Mehr IT-Security ab Werk

Neue Features für die Open Telekom Cloud

| Redakteur: Florian Karlstetter

Open Telekom Cloud mit neuem Release im November 2018.
Open Telekom Cloud mit neuem Release im November 2018. (Bild: T-Systems)

Mit dem jetzt vorgestellten November-Release bietet die Open Telekom Cloud mehr IT-Security ab Werk. Mit der Verschlüsselung für den Workspace Service und Mongo DB können Unternehmen nun ihre digitalen Arbeitsplätze sowie die skalierbaren, relationalen Datenbanken in der Open Telekom Cloud schnell und einfach schützen.

Weitere Verbesserungen des Public-Cloud-Angebots der Telekom auf Basis von OpenStack gibt es in den Bereichen Services und Management. Außerdem soll ein neuer Storage Disaster Recovery Service den Aufbau und Betrieb von Backup- und Disaster-Recovery-Lösungen vereinfachen. Mit dem Service lassen sich solche Systeme und Daten einfach über mehrere Verfügbarkeitszonen hinweg spiegeln. So bleiben Informationen und Anwendungen auch dann verfügbar, wenn es in einer der beiden Zonen zu Störungen kommen sollte. Zwar bot die Open Telekom Cloud mit den Rechenzentren Magdeburg und Biere schon immer die Möglichkeit, Instanzen über zwei Availability-Zonen zu spiegeln, allerdings war der Aufbau dieser Redundanzen bislang lediglich manuell möglich. Der neue Storage Disaster Recovery Service soll den Prozess nun deutlich vereinfachen – auch dann, wenn Unternehmen Alt-Anwendungen vor dem Übertragen in die Cloud absichern möchten.

Independent Quota Management für mehr Kostentransparenz

Mit dem neuen Independent Quota Management bietet die Open Telekom Cloud die Möglichkeit, Ressourcen je Tenant oder Projekt auf Basis individuell definierter Regeln zu beschränken. Außerdem können Ressourcen aus den Bereichen Elastic Cloud Server, Bare Metal Server und Dedicated Host ab sofort getrennt voneinander via Quota Management limitiert werden. So können Unternehmen verschiedene Limits für unterschiedliche Flavors definieren, bleiben auf diese Weise flexibel und vermeiden gleichzeitig ungewollt hohe Kosten.

Health Dashboard: Verfügbarkeitsstatus online abrufbar

Die Open Telekom Cloud bietet eine garantierte Verfügbarkeit von 99,95 Prozent. Das neue Health Dashboard (live ab Dezember) zeigt den Status aller Dienste der Open Telekom Cloud online auf einer Website an. Unternehmen können damit beispielsweise mit wenigen Klicks einen Fehler auf Seiten der Telekom ausschließen, wenn einer ihrer Cloud-Services einmal nicht funktionieren sollte.

Weitere Optimierungen im November-Release der Open Telekom Cloud

  • Weitere Betriebssysteme für Images: Der Image Management Service der Open Telekom Cloud unterstützt jetzt das Betriebssystem Suse 15.
  • Volume Backup Service: Ab sofort sichert der Volume Backup Service Daten im Stundenrhythmus. Darüber hinaus steht mit „Duration“ jetzt eine weitere Retention Rule zur Verfügung und damit die Möglichkeit, Daten dauerhaft, also ohne geplantes Löschdatum als Backup in der Cloud vorzuhalten.
  • Cloud Server Backup Service: Auch der Cloud Server Backup Service kann jetzt stündliche Backups durchführen. Darüber hinaus unterstützt der Dienst ab Dezember geteilte Datenträger (shared volumes).
  • PLAS IntraSelect: Der Private Link Access Service (PLAS) der Open Telekom Cloud wurde jetzt mit IntraSelect um eine Layer-3-Anbindungsmöglichkeit erweitert – für noch schnellere Verbindungen.
  • Tag Management Service: Das Elastic Load Balancing (ELB), der Document Database Service (DDS) und die Funktion NAT Gateway können jetzt ebenfalls mithilfe des Tagging-Services markiert werden.
  • Cloud Container Engine: Mit dem neuen Release der Open Telekom Cloud ist es ab sofort möglich, Bare Metal Hosts in ein Container-Cluster zu integrieren. Darüber hinaus wird die Cloud Container Engine noch komfortabler für den Nutzer, indem etwa Cluster per Autoscaler skalieren können.
  • Relational Database Service (RDS): Der Funktionsumfang der PostgreSQL-Datenbank ist ab sofort mithilfe verschiedener Plug-ins erweiterbar.
  • Data Warehouse Service (DWS): Unterstützt ab sofort den Hypervisor KVM, Map Reduce Service-Cluster sowie Datenimport vom Object Based Storage (OBS). Das ermöglicht eine schnellere Analyse großer Datenmengen aus verschiedenen Quellen sowie verschlüsselten Datentransfer.
  • Identity & Access Management (IAM): Access Control Lists (ACLs) ermöglichen nun innerhalb des IAMs eine noch detailliertere Zugriffskontrolle auf die programmierbaren Schnittstellen (APIs) und die grafische Benutzeroberfläche
  • Neuer Dedicated Host (ab Dezember): Mit „General purpose (S2-medium)“ bietet die Open Telekom Cloud einen weiteren KVM-basierten Dedicated Host. Insgesamt sind dann sieben statt sechs Dedicated Hosts in der Open Telekom Cloud verfügbar.

Hintergrund: Die Open Telekom Cloud und Huawei

Seit nunmehr mehr als zehn Jahren kooperiert T-Systems mit dem Partner Huawei und bietet Lösungen für Informationstechnik, Qualität und optimalen Service bei Private- und Public-Cloud-Diensten. Für die Open Telekom Cloud stellt Huawei die Hardware-Komponenten bereit. Genau wie die Telekom zählt Huawei zu den wichtigsten Mitgliedern der gesamten OpenStack Community. So trägt Huawei seit dem Beitritt zur OpenStack-Gemeinschaft mit mehr als 600 Forschungs- und Entwicklungsingenieuren dazu bei, das offene Cloud-System laufend zu verbessern. Insbesondere bei Completed Blueprints, der wichtigsten Kennzahl für den Code-Beitrag, liegt Huawei in der Community auf dem ersten Platz.

Special rund um die Open Telekom Cloud

Special Open Telekom CloudDie Open Telekom Cloud basiert auf dem offenen Cloud-Standard OpenStack. Die Anwendungsfelder der Open Telekom Cloud reichen vom skalierbaren und sicheren Betrieb von Online-Shops und der Entwicklung mobiler Apps über High Performance Computing für die schnelle Bearbeitung riesiger Datenmengen bis hin zur sicheren Speicherung sensibler Daten. Im Special finden sich zahlreiche Fachartikel, die die verschiedenen Facetten und mögliche Anwendungsszenarios der Open Telekom Cloud detailliert darstellen.  

Zum Special „Open Telekom Cloud"

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