Kurzeinführung zu OpenStack

So werden Cloud-Rechenzentren konfiguriert

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IT-Ressourcen auf Tempo gebracht

OpenStack wird zwar als „Open Source Cloud Computing Software“ bezeichnet, dabei handelt es sich vielmehr um ein Software-Projekt, das als Basis für den Aufbau von Cloud-Infrastrukturen dient. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die freie Architektur, auf der die einzelnen Komponenten aufsetzen.
OpenStack wird zwar als „Open Source Cloud Computing Software“ bezeichnet, dabei handelt es sich vielmehr um ein Software-Projekt, das als Basis für den Aufbau von Cloud-Infrastrukturen dient. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die freie Architektur, auf der die einzelnen Komponenten aufsetzen.
(Bild: OpenStack / Linux Foundation)

Das Tempo in der Geschäftswelt nimmt nicht ab, was IT-Abteilungen vor besondere Herausforderungen stellt. Herkömmliche Systemumgebungen sind von langen Bereitstellungszyklen geprägt, angefangen beim Ankauf bestimmter Systeme, über die Integration in die physische Umgebung, bis hin zur kontinuierlichen Wartung und Instandsetzung. Die gleichmäßige Auslastung kann sich als schwierig erweisen, was zu Systemen mit geringer Nutzung führt.

Der virtualisierte Zugriff auf eine dynamische Infrastruktur hingegen vereinfacht die Bereitstellung und Anpassung von Ressourcen und beseitigt auch die Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter für die Instandhaltung oder Erweiterung einer Systemumgebung. Darüber hinaus führt der Wegfall der Anbieterbindung häufig zu einem besseren Service und Kostensenkungen.

Skalierung zur Bedarfsdeckung

Technologie bedarf im Lauf der Zeit regelmäßiger Anpassungen und erfordert dann häufig mehr Ressourcen, als während der Anschaffungsphase eingeplant wurde, die nicht selten Monate oder Jahre vor dem eigentlichen Projektbeginn liegt. Der Einsatz von verteilten Services und mehreren unabhängigen Schedulern in Cloud-Software erlaubt eine dynamische Erweiterung von Ressourcen.

Ein kleines Start-up mit 20 Knoten kann buchstäblich so schnell wachsen, wie es technische Ausrüstung hinzukaufen kann, vorausgesetzt, es hat von Anfang an auf Cloud-Nutzung gesetzt. Traditionell konnten die technischen Anforderungen bereits das vorzeitige Aus für ein bestimmtes Projekt bedeuten.

Mit der Verwendung von Public Clouds können Ressourcen mit wesentlich weniger Kosten bereitgestellt werden. Falls das neue Geschäftsmodell nicht erfolgreich ist, können die Ressourcen ohne Folgekosten, Wartungsaufwand oder Speicherbedarf wieder freigegeben werden. Unternehmen aller Größen stehen außerdem im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Cloud-Infrastrukturen reduzieren die Komplexität laufender Prozesse erheblich und erfordern immer das selbe Niveau an Fertigkeiten, egal ob es sich nur um einige wenige oder Tausende von Knoten handelt.

Die Vielzahl an Cloud-orientierten Anbietern hat zu einer großen Menge an gut ausgebildeten Arbeitskräften geführt, so dass sich Unternehmen nur noch die besten heraussuchen müssen.

Public Private Clouds

Kapazitätsplanung und Disaster Recovery können beim Management für schlaflose Nächte sorgen. Traditionelle Umgebungen müssen für die maximal zu erwartende Auslastung ausgelegt sein, die aber vielleicht nur an einigen Tagen des Jahres tatsächlich vorliegt. Ein Wasserrohrbruch kann zum Verlust von Produktionsanlagen führen und den gesamten Betrieb lahmlegen.

Um für das Unbekannte gewappnet zu sein, kann eine Private Cloud so konfiguriert werden, dass sie im Bedarfsfall Ressourcen einer Public Cloud verwendet. Sollten Kundenanfragen zu einem unvorhergesehenen Zeitpunkt aufschlagen, werden innerhalb kürzester Zeit zusätzliche Ressourcen hinzugeschaltet.

Für planbare Hochlastphasen, wie beispielsweise Quartalsabschlüsse oder das Feiertagsgeschäft, werden nur im tatsächlichen Bedarfsfall zusätzliche Ressourcen freigegeben. Sollte der Betrieb von einer Naturkatastrophe oder einer Havarie betroffen sein, können alle geschäftsrelevanten Anwendungen dank weltweiter Ressourcen in Public Clouds wiederhergestellt werden.

OpenStack ist vielleicht nicht die Antwort auf alle Anforderung einer dynamischen IT-Abteilung, aber es kann die erforderlich Flexibilität und Skalierbarkeit liefern und gleichzeitig die Anforderungen an Personal und physische Ressourcen minimieren.

Tim Serewicz ist Senior Instructor/Curriculum Developer, The Linux Foundation.
Tim Serewicz ist Senior Instructor/Curriculum Developer, The Linux Foundation.
(Bild: Linux Foundation)

Fazit

OpenStack ist zu einer unerlässlichen Option bei der Einrichtung, Konfiguration und Verwaltung von Datenzentren geworden. Die breite Verfügbarkeit an Entwicklern und Anwendern sowie die große Auswahl an Anbietern haben dafür gesorgt, dass es aus kleinen wie großen Datenzentren nicht mehr wegzudenken ist.

Der Autor und die Linux Foundation

* Tim Serewicz ist Senior Instructor/Curriculum Developer, The Linux Foundation, einem Zusammenschluss der Open Source Development Labs (OSDL) und der Free Standards Group. Ziel der Foundation ist es, das Wachstum von Linux und anderer Open Source Software zu unterstützen und zu fördern.

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