Supply Chain Management und Predictive Analytics aus einem Guss

Optimierung und Automatisierung von Nachfrageprognosen

| Redakteur: Florian Karlstetter

Wenn Wetterumschwünge, Kampagnen und Großereignisse Getränkemärkte unter Druck setzen, helfen moderne SCM-Systeme bei der Nachfrageprognostizierung und Bestandsoptimierung.
Wenn Wetterumschwünge, Kampagnen und Großereignisse Getränkemärkte unter Druck setzen, helfen moderne SCM-Systeme bei der Nachfrageprognostizierung und Bestandsoptimierung. (© Ingo Bartussek Fotolia)

Relex Solutions bietet eine SaaS-basierte Supply Chain Management-Lösung für Groß- und Einzelhändler, Vertriebspartner und Hersteller an. Die Software beruht auf einer spaltenbasierten Big-Data-Datenbank, mit der Bestände und Verfügbarkeiten in Echtzeit dargestellt werden können.

Die Relex-Lösung basiert auf einer spaltenbasierten Datenbank, die eine extreme Komprimierung der Datensätze ermöglicht. So kann die Datenbank In-Memory betrieben und selbst aus großen Datenströmen sofortige Ergebnisse gewonnen werden. Nutzer erhalten damit in Echtzeit eine detaillierte Übersicht über Bestände und Verfügbarkeiten. Darüber hinaus ermöglicht die Lösung differenzierte Nachfrageprognosen auf Basis historischer Absatzmuster.

Anhand eines Praxisbeispiels erläutert Michael Hoffmann, Business Development Manager bei Relex, wie sich mit der Lösung Bestände im Getränkehandel um 30 Prozent reduzieren lassen.

Planungssicherheit im Getränkehandel

Die Sommermonate sind für Getränkehändler meist die lukrativste Zeit des Jahres. Sie können aber auch eine kritische Phase bedeuten: Unbeständiges Wetter, Produktkampagnen, Urlaubszeit und Großereignisse sorgen für erhebliche Nachfrageschwankungen. Hilfreich ist hier eine Supply-Chain-Management-Software, die bei ihren Prognosen nicht allein Wettervorhersagen, sondern auch eine Vielzahl externer und interner Faktoren wie beispielsweise Lager- oder Transportkapazitäten berücksichtigt.

Eine solche Big-Data-Lösung bietet die SCM-Software von Relex Solutions. Durch eine spaltenorientierte Datenbank lassen sich große Datenmengen zu Umschlagmustern, Produktreichweiten, Haltbarkeitszeiten oder Kampagnen in Echtzeit abrufen und analysieren. Somit ermöglicht das SCM-System ein automatisches Bestandsmanagement, bedarfsgerechte Sortimentsplanung und eine präzise Nachfrageprognostizierung.

Kommt es im Sommer zu einer plötzlichen Hitzewelle, werden Getränkebestände der Nachfrage nicht immer gerecht. Der Bedarf für unterschiedlichste Produkte schnellt unerwartet in die Höhe, darunter auch B- und C-Artikel. In dieser Situation sind viele Händler gezwungen, diese Produkte gezielt nachzubestellen, um den kurzfristig erhöhten Bedarf schnell zu decken. Der Zeitpunkt der Hauptbestellung ist dann oft versäumt, Mindestbestellmengen oder Frachtfreigrenzen werden nicht erreicht. Auch bei A-Artikeln entstehen in den Sommermonaten Engpässe: Überraschender zusätzlicher Bedarf kann meist nicht rechtzeitig bei den Herstellern angemeldet werden. Diese verteilen dann die wenige vorhandene Ware in kleineren Mengen auf mehrere Händler.

All dies treibt die Transportkosten in die Höhe und verursacht einen erheblichen Arbeitsaufwand: Die Anzahl der Bestellvorgänge, Fahrten und Wareneingänge vervielfacht sich. Das kostet Zeit, die Filial- und Lagerleiter in der Hauptsaison eigentlich bräuchten, um aktiv ihren Output zu erhöhen. Neben Liefer- und Personalengpässen drohen auch unzureichende Lagerkapazitäten: Trotz überfüllter Lager geht Umsatz verloren, da bestimmte Produkte nicht verfügbar sind und die Allokation stockt. Fällt hingegen das Temperaturbarometer kurzfristig, sinkt auch der Bedarf an Getränken: Die Waren und somit auch das Kapital bleiben im Lager. Insbesondere bei Getränken mit einer kurzen Haltbarkeit oder bei saisonalen Artikeln bedeutet dies ein Verlustgeschäft.

Die Lösung: Bestandsoptimierung

Gerade in der Hochsaison müssen Getränkehändler eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigen, welche die Nachfrage und die Disposition beeinflussen. Diese werden jedoch von den wenigsten ERP-Systemen ausreichend abgebildet. Zwar können sie Mindest- und Maximalmengen oder Vergangenheitswerte in Bestellvorschläge einbeziehen, sie liefern jedoch keine verlässliche Bedarfsprognose, die sich aus mehreren Faktoren zusammensetzt. Zu erwartende Absatzmengen bei Sonderereignissen oder Kampagnen müssen daher oft nach Bauchgefühl geschätzt werden.

Das System erinnert Nutzer an notwendige Bestellungen, warnt vor drohenden Regallücken und minimiert auf diese Weise unnötig hohe Logistikkosten für kleine Nachbestellungen.
Das System erinnert Nutzer an notwendige Bestellungen, warnt vor drohenden Regallücken und minimiert auf diese Weise unnötig hohe Logistikkosten für kleine Nachbestellungen. (Bild: Relex Solutions)

Hier setzt die Software von Relex an: Das System berücksichtigt bei seinen Berechnungen über 3.000 Kombinationen aus verschiedenen Prognosemodellen und diversen Parametern. Dazu zählen unter anderem die Umschlagmuster aus den Vorjahren mit saisonalen Effekten, Produktreichweiten oder Haltbarkeitszeiten, Mindestbestellmengen oder Frachtfreigrenzen. Beispielsweise prognostiziert die Lösung anhand von historischen Vergleichsdaten den durch eine bevorstehende Kampagne entstehenden Bedarf. Damit ermöglicht die Software ein effizientes Bestands-, Saison- und Kampagnenmanagement, bei dem der damit verbundene Dispositionsprozess zu mindestens 80 Prozent automatisiert abläuft. So erinnert das System an notwendige Bestellungen, warnt vor drohenden Regallücken, errechnet optimale Bestellmengen und minimiert auf diese Weise die Logistikkosten für Nachbestellungen. Sowohl im regulären Betrieb als auch in Ausnahmesituationen werden Bestände damit effizient verwaltet und bedarfsgerecht optimiert.

Echtzeit-Auswertungen

Per Knopfdruck erhalten Nutzer Echtzeit-Auswertungen der Leistung von Lieferanten, der Schnelldreher und Ladenhüter sowie der historischen und aktuellen Verfügbarkeit. Anders als übliche SCM-Systeme hinterlegt die Big-Data-Lösung von Relex die granularen Stammdaten in einer eigenen, spaltenorientierten Datenbank. Das Spaltenlayout bewirkt eine extreme Komprimierung der Massen von Datensätze. Daher kann die gesamte Datenbank In-Memory, also im Arbeitsspeicher, betrieben werden. Große Datenmengen werden auf diese Weise über 100-mal schneller verarbeitet als mit herkömmlichen Systemen.

So erhalten die Nutzer in Echtzeit eine detaillierte Übersicht über die Bestände oder Verfügbarkeiten. Auch differenzierte Nachfrageprognosen sind möglich, die beispielsweise Details wie historische Absatzmuster auf Produkt-Standort-Ebene berücksichtigen. Auf diese Weise lassen sich die Bestände typischerweise um 30 Prozent reduzieren und die Verfügbarkeit gleichzeitig auf 98 Prozent und mehr steigern.

SaaS-Modell ermöglicht schnelle Implementierung

Michael Hoffmann, Business Development Manager bei der RELEX Solutions GmbH.
Michael Hoffmann, Business Development Manager bei der RELEX Solutions GmbH. (Bild: Relex Solutions)

Für die Implementierung der RELEX-Lösung und ihre kundenspezifischen Anpassungen fallen nur wenige Beratungsstunden an. In der Regel ist das SCM-System bereits nach vier bis maximal sechs Monaten in vollem Umfang in Betrieb. Dank dieser kurzen Implementierungsphase ist die Anfangsinvestition überschaubar. Sämtliche Projektkosten sind vorab bekannt und fest vereinbart. Während der Implementierungs- und Pilotphase werden die Software und ihre Prozesse an die individuellen Anwenderbedürfnisse angepasst. Zudem können die Anwender Konfigurationen über die browserbasierte Benutzeroberfläche selbst vornehmen.

Schon in dieser Zeit zeigen sich Resultate, die als Entscheidungshilfen für die weitere Systemindividualisierung dienen. Erst wenn das Optimum gefunden ist, wird der Roll-out gestartet. Dies bietet dem Kunden eine hohe Prozessqualität, bereits bevor die gesamten Geschäftsabläufe einbezogen werden. Eine vertragliche Verpflichtung zur Weiterführung nach der Pilotphase besteht nicht. Entscheidet sich der Kunde für Relex, so gewährt ihm das Software-as-a-Service-Modell (SaaS) ein hohes Maß an Flexibilität: Er muss keine Hardware und keine Kauflizenz erwerben, sondern investiert lediglich in die Systemnutzung und den Service. Der monatliche SaaS-Fixpreis garantiert die volle Systemleistung, regelmäßige Upgrades und den Kundensupport. Die Anwender profitieren so von einer vollständigen Kostentransparenz, dem stets aktuellsten Stand der Technik und einem schnellen Return on Investment innerhalb weniger Wochen oder Monate.

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