Mit Partner, Plan und Power-Plattform SAP S/4HANA-Transformation mit der richtigen Serverarchitektur

Ein Gastbeitrag von Anette Lörcher* 6 min Lesedauer

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Die Umstellung auf SAP S/4HANA bringt nicht nur komplexe Anforderungen mit sich, sondern eröffnet Unternehmen auch große Chancen. Mit der richtigen Serverarchitektur, einer soliden Planung und verlässlichen Partnern lässt sich dieses Potenzial voll ausschöpfen. Drei Praxisbeispiele zeigen, wie Unternehmen die Transformation erfolgreich meistern und welche Vorteile sie dabei erzielen.

SAP S/4HANA bietet Unternehmen die Möglichkeit Prozesse zu optiemieren. Um das Potenzial vollends zu nutzen sind die richtige Serverarchitektur, eine solide Planung und verlässliche Partner nötig.(Bild:  jullasart - stock.adobe.com)
SAP S/4HANA bietet Unternehmen die Möglichkeit Prozesse zu optiemieren. Um das Potenzial vollends zu nutzen sind die richtige Serverarchitektur, eine solide Planung und verlässliche Partner nötig.
(Bild: jullasart - stock.adobe.com)

Die Umstellung auf SAP S/4HANA stellt Unternehmen vor strategische, personelle und technische Herausforderungen. Obwohl SAP S/4HANA bereits seit fast 10 Jahren verfügbar ist, schreitet die Einführung deshalb langsam voran und steht bei zahlreichen SAP Kunden noch aus. Nun allerdings drängt die Zeit: Bis 2027 müssen Unternehmen ihre SAP ERP-Systeme auf SAP S/4HANA umstellen, da Wartung und Support für ältere Systeme dann auslaufen.

Vorteile, aber auch Herausforderungen: Hybrid-Cloud-Architekturen für SAP HANA

SAP S/4HANA bietet Vorteile für die voranschreitende Digitalisierung, darunter die Automatisierung von Prozessen sowie die Integration von Big Data und Cloud-Technologien, Echtzeit-Analysen sowie eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Anwendungen. Unkompliziert ist die Migration allerdings nicht. Eine sorgfältige Planung mit klarer Roadmap hilft, die Transformation zu bewältigen, das volle Potenzial zu erschließen und Effizienzgewinne zu realisieren.

Bei der anstehenden Umstellung müssen Unternehmen Grundsatzentscheidungen treffen, etwa über die gleichzeitige Überführung in eine Cloud-Infrastruktur. Der Betrieb in hybriden Cloud-Umgebungen mit Plattformen wie „IBM Power“ verbindet eine skalierbare, flexible Infrastruktur mit der Sicherheit und Kontrolle einer privaten Cloud. Eine solche Architektur erlaubt es, den steigenden Anforderungen an Datenverarbeitung und -speicherung gerecht zu werden, während kritische Anwendungen effizient verwaltet werden können.

Erleichtern kann die Cloud-Migration das Betriebsmodell „Rise with SAP“. Die Plattform stellt flexible Infrastrukturoptionen für den Betrieb von SAP S/4HANA-Anwendungen bereit, zu denen auch IBM Power zählt. Die Kombination von IBM Power und SAP Rise ermöglicht es Unternehmen, ihre bestehende On-Prem-Infrastruktur zu erweitern und schrittweise in die Cloud zu überführen.

Ressourcenmangel und die Rolle von SAP-Partnern bei der Umstellung auf SAP S/4HANA

Eine Studie von Techconsult und Axians Deutschland zeigt auf, womit Unternehmen künftig konfrontiert werden. Eine zentrale Herausforderung ist der Aufwand, der durch die Komplexität der Datenmigration und die Integration von Altsystemen entsteht. Viele Unternehmen können diese Anforderungen nicht mit internen Ressourcen bewältigen, zumal der Fachkräftemangel im IT-Bereich vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die außerhalb großer Städte angesiedelt sind, hoch ist.

Wichtig ist auch ein übergreifendes Projekt-, Change- und Transformations-Management, das alle relevanten Stakeholder aus den Fachbereichen frühzeitig einbindet. Da die notwendigen Anpassungen von Geschäftsprozessen häufig erst während der Umstellung erkannt werden, kommt es sonst schnell zu Verzögerungen, die Aufwand und Kosten explodieren lassen. Unternehmen benötigen deshalb klare Transformations-Roadmaps, bei deren Erstellung und Umsetzung sie sich Unterstützung von SAP Consulting-Partnern, wie zum Beispiel IBM Consulting Services, erhoffen.

Sie sollen helfen, den internen Ressourcenmangel zu kompensieren. Die Studie zeigt, dass die Erwartungen an Beratungskompetenz und Leistungspalette externer Partner hoch sind. Gleichzeitig klagen viele Entscheider über enttäuschte Erwartungen und unzureichende Unterstützung. Auch hier gilt also: Augen auf bei der Partnerwahl.

Beispiele für die erfolgreiche SAP S/4HANA-Migration

Unternehmen versprechen sich von Transformationsprojekten meist mehr Agilität, Flexibilität und Effizienz. Je nach Geschäftsmodell können sich die konkreten, unternehmensspezifischen Ziele bei der Migration auf SAP S/4HANA jedoch deutlich unterscheiden. Bei Oediv, einem SAP-Hosting-Partner, lag der Fokus auf der Bereitstellung flexibler und standardisierter Lösungen für Kunden.

Durch die Rationalisierung von Prozessen und die Erschließung neuer Effizienzpotenziale kann Oediv SAP S/4HANA für fast jedes Unternehmen zugänglich machen, insbesondere für kleinere Unternehmen. Oediv strebte mit SAP S/4HANA auf IBM Power als Private-Cloud-Service an, die Servicegeschwindigkeit für seine Kunden zu erhöhen, Kosten zu senken und gleichzeitig eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten.

UMB, ein Schweizer IT-Dienstleister, setzte dagegen für seine Managed Services auf das Konsolidierungspotenzial von SAP-HANA Systemen, um Betriebskosten zu senken und die Skalierbarkeit zu verbessern. Für UMB war es essenziell, SAP-HANA effizienter als „Service“ anzubieten und die Systemarchitektur zu vereinfachen. Auch bei Winterhalter, ein Hersteller von gewerblichen Spülmaschinen, stand die Verbesserung der Skalierbarkeit weit oben auf der Wunschliste. Im Zuge der eigenen Nachhaltigkeitsbemühungen sollte die Transformation darüber hinaus für mehr Energieeffizienz sorgen.

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Modernisierung durch Migration erreicht

Die Umsetzung der SAP S/4HANA Migration war in allen drei Fällen ein Erfolg. Oediv, UMB und Winterhalter konnten ihre IT-Landschaften modernisieren und gleichzeitig ihre Betriebskosten senken. Alle drei Unternehmen entschieden sich für „IBM Power10“-Server, um ihre SAP S/4HANA Landschaften zu betreiben.

Oediv setzte stark auf die Automatisierung von Standardprozessen und die Virtualisierung seiner Infrastruktur, um Kunden mehr Flexibilität zu bieten. Die Server erlaubten es, unterschiedliche Betriebssysteme und Anwendungen effizient zu betreiben, was Bereitstellungszeiten deutlich verkürzte und Betriebskosten senkte.

UMB nutzte die IBM Power-Plattform, um die Verfügbarkeit zu steigern und Wartungsfenster zu reduzieren. UMB konnte dank der hohen Skalierbarkeit seine SAP Systeme vertikal erweitern, ohne dass komplexe Cluster erforderlich wurden. Winterhalter nahm bei der Umstellung die Unterstützung eines IBM-Business-Partners in Anspruch und zeigt sich ebenfalls zufrieden. Der Spülmaschinenhersteller profitiert von der Konsolidierung seiner Serverlandschaft und konnte den Energieverbrauch für seine Serverlandschaft durch die energieeffizienteren Prozessoren der Power10-Familie deutlich senken.

IBM Power10 als wesentlicher Technologiebaustein für die Migration auf SAP S/4HANA

Die Entscheidung aller drei Unternehmen, auf IBM Power10-Server zu setzen, war strategisch geprägt. Denn IBM Power10 bietet eine Plattform, die gezielt für die Anforderungen von SAP-HANA optimiert ist und große Rechen- und Speicherkapazitäten bereitstellt. Diese hohe Leistung ermöglicht es, SAP-HANA-Datenbanken schnell und effizient zu betreiben, was zu einer Reduzierung von Wartungsintervallen und Ausfallzeiten führt.

So konnte UMB durch den Einsatz von Power10 die Betriebskosten für SAP-HANA um 25 Prozent senken, während gleichzeitig die Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit verbessert wurden. Zudem ermöglichte die Flexibilität der IBM Power-Plattform UMB, SAP HANA-Workloads problemlos vertikal zu skalieren, ohne die Komplexität und Kosten durch Clusterbildung zu erhöhen.

Auch Winterhalter und Oediv profitierten von der hohen Zuverlässigkeit und Effizienz von IBM Power10. Winterhalter gestaltete durch die Konsolidierung von sieben auf vier Server seine IT-Landschaft schlanker und leistungsfähiger und verzeichnete dadurch über einen Zeitraum von fünf Jahren Energieeinsparungen von mehr als 80 Prozent. Oediv nutzte IBM Power10 in Kombination mit Virtualisierungsumgebungen wie IBM PowerVC und „Live Partition Mobility“, um Wartungsarbeiten durchzuführen, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.

Diese Flexibilität ermöglicht es Oediv, 1.500 Live Partition Mobility-Operationen pro Monat durchzuführen und damit die Effizienz und Verfügbarkeit für Kunden erheblich zu steigern. Die Automatisierung auf der IBM Power-Plattform spart Oediv laut Team Manager Dominik Münch etwa 200 Arbeitsstunden pro Monat.

Solide Grundlage für künftige Digitalisierungsprojekte

Die Migration auf SAP S/4HANA ist eine Herausforderung, die jedoch enorme Chancen bietet. Die Beispiele zeigen, dass die richtige Serverarchitektur die Transformation erleichtern und Energiesparpotenziale sowie Effizienzgewinne erschließen kann. Mit einer klaren Transformationsstrategie können Unternehmen nicht nur Kosten senken, sondern sich auch für künftige Projekte in Bereichen wie Internet of Things (IoT), Automatisierung, künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) aufstellen.

Um das Potenzial auszuschöpfen, sollten sie ihre SAP S/4HANA-Migration frühzeitig, mit Blick auf künftige Anforderungen und mit einem klaren Fokus auf die passende Architektur angehen. Geeignete Partner helfen, unter der Vielzahl der Lösungen die zum eigenen Geschäftsmodell und den Migrationszielen passende auszuwählen und erfolgreich zu implementieren.

Mehr zum Thema: SAP S/4HANA und IBM Power-Plattform

Die Kombination von SAP S/4HANA und der IBM Power-Plattform bietet IT-Teams hohe Flexibilität und Leistung. IBM Power10-Server sind optimal für SAP HANA-Workloads ausgelegt und liefern enorme Rechenkapazitäten bei gleichzeitig effizienter Verwaltung großer Datenmengen.

Zusätzliche Technologien und Tools sorgen für weitere Effizienzgewinne. Mit dem OpenStack-basierten Power Virtualization Center (PowerVC) können virtuelle Maschinen automatisch provisioniert und verwaltet werden, was die Verwaltung komplexer SAP-Umgebungen vereinfacht.

Die Red Hat Ansible Automation Platform ergänzt dies durch die Automatisierung von Konfigurations- und Wartungsprozessen. Die speziell für IBM Power-Server konzipierte Live Partition Mobility ermöglicht das unterbrechungsfreie Verschieben laufender SAP-Workloads zwischen verschiedenen Instanzen.

Das reduziert Ausfallzeiten und optimiert die Verfügbarkeit bei Wartungsarbeiten, indem Workloads dynamisch und unterbrechungsfrei verschoben werden können. Alle Technologien können sowohl in On-Premises- als auch in Hybrid-Cloud-Umgebungen betrieben werden.


* Die Autorin Anette Lörcher ist SAP HANA on Power Product Manager bei IBM.

Bildquelle: IBM

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