„Bring Your Own License“

Oracle stellt neue Cloud-Lizenz- und Nutzungsmodelle vor

| Redakteur: Florian Karlstetter

Kunden von Oracle können ihre klassischen On-Premises-Lizenzen jetzt auch in die Cloud mitnehmen.
Kunden von Oracle können ihre klassischen On-Premises-Lizenzen jetzt auch in die Cloud mitnehmen. (Bild: gemeinfrei (geralt / pixabay) / CC0)

Künftig können Unternehmen, die bereits über On-Premises-Lizenzen von Oracle verfügen, diese auch für Platform-as-a-Service (PaaS) nutzen. Mit den neuen Universal Credits haben Kunden außerdem die Möglichkeit, ein Prepaid-Guthaben für Cloud-Services zu erwerben.

Oracle-Chef Larry Ellison hat auf einer Veranstaltung zwei neue Cloud-Angebote vorgestellt. Künftig können Unternehmen, die bereits über klassische On-Premises-Lizenzen verfügen, diese auch für Platform-as-a-Service (PaaS) nutzen - bei Oracle heißt das dann „Bring Your Own License to PaaS“. Damit soll der Wechsel in die Cloud nicht nur einfacher, sondern auch kostengünstiger werden. Ebenfalls neu sind „Universal Credits“, mit denen Kunden ein Prepaid-Guthaben für Cloud-Services erwerben können. Das Guthaben soll flexibel für alle bestehenden und künftigen Dienste in der Oracle Cloud und der Oracle Cloud at Customer nutzbar sein.

„Mit unseren neuen Lizenz- und Nutzungsmodellen bieten wir mehr Flexibilität und Wahlmöglichkeiten“, erklärt Larry Ellison, Executive Chairman of the Board und CTO bei Oracle. „Dadurch verändern wir die Art und Weise, wie Unternehmen Cloud Services buchen und nutzen, komplett. Wir kombinieren die günstigsten Preise mit der höchsten Performance und mehr Automatisierung, um unseren Kunden niedrigere Gesamtbetriebskosten zu ermöglichen.“

Die Vorteile der Cloud direkt nutzbar machen

Zunehmend mehr Unternehmen erkennen die Vorteile der Cloud, möchten aber nicht zwischen niedrigeren Kosten und mehr Flexibilität wählen müssen. Außerdem finden sie die Cloud zu komplex und vermissen die Möglichkeit, Ausgaben auf verschiedene Services zu verteilen. Unternehmen wünschen sich mehr Transparenz und Kontrolle über die Cloud-Kosten.

Zudem konnten sie bisher von ihren Investitionen in On-Premises-Software nur bedingt in der Cloud profitieren. Sie beschränkten sich auf Infrastructure-as-a-Service (IaaS) oder verzichteten bei PaaS auf essenzielle Datenbankfunktionen. Mit den neuen Angeboten geht Oracle auf diese Herausforderungen ein: „Bring Your Own License“ (BYOL) und „Universal Credits“ verbessern und vereinfachen die Möglichkeiten, wie Kunden Cloud-Services buchen und nutzen können.

PaaS: Lizenzen in die Cloud mitnehmen

Bisher konnten Kunden ihre bestehenden On-Premises-Lizenzen schon für IaaS nutzen. Nun weitet Oracle dieses Angebot auch auf PaaS aus; es gilt unter anderem für Datenbanken, Middleware und Analytics-Services von Oracle. Die Lizenzen werden auf Cloud-Services angerechnet, sodass sich der PaaS-Preis auf einen Bruchteil reduziert, so Oracle. Im Vergleich zu On-Premises-Umgebungen sollen sich außerdem weitere Vorteile wie ein höherer Grad an Automatisierung realisieren lassen.

Universal Credits: PaaS- und IaaS-Services flexibel nach Bedarf nutzen

Mit Universal Credits führt Oracle zudem ein flexibles Kauf- und Nutzungsmodell ein. Kunden erwerben dabei ein Guthaben, das sie ganz nach Bedarf für alle aktuellen und künftigen Oracle PaaS- und IaaS-Services einsetzen können. Das Angebot gilt für die Oracle Cloud und die Oracle Cloud at Customer. Über dieses Modell sollen Unternehmen von günstigeren Preisen profitieren; außerdem behalten sie ihre Kosten immer im Blick und vereinfachen das Lizenz-Management. Mit nur einem Vertrag haben sie Zugang zum gesamten Oracle Cloud-Portfolio. Sie können flexibel zwischen verschiedenen PaaS- und IaaS-Services wechseln, ohne dass der Vertrag dafür geändert werden muss. Auch neue Dienste können Kunden sofort mit ihren Universal Credits nutzen, sobald diese verfügbar sind. Sie haben die Möglichkeit, ein Upgrade für Services zu erwerben, diese zu erweitern oder von einem Rechenzentrum in ein anderes zu übertragen.

Die neuen Oracle Angebote Universal Credits und Bring Your Own License für PaaS sind ab dem 25. September 2017 verfügbar und gelten für Oracle Cloud und Oracle Cloud at Customer.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44901521 / Lizenzmanagement)

Content-Listing

Herausforderung in Active Directory erkennen und lösen

Erst Drittanbieter-Tools machen das AD praktikabel

Herausforderung in Active Directory erkennen und lösen

Microsoft Active Directory (AD) ist eine gut skalierbare Lösung zur Verwaltung von Benutzern und Ressourcen sowie für die Authentifizierung in einer Windows-Umgebung. Allerdings stoßen Systemadministratoren hier regelmäßig auf besondere Herausforderungen. Eine Vorabbetrachtung lohnt sich daher. lesen

Newsletter

Hackathon im Zeichen der Wissenschaft
Cloud-Provider Alibaba schreibt mit DLR KI-Wettbewerb aus
Der Cloud-Provider Alibaba möchte in Deutschland und Europa bekannter werden und gleichzeitig neue KI-Algorithmen generieren. Nun läuft ein Programmierwettbewerb an, der den Gewinnern den Zugang zum chinesischen Markt eröffnen könnte. weiterlesen