieht durch drei Säulen: Konsolidierung und Standardisierung für mehr Transparenz, Einführung einer intuitiven, geschäftsfreundlichen IT sowie Automatisierung zur Beschleunigung von Reaktionszeiten und Innovationen.

Konsolidierung und Standardisierung

Viele Unternehmen wachsen durch Übernahmen oder regionale Expansion. Dies kann zu mehrfach redundanten und fragmentierten Systemen sowie ineffizienten IT-Prozessen führen. Dann erhalten IT-Verantwortliche meist nicht die benötigten Informationen, um Projekte zu priorisieren oder angemessene Entscheidungen zu treffen. Entsprechend können sie auch nicht den IT-Service verbessern oder Kollegen aus dem Business den Wert der IT verdeutlichen. Vielmehr kosten mangelhafte Integration und mehrfache Ausstattung nur unnötig Geld, Zeit und Kapazitäten.

Viele CIOs beginnen daher die IT-Transformation mit der Konsolidierung redundanter IT-Services in ein einheitliches System. Das Ziel ist meist die Vereinfachung der IT-Prozesse durch eine grundlegende weltweite Konsistenz. Im Idealfall werden sämtliche IT-basierten Prozesse auf eine einzige Plattform migriert.

Cloud Computing schafft neue Möglichkeiten

Dies war lange Zeit nur eine Vision – bis Cloud Computing und moderne Automatisierungsfunktionen entwickelt wurden. Die Cloud führt zur Unabhängigkeit von lokalen Infrastrukturen sowie den Limitierungen der klassischen Client/Server-Software. Damit können CIOs von einem zentralen Punkt aus sämtliche IT-Services weltweit verwalten und sich auf die Unterstützung des Business konzentrieren.

Service-orientierte IT-Modelle werden dabei oft von anderen Abteilungen im Unternehmen übernommen, um ihre eigenen Prozesse effizienter durchzuführen. Denn erweiterbare, moderne, prozessbasierte Technologien und bewährte IT-Service-Modelle lassen sich einfach in automatisierte Business-Prozesse übertragen. Gebäudetechnik, Personalwesen oder Rechtsabteilung bieten sich hier oft als erste Kandidaten an. Sie erhalten durch integrierte Prozess- und Service-Automatisierungssysteme Messbarkeit, Transparenz und Nachverfolgbarkeit.

Intuitive, geschäftsfreundliche IT

Die Identifizierung von Gemeinsamkeiten in den IT- und Geschäftsprozessen kann einen großen Unterschied in der strategischen Bedeutung der IT ausmachen. Denn die Business-Kollegen sehen die IT-Abteilung häufig noch als Support oder Helpdesk zur Lösung aktueller Probleme. Um dies zu verändern, müssen CIOs ihr Team intern als Innovationsführer aufstellen. So haben sie bereits häufig einen Self-Service für Mitarbeiter eingeführt, damit diese nicht ständig zum Telefon greifen.

Doch im Vergleich zum privat genutzten Online-Shopping-Angebot oder den einfach zu installierenden Apps hinkt die IT-Abteilung oft hinterher. Die Vereinfachung und Modernisierung der Oberfläche, vor allem bei Bestellungen oder Supportanfragen, kann dabei helfen, diese Lücke zu schließen und den Eindruck von der firmeneigenen IT zu verbessern.

Self-Service entspricht nicht nur den Erwartungen der Mitarbeiter, sondern erhöht auch Effizienz und Kontrolle des Support-Prozesses. Falls er korrekt implementiert ist, wird das Self-Service-Portal zum IT-Online-Shop. Die Oberfläche stellt die IT-Angebote verständlich für die Business-Kollegen dar. Gleichzeitig wird damit auch die IT gezwungen, ihre Leistungen und Bearbeitungsprozesse klar, nachvollziehbar und einfach zu beschreiben. Dadurch werden die Anfragen schneller erledigt und Probleme effizienter gelöst.

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