Toms Wochentipp: Personalnummern auf Profilkarten Neue Profilfelder in M365 rechtzeitig ausblenden

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

Ab Ende Oktober 2026 blendet Microsoft 365 auf Profilkarten elf weitere Felder ein, sobald im Verzeichnis ein Wert steht. Darunter sind Personalnummer, Kostenstelle und Postanschrift. Der Beitrag zeigt, welche Felder betroffen sind, wie Administratoren sie per Graph-API verbergen und wo diese Sperre endet.

Die neuen Felder in Profilkarten von Microsoft 365 lassen sich auch ausblenden.(Bild: ©  Phoenix AI Photo - stock.adobe.com / KI-generiert)
Die neuen Felder in Profilkarten von Microsoft 365 lassen sich auch ausblenden.
(Bild: © Phoenix AI Photo - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die Profilkarte öffnet sich in Outlook, Teams und der Copilot-App, sobald ein Nutzer auf einen Namen klickt. Elf optionale Felder blieben dort bisher verborgen, bis ein Administrator sie freigab. Mit der Meldung MC1438571 im Message Center kündigt Microsoft an, diese Vorgabe umzukehren. Ein befülltes Feld sehen danach alle Kollegen im Tenant.

Elf Felder werden standardmäßig sichtbar

Betroffen sind Personalnummer und Kostenstelle, außerdem Mitarbeitertyp, Rolle und Division. Hinzu kommen Straße, Postleitzahl und Bundesland, der Alias, die Faxnummer und der User Principal Name (UPN), also der Anmeldename in Entra ID. Die Werte stammen aus Entra ID, aus Copilot-Connectors für Personendaten oder aus den Organisationsdaten des Tenants. Ein leeres Attribut bleibt unsichtbar.

Nach der aktualisierten Meldung vom 22. September 2026 soll die Umstellung Ende Oktober 2026 beginnen. Geplant war zunächst Ende September. Administratoren sollten bis zum 31. Oktober 2026 handeln, denn Tenants ohne eigene Profilkarten-Konfiguration übernehmen die neue Vorgabe automatisch. An den gespeicherten Werten in Entra ID und den übrigen Quellen ändert die Umstellung nichts.

Felder per Graph-API ausblenden

Den Ist-Stand liefert eine GET-Anfrage an den Endpunkt „/admin/people/profileCardProperties“. Für jedes Feld, das verborgen bleiben soll, folgt eine POST-Anfrage an dieselbe Adresse. Der JSON-Body enthält „directoryPropertyName“ mit dem Attributnamen und „isVisible“ mit dem Wert false.

Die Attributnamen weichen teils von der Beschriftung auf der Karte ab. Die Personalnummer heißt „EmployeeId“, die Kostenstelle „CostCenter“ und der Mitarbeitertyp „EmployeeType“. Straße und Bundesland erwartet die API als „StreetAddress“ und „StateOrProvince“, die Postleitzahl als „PostalCode“. Jedes Feld braucht einen eigenen Aufruf, da die API keine Sammeloperation für mehrere Attribute bietet. Für delegierte Aufrufe benötigt das angemeldete Konto eine Administratorrolle im Tenant.

Ausblenden löscht keine Daten

Nach der Umstellung lassen sich die Felder auch im Admin Center steuern. Der Weg lautet „Settings → Org settings → People settings → „Profile card“. Bis eine Änderung auf allen Karten erscheint, vergehen bis zu 24 Stunden. Die Office-Desktop-Programme als Win32-Anwendungen lesen ihre Profilkarten-Vorgaben dagegen aus Registrierungsschlüsseln.

Ein verborgenes Feld verschwindet nur von der Karte. Der Wert bleibt im Profil gespeichert und erscheint weiter in anderen Diensten des Tenants. Eine HR-Anbindung, die Entra ID mit Personalnummer und Kostenstelle befüllt, macht diese Werte mit der Umstellung für die gesamte Belegschaft sichtbar. Attribute ohne fachlichen Zweck sollten Administratoren deshalb im Quellsystem löschen.

Zusammenfassung

Microsoft 365 kehrt bei elf Profilfeldern die Vorgabe um. Ab Ende Oktober 2026 erscheint jedes befüllte Attribut auf der Karte, bis ein Administrator das Feld sperrt. Die Graph-API verbirgt jedes Feld einzeln, das Admin Center folgt nach der Umstellung. Die Daten selbst bleiben in Entra ID oder den angebundenen Quellen erhalten.

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