Mit Route 66 auf der „Straße der Unabhängigkeit“ Unit4 Agresso macht Elefanten zu Mücken

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Mehr als eine Million US-Dollar jährlich müssen mittelständische Unternehmen im Durchschnitt für die Anpassung und Aktualisierung ihres ERP-Systems zahlen. Fachabteilungen, die die IT-Infrastruktur nicht selbst modifizieren können, sind der Willkür und den Preislisten externen Supports ausgeliefert.

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Dabei müssen Unternehmen heute ihr Geschäftsmodell strategisch wie strukturell dem stetigen Wandel der Märkte und deren Herausforderungen angleichen. Nur: In den wenigsten Fällen macht das ERP-System diese Veränderungen von selbst mit und dann wird’s eben richtig teuer.

Mit „Route 66“, der neuen Version der ERP-Software Agresso Business World, will Unit4 Agresso der „Schreckensherrschaft“ großer Anbieter entgegen treten. Wie und warum erklärt Michael Mors, seit Mai dieses Jahres neuer Geschäftsführer, im Gespräch mit CloudComputing-Insider.de.

CloudComputing-Insider:

CloudComputing-Insider: Sie sprechen mit Ihrem Konzept sogenannte „Businesses Living In Change“, kurz BLINC, an. Was oder wer genau verbirgt sich dahinter?

Michael Mors: BLINC ist quasi unser Alleinstellungsmerkmal. Wir wollen Unternehmen helfen, die sich ständig verändern. Traditionell ist der ERP-Markt von – oft so genannten – „Elefanten-Systemen“ geprägt. Es dauert Jahre, sie zu implementieren. Meist sind sie, wenn sie dann implementiert sind, schon wieder veraltet. Und es kann Jahre dauern, bis Veränderungen im Unternehmen, auch im System abgebildet sind. Viele große Systemintegratoren können bestätigen, dass sie oft rein damit beschäftigt sind, Systeme auf den aktuellen Stand zu bringen, ohne damit einen eigentlichen Mehrwert zu erzielen. Das ist aber nicht mehr zeitgemäß.

Wo liegt das Problem?

Mors: Unternehmen heute verändern sich stetig, die meisten sind eben BLINC. Wer heute zum Beispiel eine regionale Struktur hat, will künftig daneben auch eine produktorientierte Struktur im Geschäftsmodell haben. So eine strategische Veränderung zieht meist Millionen an Kosten nach sich. Klassische ERP-Systeme lassen sich zwar gut einmal implementieren, reagieren dann aber nicht auf Veränderungen. Es ist eine Tatsache – und das bestätigen auch viele Studien – dass die Kosten nach der Implementierung von ERP-Systemen durch Anpassungsarbeiten in die Höhe schießen.

Das heißt, die herkömmlichen Systeme sind nicht flexibel genug?

Mors: Genau. Unser ERP-System, die Agresso Business World mit der neuesten Version „Route 66“, wurde bereits von Anfang an anders konzipiert. Immer mit dem Hintergedanken, dass es auch nach der Erstimplementierung weiter flexibel bleibt. Wir sprechen hier von einer Vita-Architektur – vita, wie das Leben. Sie erlaubt, Änderungen schnell und kostengünstig nachzuziehen. Wo andere vielleicht ein Jahr brauchen, schaffen wir das innerhalb dreier Monate. Wo andere externe Consultants oder Heerscharen von IT-Entwicklern brauchen, können die Anwender unseres Systems Änderungen selbst vornehmen. Es werden also keine eigens angestellten IT-Spezialisten gebraucht, sondern es reichen eingearbeitete Mitarbeiter einer Fachabteilung.

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Wie unterscheidet sich Ihr Ansatz dann im Vergleich zu anderen Anbietern und deren Produkte?

Mors: Der Markt verlangt zunehmend Lösungen, die vom Anwender selbst geändert werden können. Unser Prinzip war und ist, uns so nah wie möglich am Kunden zu bewegen – und keinen großen ERP-Elefanten zu schaffen. Unsere Software sollte vergleichbar sein mit anderen Nischenprodukten, wie sie aus dem Bereich für Business Intelligence bekannt sind. Gerade im Bereich der ERP-Systeme wurde in der Vergangenheit vieles nicht gut gemacht. Die Anbieter haben quasi erwartet, dass sich die komplette Organisation auf das System und sein Können einstellt, und nicht umgekehrt. Die BI-Welt war schon immer wesentlich flexibler als die ERP-Welt. Bei genauerer Betrachtung unseres Produktes sieht man hinsichtlich Architektur und Änderungsgeschwindigkeit keinen großen Unterschied mehr zu BI-Produkten.

Lesen Sie weiter, warum viele Unternehmen inzwischen bereit sind, den nicht ganz einfachen Wechsel auf flexiblere Systeme zu wagen.

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