Private und hybride Cloud mit VMware vCloud Suite betreiben

Software-Defined-Datacenter auf Basis von VMware vSphere

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

Die vCloud Suite von VMware erlaubt den Aufbau, Betrieb und das Management privater und hybrider Cloud-Umgebungen. Der Artikel beschreibt mögliche Einsatzszenarien und geht auf die verschiedenen Editionen und Lizenzmöglichkeiten ein.
Die vCloud Suite von VMware erlaubt den Aufbau, Betrieb und das Management privater und hybrider Cloud-Umgebungen. Der Artikel beschreibt mögliche Einsatzszenarien und geht auf die verschiedenen Editionen und Lizenzmöglichkeiten ein. (Bild: © leowolfert - Fotolia.com)

Mit der VMware vCloud Suite bietet VMware eine Sammlung verschiedener Produkte, mit denen sich Ressourcen im Netzwerk virtualisieren lassen. Möglich ist damit auch der Aufbau einer private Cloud-Umgebung.

Unternehmen, die nicht nur Server virtualisieren wollen, sondern Ressourcen flexibel verwalten und auch in einer privaten Cloud oder eine, Softwarebasierten Rechenzentrum nutzen wollen, erhalten mit der VMware vCloud Suite das ideale Paket.

Von der Virtualisierung, bis hin zum Disaster Recovery, einem Self-Service-Portal und Komponenten für das Provisioning und der Überwachung ist alles dabei, was eine private Cloud benötigt. Die vCloud Suite verbindet vSphere mit der VMware vRealize Suite, um eine private Cloud oder ein softwarebasiertes Rechenzentrum aufzubauen. VMware vCloud Suite bietet aber auch Funktionen für den Aufbau einer Hybrid Cloud, in der sich Cloud-Funktionen mehrerer Anbieter kombinieren lassen. In der Bildergalerie sind die einzelnen Funktionen genauer zu sehen.

Der größte Vorteil beim Einsatz der VMware vCloud Suite besteht darin, dass alle notwendigen Komponenten für ein Software-Defined-Datacenter, einer privaten Cloud, und einer hybriden Cloud enthalten sind. Unternehmen müssen nur eine Lizenz erwerben, und erhalten alle notwendigen Produkte. Seit 2016 bietet VMware die Suite wesentlich günstiger an, als eine getrennte Lizenzierung der einzelnen Produkte.

Virtualisierung mit vSphere - Das kann VMware vCloud Suite

Die Grundlage für die Virtualisierung der Cloud-Ressourcen über vCloud stellt vSphere dar, genauer gesagt vSphere Enterprise Plus. Mit dieser Lösung können Unternehmen die Server in der privaten Cloud oder im softwarebasierten Rechenzentrum virtualisieren. Damit die Server hochverfügbar zur Verfügung stehen, hilft VMware Site Recovery Manager (SRM). Dieses Produkt kümmert sich um das Disaster Recovery des virtualisierten Rechenzentrums.

Da vCloud Suite vor allem von größeren Unternehmen eingesetzt wird, macht es Sinn eine Delegierung und eine mandantenfähige Verwaltung zu integrieren, damit zum Beispiel einzelne Abteilungs-Administratoren eigene Ressourcen aus der Cloud anfragen, beziehen und verwalten können. Eindrücke zur Verwaltung sind in der Bildergalerie zu sehen.

Mit vRealize Automation wird ein Self-Service-Provisioning-Portal integriert. In diesem Zusammenhang spielen auch die Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Funktionen eine wichtige Rolle. Zusammen mit den anderen Produkten in der vCloud Suite erhalten Unternehmen damit Funktionen für VM-Provisioning, Abrechnung und Self-Service. Über Automation besteht auch die Möglichkeit Richtlinien zu integrieren. Hier integriert sich auch vRealize Business for Cloud, da sich hier eine automatisierte Cloud-Kostenberechnung durchführen lässt.

Die Überwachung und Steuerung der Ressourcen erfolgt mit vRealize Operations Manager. Durch die Lösung erhalten Unternehmen eine intelligente Steuerungsfunktion von vSphere 6. Zusätzlich lassen sich mit Operations Manager aber auch andere Bereiche überwachen, zum Beispiel der angebundene Speicher und Clouddienste, die mit der vSphere-Infrastruktur zusammenarbeiten. Mehr dazu ist in der Fotogalerie zu sehen.

Mit der vCloud Suite erhalten Unternehmen also zunächst die Virtualisierungsplattform vSphere, die von zusätzlichen Produkten zum Betrieb, Automatisierung und Betrieb erweitert werden.

Verschiedene Editionen und Lizenzen für alle Einsatzzwecke

Die VMware vRealize Suite wird mit der übertragbaren Lizenzierungseinheit (Portable License Unit; PLU) lizenziert, die Kunden die Flexibilität gewährt, Workloads zu verwalten, unabhängig davon, ob sie sich intern auf vSphere, Drittanbieter Hypervisors, physischen Servern oder unterstützten Public Clouds befinden.
Die VMware vRealize Suite wird mit der übertragbaren Lizenzierungseinheit (Portable License Unit; PLU) lizenziert, die Kunden die Flexibilität gewährt, Workloads zu verwalten, unabhängig davon, ob sie sich intern auf vSphere, Drittanbieter Hypervisors, physischen Servern oder unterstützten Public Clouds befinden. (Bild: VMware)

VMware vCloud Suite steht in den Editionen Standard, Advanced und Enterprise zur Verfügung. Dadurch erhalten Unternehmen eine sehr flexible Möglichkeit genau auf die Lizenzen zu setzen, die benötigt werden. Bei allen drei Editionen ist vSphere dabei. Bereits die Standard-Version verfügt über eine Lizenz für vSphere Enterprise Plus und vRealize Suite. Diese wird bei den Editionen Advanced und Enterprise um weitere Funktionen ergänzt. Die Funktionsunterschiede liegen vor allem im Umfang der erweiterten Funktionen. Die Advanced Edition verfügt über alle Funktionen der Standard-Edition und zusätzlich noch über vRealize Automation Advanced. In der Enterprise-Edition ist zusätzlich noch vRealize Operations dabei.

Setzen Unternehmen also auf vCloud Suite Advanced erhalten sie vSphere Enterprise Plus und vRealize Suite Advanced. Lizenzieren Unternehmen vSphere und vRealize getrennt, sind die Preise deutlich höher, als bei der gemeinsamen Lizenzierung der vCloud Suite.

Hinweis: Bei Wartungsverlängerungen müssen Unternehmen seit 2016 beide Komponenten verlängern, also vSphere und vRealize.

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