One Data stellt drei neue Lösungen für die Modernisierung bestehender SAP-BW-Landschaften vor. Sie sollen Unternehmen dabei unterstützen, gewachsene Datenstrukturen zu analysieren, unnötige Komplexität abzubauen und Geschäftslogik auf moderne Datenplattformen zu übertragen. KI-gestützte Verfahren sollen den Migrationsaufwand reduzieren.
Mit drei neuen Lösungen will One Data die Modernisierung bestehender SAP-BW-Landschaften vereinfachen. KI-gestützte Verfahren sollen dabei helfen, unnötige Datenstrukturen abzubauen und Geschäftslogik auf moderne Cloud-Plattformen zu übertragen.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)
Das Softwareunternehmen One Data erweitert sein Portfolio für die SAP-BW-Modernisierung um drei miteinander verbundene Lösungen. Mit SAP Data Insights, SAP Data Optimization und Smart SAP BW Migration deckt der Anbieter künftig die Analyse bestehender Datenlandschaften, deren Optimierung sowie die anschließende Migration auf moderne Plattformen ab.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Ansatz, bei dem nicht sämtliche vorhandenen technischen Objekte übernommen werden. Stattdessen sollen Unternehmen zunächst ermitteln, welche Daten, Geschäftslogiken und Abhängigkeiten tatsächlich noch benötigt werden.
„Eine SAP-BW-Migration ist kein reiner Datentransport. Unternehmen müssen zunächst verstehen, welche fachliche Bedeutung hinter ihren bestehenden Strukturen steckt und welche davon auch künftig relevant ist“, erklärt Dr. Andreas Böhm, Gründer und CEO von One Data. Wer bestehende Strukturen ungeprüft übertrage, riskiere, die Komplexität der bisherigen Systeme in der Cloud fortzuführen.
Drei Lösungen für die SAP-BW-Transformation
Den Einstieg bildet SAP Data Insights. Die Lösung analysiert bestehende BW-Landschaften anhand ihrer Metadaten. Das sogenannte BW X-Ray Assessment untersucht unter anderem die Nutzung von Datenstrukturen, Abhängigkeiten, Redundanzen und nicht dokumentierte Geschäftslogik. Operative Geschäftsdaten müssen dafür nach Angaben des Unternehmens nicht bewegt werden.
Auf dieser Grundlage können Unternehmen entscheiden, welche Bestandteile ihrer bisherigen SAP-BW-Umgebung erhalten, zusammengeführt oder stillgelegt werden sollen.
SAP Data Optimization setzt anschließend bei der fachlichen Bewertung an. IT-Abteilungen und Fachbereiche sollen gemeinsam festlegen können, welche Daten und Geschäftslogiken für zukünftige Anwendungen relevant sind. Dazu gehören auch die Vereinheitlichung von KPI-Definitionen sowie die Berücksichtigung von Governance, Verantwortlichkeiten, Data Lineage und Data Contracts.
Mit Smart SAP BW Migration folgt schließlich die technische Umsetzung. Unterstützt werden Zielplattformen wie SAP Business Data Cloud, BW/4HANA, Snowflake und Databricks sowie hybride Architekturen.
Dabei kommen unter anderem automatisierte Analysen und KI-gestützte Verfahren zum Einsatz, die bestehende ABAP-Logik in SQL oder Python übertragen sollen.
Geschäftslogik soll erhalten bleiben
Eine zentrale Rolle spielt ein semantisches Modell der vorhandenen Datenlandschaft. Dieses verknüpft technische Strukturen mit ihrer fachlichen Bedeutung und macht sichtbar, wie Kennzahlen entstehen, welche Transformationen sie durchlaufen und in welchen Reports oder Geschäftsprozessen sie verwendet werden.
Damit adressiert One Data eine Herausforderung gewachsener SAP-BW-Systeme: Geschäftsrelevante Zusammenhänge sind häufig nur unvollständig dokumentiert oder einzelnen Mitarbeitenden bekannt.
Durch die Rekonstruktion dieser Abhängigkeiten soll das Wissen langfristig verfügbar bleiben und bei der Migration berücksichtigt werden.
Auf Basis des semantischen Modells können anschließend Datenprodukte entstehen, die neben den eigentlichen Daten auch Definitionen, Geschäftslogik, Verantwortlichkeiten und Qualitätsanforderungen enthalten.
One Data verspricht geringere Migrationskosten
Durch die vorgelagerte Analyse und Optimierung sollen Unternehmen vermeiden können, nicht mehr benötigte Strukturen in neue Cloud-Umgebungen zu übertragen.
One Data nennt für seinen Ansatz Einsparpotenziale von bis zu 80 Prozent bei Migrations- und Cloudkosten. Zudem sollen sich der Zeitaufwand für den Aufbau von Datenprodukten um 60 Prozent und der manuelle Data-Engineering-Aufwand um 50 Prozent reduzieren lassen. Bei der Data Discovery spricht das Unternehmen von einer Beschleunigung um 70 Prozent.
Stand: 08.12.2025
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Wie diese Werte ermittelt wurden und auf welche Vergleichsszenarien sie sich beziehen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Auch nach Abschluss der Migration soll das semantische Modell weiter genutzt werden. Es dient dann als fortlaufende Dokumentation der Datenlandschaft und bildet unter anderem Abhängigkeiten, Verantwortlichkeiten und Qualitätsanforderungen der Datenprodukte ab.
Damit will One Data nicht nur die technische Modernisierung von SAP-BW-Systemen unterstützen, sondern auch die Grundlage für eine langfristig verwaltbare Datenarchitektur und den Einsatz KI-basierter Anwendungen schaffen.