Continuous Deployment verwirklichen

Open Source verbindet DevOps und NetOps

| Autor / Redakteur: Lori MacVittie* / Florian Karlstetter

Open Source im Zusammenspiel mit DevOps und NetOps. Oder: wie sich Continuous Deployment in die eigene IT-Umgebung intergrieren lässt.
Open Source im Zusammenspiel mit DevOps und NetOps. Oder: wie sich Continuous Deployment in die eigene IT-Umgebung intergrieren lässt. (© denisismagilov - stock.adobe.com)

Die Bereitstellung von Anwendungen muss sich in Unternehmen verändern, um in einer Multi-Cloud-Welt die Anforderungen an Konsistenz und Transparenz zu erfüllen. Open Source kann hier die Kluft zwischen DevOps und NetOps überwinden.

Laut dem „State of Application Services Report“ nutzen bereits 62 Prozent der Unternehmen verschiedene Automatisierungs- und Orchestrierungstools für Continuous Development, Deployment und Delivery von Anwendungen. Eine zunehmend funktionsübergreifende, integrierte IT-Organisation bewegt sich dabei weg von netzwerkzentrierten hin zu entwicklerorientierten Lösungen. Doch damit steigt der Druck auf NetOps, Self-Service-Bereitstellung zu bieten sowie codebasierte Konfiguration und Infrastrukturen zu nutzen. Dabei kann NetOps häufig nicht mit dem Tempo von DevOps mithalten.

Die dadurch entstehende Kluft zwischen Delivery und Deployment zeigt sich in der Aufspaltung zwischen Cloud und Rechenzentrum. So kommt die Continuous Delivery meist zum Erliegen, sobald sie auf jegliche Form von Continuous Deployment trifft. Die Kluft zeigt sich auch in der fehlenden Transparenz der nicht durchgängig verbundenen Anwendungslieferkette. So wird die Anwendungsleistung in Multi-Cloud-Umgebungen in der Regel nicht überwacht oder gemessen. Zudem werden Sicherheitsrichtlinien nicht konsistent im gesamten Anwendungsportfolio implementiert und durchgesetzt.

Die Kluft vergrößert sich

Häufig vergrößert sich diese Kluft mit der Einführung moderner Cloud-basierter Anwendungen und Architekturen sogar. Dies gilt selbst für Anwendungen, die mit dem Rechenzentrum verbunden bleiben. Unabhängig davon, ob es sich dabei um neue Ansätze (Continuous Everything) oder um neue Anwendungsdienste handelt, die dem Bedürfnis nach Sicherheit und Skalierbarkeit in modernen Cloud-nativen Umgebungen entsprechen – eines ist klar: Die Anwendungsbereitstellung muss sich verändern und die Aufspaltung zwischen DevOps und NetOps überbrücken, wenn sie den Anforderungen an Konsistenz und Transparenz in einer Multi-Cloud-Welt gerecht werden soll.

Hierbei kann Open Source helfen, auf der DevOps-Prozesse tatsächlich zunehmend basieren. So werden heute Anwendungen hauptsächlich aus Komponenten von Drittanbietern entwickelt, die zum Großteil Open Source sind. Die Anwendungsinfrastruktur nutzt immer häufiger Open-Source-Bestandteile – von Servern und Datenbanken bis hin zur Zugangskontrolle. IT-Prozesse werden von Open-Source-Tools wie Puppet, Chef, Terraform, Helm, Kubernetes und Ansible gesteuert.

Diese Tools und Technologien bewältigen eine Vielzahl von Herausforderungen: schnelle, häufige Bereitstellung und Implementierung sowie ein reibungslos funktionierendes Geschäftsmodell. Sie bieten aber auch Vorteile in Bezug auf die Förderung von Zusammenarbeit und Innovationen, wenn Unternehmen die Standardisierung auf Open-Source-Basis vorantreiben.

Wie F5 zur Community steht

Die Bereitstellung dieser Komponenten und Tools wäre jedoch ohne die Community von Entwicklern nicht möglich. F5 schätzt den Wert dieser Communities und verlagert seinen Fokus entsprechend von der Anwendungsbereitstellung auf Anwendungsdienste.

So basiert die DevCentral-Community des Herstellers auf offen verfügbaren, gemeinsam genutzten Innovationen, die von vielen Prinzipien geleitet werden, welche auch für Open-Source-Projekte gelten. Code-Sharing und Wissenstransfer in der gesamten Community helfen Hunderttausenden von Mitgliedern, neue Einsatzmöglichkeiten für die BIG-IP-Plattform zu entwickeln und zu optimieren. Mit diesen Lösungen entstehen aber auch neue Erweiterungen, Plug-ins und Bibliotheken für Open-Source-Projekte wie Puppet und Chef. Denn der Hersteller fördert und unterstützt diese Bemühungen aktiv, um nicht nur die eigenen Produkte zu verbessern, sondern auch die Open-Source-Software, auf die sich Kunden und die Community verlassen, um ihre Geschäftsprozesse am Laufen zu halten.

So nutzt das Unternehmen Open Source in großem Umfang, um seine CI/CD-Pipeline und die Produktentwicklung voranzutreiben. Es steht in einem permanenten Austausch mit Open-Source-Projekten, und seine Core-Ingenieure tragen aktiv zu loopback.io und nats.io bei. Sein Entwicklungszweig Aspen Mesh verwendet und beteiligt sich regelmäßig an istio.io und hat mehrere verwandte Open-Source-Projekte generiert. Dazu gehören istio-vet, istio-client-go und tracing-go. Außerdem entwickelt und pflegt der Hersteller eine Reihe von Open-Source-Modulen für Ansible.

Kein Cloud Computing ohne Open Source Software

Die führenden Technologie- und Cloud-Plattformen sind quelloffen

Kein Cloud Computing ohne Open Source Software

11.06.19 - Wer erinnert sich noch an die Linux-Kriege Ende der 90er bis Ende der 2000er Jahre? Da kämpften die selbsternannten Krieger des Lichts beziehungsweise des Pinguins / Linux gegen die dunkle Seite der Macht (aka Windows / Microsoft). Das war eine ernste Angelegenheit, die Emotionen kochten hoch. Diese Situation eingedenk überrascht die heute so starke Stellung von Open Source Software (OSS) im Umfeld der Business-Software. lesen

Brücken schlagen

Um die Kluft zu überbrücken, die in vielen Unternehmen bei der Umsetzung einer kontinuierlichen IT besteht, muss der Einsatz einiger der am weitesten verbreiteten Open-Source-Komponenten im Application Delivery Stack erweitert und beschleunigt werden.

Durch das Zusammenführen der Lösungen von F5 und NGINX erhalten Unternehmen einen durchgängigen, konsistenten Satz von Anwendungsdiensten, um eine der dringendsten Anforderungen der IT zu erfüllen: schnelles, häufiges Deployment über eine Vielzahl von Anwendungsarchitekturen hinweg, die über verschiedene Cloud-Eigenschaften verfügen. Dabei hängt der Erfolg davon ab, dass NGINX Open Source bleibt und zu einem großen Teil von der Community getragen wird, welche die Lösung entwickelt hat.

Bisher hat NGINX bei der Unterstützung seiner Open-Source-Software und -Community unglaubliche Arbeit geleistet. In Anbetracht einer Zukunft, die von Anwendungen bestimmt und geprägt sein wird, müssen und können die Entwicklung und Innovationen im NGINX-Stack verstärkt und beschleunigt werden. Nur dann schließt sich die Lücke zwischen DevOps und NetOps.

Der Autor: Lori MacVittie, Principal Threat Evangelist bei F5 Networks.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45969070 / Technologien)