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Unterstützung für PHP 7.2, MSI und Virtual File System ownCloud mit ONLYOFFICE integriert

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mit dem jetzt präsentierten Release 10.0.10 bietet ownCloud mehr Performance, verbesserte Suchoptionen sowie einen nativen Schutz vor Brute-Force-Angriffen. Zudem kündigt der Anbieter einen aktualisierten Desktop-Client und eine ONLYOFFICE-Integration mit an.

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Nach dem Update sollen auch Dateiuploads per Web-Interface zuverlässiger als bisher funktionieren.
Nach dem Update sollen auch Dateiuploads per Web-Interface zuverlässiger als bisher funktionieren.
(Bild: ownCloud GmbH)

Zur diesjährigen ownCloud Conference im September hat ownCloud neben neuen Versionen seiner Software für Datensynchronisation und Collaboration auch eine weitere Partnerschaft präsentiert. Dank der könnten Anwender künftig die Bürosoftware ONLYOFFICE des Anbieters Ascensio System SIA nutzen, um in ownCloud abgelegte Dokumente zu bearbeiten. Mit der Möglichkeit ergänzt ownCloud die bereits bestehende, „erfolgreiche“ Partnerschaft mit Collabora Office.

Abschied von altem PHP und neue Onboarding-Optionen

Mit Version 10.0.10 bereitet ownCloud zudem den Abschied auslaufender PHP-Versionen vor. Das Release soll nicht nur zuverlässig mit PHP 7.2 laufen, sondern so auch mehr Leistung bieten. Ab Ende 2018 will der Anbieter dann PHP 7.3 unterstützen und empfiehlt seinen Nutzern einen baldigen Umstieg von PHP 5.6 respektive 7.0.

Des Weiteren wurde das Procedere für das Anlegen neuer lokaler Anwender einfacher und sicherer gestaltet: Dabei legen Administratoren nun nicht mehr zwingend das Passwort für neue Nutzer fest, sondern können alternativ einen Aktivierungslink per E-Mail verschicken.

HTTP-API für Suchfunktion, Protection gegen Brute Force

Erstmals integriere ownCloud Server 10.0.10 zudem eine HTTP-API für die Suche. Über künftige Client-Programme werden Anwender damit Inhalte auf dem Server suchen können, ohne dass diese lokal verfügbar sein müssen. In einer demnächst verfügbaren Community Edition solle das Feature auch mit einer Volltextsuche kombiniert werden.

Per „Brute Force Protection“-Erweiterung könnten Administratoren Attacken des Weiteren stoppen, die Benutzerpasswörter systematisch durchprobieren: Schlagen Anmeldeversuche von einer IP-Adresse wiederholt fehl, bremse die App Angreifer mit einer zusätzlichen Verzögerung aus.

Upload-Funktion per Web-Interface verbessert

Schließlich sollen mit ownCloud 10.0.10 auch Dateiuploads per Web-Interface zuverlässiger als bisher funktionieren. Ergänzend zum Chunking-Mechanismus stelle eine zusätzliche Funktion sicher, dass blockierte Chunks erneut hochgeladen werden können. Bislang hätten Nutzer Uploads nach Unterbrechungen oder Timeouts schlimmstenfalls komplett neu starten müssen.

Desktop-Client 2.5.0 mit Virtual File System

Gemeinsam mit der Server-Software wurde auch Version 2.5.0 des Desktop Clients vorgestellt. Der solle nun per Virtual File System lokalen Speicherplatz sparen.

Außerdem will der Anbieter die Sync-Leistung deutlich verbessert haben, indem unnötige Dateiscan-Prozesse entfernt wurden.

Der Client informiere zudem Nutzer rechtzeitig über sicherheitsrelevante Client- oder Server-Updates. Als weitere neue Features nennt ownCloud einen verbesserten Freigabe-Dialog, ein erweitertes Kontextmenü, die Integration in den Datei-Explorer von Windows 10 sowie von Microsoft Office.

Mit dem jetzigen Release wird der ownCloud Desktop Sync Client für Windows als Windows Installer (*.MSI) ausgeliefert. Damit sei die Software mit einer Reihe professioneller Deployment-Tools kompatibel. Die Einbindung von MSI bilde außerdem die technische Basis für weitere Konfigurationsmöglichkeiten in Zukunft.

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