Definition: Speicher OS-übergreifend verwalten Was ist iCloud Drive?

Autor / Redakteur: Blue Floyd / Elke Witmer-Goßner

Apples iCloud als Onlinespeicher erfreut sich großer Beliebtheit. Durch iCloud Drive erhalten Nutzer eine Anwendung, um den Speicherplatz zu verwalten – ohne Restriktionen in Bezug auf Plattform oder Betriebssystem.

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Apple bietet mit iCloud Drive einen Betriebssystem übergreifenden Service zum Speichern und Synchronisieren von Daten.
Apple bietet mit iCloud Drive einen Betriebssystem übergreifenden Service zum Speichern und Synchronisieren von Daten.
(Bild: gemeinfrei © Gerd Altmann / Pixabay )

iCloud Drive ist ein Tool, das dazu genutzt wird, Daten in Apples iCloud zu verwalten. Die Integration ist direkt in macOS und iOS möglich und auch in Windows-Geräte. Ähnlich wie etwa Microsofts OneDrive erlaubt iCloud Drive den Zugang zu allen in iCloud gespeicherten Daten von überall aus (Internetverbindung vorausgesetzt).

Unterschied zwischen iCloud und iCloud Drive

iCloud ist der Name für Apples eigenen Onlinespeicher. Er kann dazu genutzt werden, Daten in der Cloud zu speichern und diese unter verschiedenen Geräten zu synchronisieren. Nutzer sind nicht darauf angewiesen, Daten manuell auf dem jeweils aktuellen Stand zu halten, sondern können sich auf die automatische Synchronisierung verlassen. Speicherplatz bei iCloud ist bis zu einem gewissen Grad kostenlos, weitere Kapazität wird schließlich monatlich abgerechnet.

iCloud Drive ist der Dienst, der genutzt wird, um auf iCloud zuzugreifen. Es handelt sich somit um eine Software, die für die Datenverwaltung und den Zugriff auf die online gespeicherten Dokumente verwendet wird. Die dazugehörige Anwendung wird regelmäßig von Apple aktualisiert und steht für iOS, macOS und Windows 10 bereit. Ähnlich wie auf einer „echten“ Festplatte lassen sich auch durch iCloud Drive alle unterstützten Dateitypen verwalten.

Vorteile bei der Verwendung von iCloud Drive

iCloud und das dazugehörige iCloud Drive existieren seit 2011. Der Online-Speicherplatz wird von Privatpersonen vor allem für Fotos, Musik, Videos und ähnliche Dokumente genutzt. Außerdem hat sich iCloud als Backup-Lösung unter Apple-Nutzern etabliert. Beim vollständigen Reset eines Gerätes können App-Daten, Einstellungen und auch gespeicherte Passwörter direkt von iCloud bezogen werden. Der Kauf eines neuen iPhones beispielsweise ist somit nicht mit hohem Aufwand für die Personalisierung des Smartphones verbunden, da die meisten Daten von iCloud bezogen und automatisch übernommen werden.

Neben den genannten Datentypen ist es möglich, Daten jeglicher Art hochzuladen und mit iCloud Drive zu verwalten. Ähnlich wie bei anderen Cloud-Diensten existiert auch bei Apples Angebot keine Einschränkung. iCloud ist damit nicht nur für Privatpersonen und persönliche Daten interessant, sondern auch für berufliche Nutzer. Zu beachten ist, wie bei allen Cloud-Diensten, dass potenzielle Bedenken in Bezug auf den Datenschutz im Raum stehen.

Preise von iCloud

Um iCloud Drive nutzen zu können, reicht das kostenlose Angebot von Apple aus. Enthalten sind 5 GB Speicherkapazität, was für kleinere Anwendungsfälle ausreicht. Dies setzt eine Anmeldung bei Apple mit dazugehöriger Apple-ID voraus.

Wer mehr speichern und synchronisieren möchte, muss entsprechend mehr Geld ausgeben. Aktuell (Stand: Mai 2021) fallen dafür 0,99 Euro für 50 GB, 2,99 Euro für 200 GB und 9,99 Euro für 2 TB Speicherkapazität an. Speicherplatz bei Apple ist damit wesentlich günstiger als beim Kauf von externen Speichermedien in Geschäften. Wie immer gilt auch bei iCloud Drive jedoch, dass der günstige Preis gekoppelt ist an eine Herausgabe der eigenen, persönlichen Daten.

Anwendungsbeispiele für iCloud Drive

Im Laufe der Zeit hat Apple die Funktionen von iCloud Drive beständig ausgebaut. Typische Beispiele aus der Praxis fallen unter anderem wie folgt aus:

  • iCloud-kompatible Apps können Daten erstellen und App-übergreifend bearbeiten, sofern die entsprechenden Apps untereinander kompatibel sind. Somit wäre eine Speicherung von Daten in iCloud möglich, auf die Nutzer anschließend direkt ohne Download mit einer anderen App zugreifen.
  • Dokumente in Apple-Anwendungen wie Keynote oder Pages können online erstellt werden. Mit iCloud Drive lassen sich diese Dateien anschließend bearbeiten und wieder online speichern. Ein manueller Austausch von Daten via E-Mail oder über ähnliche Kommunikationswege entfällt.
  • Seit 2020 ist die Freigabe von Ordnern an andere Nutzer möglich. Durch einen Link können auch Personen, die iCloud nicht verwenden, auf den Speicherplatz zugreifen und online mit den Dateien interagieren. So lassen sich beispielsweise Dokumente bearbeiten und die Änderungen in Echtzeit überprüfen.

Vor allem für Apple-Nutzer, aber auch Anwender anderer Betriebssysteme bietet iCloud Drive somit zahlreiche, im Alltag nützliche Funktionen an.

Systemanforderungen von iCloud Drive

Apple koppelt die Nutzung von iCloud Drive an unterschiedliche Bedingungen. Abhängig von der verwendeten Plattform gelten die folgenden Voraussetzungen:

  • iOS-Geräte (wie iPhone und iPad) benötigen mindestens iOS 13 (oder neuer).
  • Geräte mit macOS sollten mindestens das Catalina-Update aus dem Jahr 2019 installiert haben.
  • Für die Nutzung unter Windows 10 empfiehlt Apple mindestens das Update von Mai 2019.
  • Beim Zugriff über den Browser empfiehlt Apple mindestens Safari Version 9.1.

Zu beachten ist, dass iCloud Drive auch mit älteren Geräten und Softwareupdates funktionieren wird. Es kann jedoch sein, dass nicht alle modernen Funktionen auch für ältere Browser- oder OS-Varianten verfügbar sind. Zwingend notwendig ist außerdem die Nutzung einer Apple-ID, um auf iCloud zuzugreifen.

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