Virtualisieren einfach ´mal ausprobieren

Professioneller Umgang mit Oracle Virtual Box in 10 Schritten

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Virtual Box von Oracle lässt sich auch professionell betreiben, von vielen Clients aus.
Virtual Box von Oracle lässt sich auch professionell betreiben, von vielen Clients aus. (Bild: © chungking - Fotolia)

Mit „Oracle Virtual Box“ können Administratoren die Virtualisierung von Servern sowie Desktops kostenlos ausprobieren. Das klappt mit einer Web-basierten, verteilten Installation auf einem dedizierten Server auch unter professionellen Bedingungen, so dass sie bei kleineren Projekten auch ganz auf eine andere Lösung verzichten könnten.

Oracle Virtual Box ist als typischer Typ-2-Hypervisor primär für den Desktop-Einsatz konzipiert. Die Software lässt sich aber mit entsprechendem Know-how auch zur Server-Konsolidierung nutzen, wobei Administratoren obendrein von weiteren Vorteilen des Produkts profitieren.

Das sind die Vorteile von Oracle Virtual Box:

  • Dank der integrierten Gastsystemerweiterungen, einschließlich eines performanten Grafiktreibers können sie unter Virtual Box auch Desktop-Betriebssysteme sinnvoll einsetzen.
  • Virtual Box 4.3.10 unterstützt in virtuellen Maschinen USB-Touch-Geräte, etwa für den Einsatz von Windows 8.1 als Gastsystem.
  • Es bietet eine verbesserte 3-D-Beschleunigung mit Transparenzeffekten und einen Multimonitorbetrieb.
  • Mit der integrierten Webcam lassen sich auch Video-Konferenzen in einer virtuellen Maschine nutzen.
  • Wahlweise kann eine komplette Sitzung in der virtuellen Maschine aufgezeichnet werden.

So lässt sich Virtual Box auf Servern nutzen:

Essenziell für den Einsatz von Oracle Virtual Box als professionelle Virtualisierungslösung ist, dass der eigentliche Hypervisor-Betrieb sowie das Verwalten und das Anzeigen der VMs auch auf verschiedenen Rechnern stattfinden können. Normalerweise installieren Admins Produkte dieser Art auf dem gleichen (Desktop-)Rechner als gewöhnliche Anwendung.

Die grafische Oberfläche von Virtual Box dient dann gleichermaßen zur Administration und zur Anzeige der VMs. Für den verteilten Betrieb installieren sie Virtual Box jedoch stattdessen auf dem Virtualisierungs-Server.

Virtual Box for Mac OS X. Hier läuft Windows 7.
Virtual Box for Mac OS X. Hier läuft Windows 7. (Bild: Oracle)

Ergänzendes zum Thema
 
Das Fazit des Autors

Der muss noch nicht einmal eine grafische Oberfläche haben. Virtual Box installiert nämlich neben der grafischen „Qt“-Oberfläche eine noch leistungsfähigere CLI-Schnittstelle mit der Bezeichnung „VBox Manage“.

Diese bietet zahlreiche Funktionen zur Automatisierung und zur Fernsteuerung der Administration. Es genügt daher, wenn sie sich via SSH mit dem Virtual-Box-Server verbinden und dann die virtuellen Maschinen vollständig über das Kommando-Interface steuern.

So zeigt

ssh <Server> -l <Benutzer> -t VBoxManage list vms

sämtliche UIDs der auf dem entfernten Server „<Server>“ registrierten virtuellen Maschinen an.

So lassen sich VMs mit einem RDP-Client nutzen:

Der Bildschirmzugriff erfolgt dann Client-seitig über einen beliebigen Remote-Desktop-Client, sofern der Admin auf der Server-Seite das Extension Pack von Virtual Box installieren. Dieses lässt sich kostenlos von der Virtual-Box-Seite www.virtualbox.org herunter laden.

Virtua lBox for Windows. In der Anwendung läuft hier Ubuntu 10.10.
Virtua lBox for Windows. In der Anwendung läuft hier Ubuntu 10.10. (Bild: Oracle)

Es steht aber im Gegensatz zu Virtual Box selbst nicht unter einer Open-Source-Lizenz, weil es unter anderem einen RDP-Server enthält. Mit dem lässt sich über das Netzwerk auf die Bildschirminhalte virtueller Maschinen zugreifen.

Bei einem Linux-Arbeitsplatz können Administratoren einen von vielen RDP-Clients aus den Paketquellen ihrer Distribution verwenden, wie. „Remmina-Desktop-Client“, den sie zum Beispiel bei allen auf Red Hat basierenden Distributionen mit

yum install remmina

Installieren. Bei Windows hingegen ist ein RDP-Client unter „/Zubehör

/ Remotedesktopverbindung“ bereits enthalten.

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