Vor der Cloud-Native-Entwicklung steht die Auswahl einer entsprechenden Plattform. Neben den großen Playern Amazon, Google und Microsoft gibt es eine Reihe Alternativen, die durchaus einen Blick wert sind.
Die richtige Plattform fürs Cloud Native Development zu finden, kann zum Drahtseilakt werden.
Bei der Entwicklung von Cloud-Native-Anwendungen ist es wichtig, eine gute Basis für den Einsatz der eigenen Software auszuwählen. Denn mit dem Cloud-Anbieter steht und fällt auch die die Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit des eigenen Software-Projekts. Auch die Kosten sind natürlich ein Faktor, den es im Auge zu behalten gilt, zumal es natürlich auch Projekte gibt, für die der Einsatz großer Anbieter völlig überdimensioniert erscheint. Die Auswahl an entsprechenden Cloud-Anbietern ist inzwischen riesig, allerdings hat jeder seine eigenen Vor- und Nachteile.
Wer an Cloud-Dienste denkt, kommt an Amazon Web Services (AWS) nicht vorbei: Viele populäre Dienste wie Netflix oder Dropbox greifen auf die gigantische Infrastruktur des Cloud-Pioniers zurück. Neben virtuellen Servern bietet Amazon Speicher- und Datenbanklösungen sowie PaaS-Funktionen. Die Skalierung ist problemlos möglich.
Dokku ist das genaue Gegenteil des gigantischen AWS-Systems: Das Open-Source-PaaS-System läuft auf jeder Hardware, die Linux ausführen kann, und ist daher auch für kleine Entwickler interessant. Ein ausgefeiltes Plug-In-System hilft dabei, Dokku schnell einzurichten. Allerdings ist Dokku nicht unbegrenzt skalierbar: Multi-Host-Computing unterstützt es nicht.
Das PaaS-System Flynn setzt da an, wo Dokku aufhört: Es erlaubt das Aufsetzen von Serverinstanzen auf beliebigen Cloud-Speichern oder auch einfachen PCs. Flynn ist etwas komplexer als Dokku, setzt dafür aber auch keine Grenzen bei der Skalierbarkeit. Neben der eigentlichen Software zur Selbstinstallation gibt es Flynn auch als „DevOps as a Service“.
Genau wie Amazon bietet auch Google mit seiner Cloud Platform eine Cloud-Lösung, die sich für große Projekte eignet. Egal ob Web-Anwendung in Form von Googles App Engine oder als Compute-Engine samt Kubernetes-Engine bietet der Suchmaschinen-Anbieter auf seinen Serverfarmen ein rundes Portfolio frei skalierbarer Dienste für die Cloud-Entwicklung.
Heroku gehört wie Amazon zu den Veteranen bei den Cloud-Plattformen. Der Dienst bietet virtuelle Container namens „Dynos“ für die Anwendungsentwicklung mit Node, Ruby, PHP, Python, Java oder Clojure. Diese virtuellen Server können schnell und einfach skaliert werden. Zusätzlich bietet der Dienst Funktionen für Teams, Datenbanken und die spezifischen Anforderungen großer Unternehmen.
Mit Microsoft mischt auch der dritte große Player im Cloud-Geschäft mit. Wie bei Amazon und Google stellt Microsoft ein diverses PaaS-System zur Verfügung, das auf Basis virtueller Maschinen läuft. Microsoft bietet hier die Option, auch Windows-VMs auszuführen, zudem wirbt der Anbieter damit, dass sich die Azure-Cloud besonders leicht in bestehende Umgebungen einfügen lässt.
Cloud Foundry ist der Cloud-Dienst von IBM. The Big Blue teilt diesen in drei Bereitstellungsoptionen auf: Cloud Foundry Public für den Einsatz von Apps, ein Enterprise-Enviroment für die spezifischen Anforderungen von Unternehmen sowie Cloud Foundry Private. Bei letzterer handelt es sich eine quelloffene Cloud-Plattform, die auf den Servern eines Unternehmens ausgeführt werden kann, wodurch traditionelle Infrastruktur und Cloud-Services nahtlos zusammengeführt werden können. Quelloffene Inhalte von CloudFoundry finden sich auch bei GitHub.
Mendix ist eigentlich eine Low-Code-Entwicklungsplattform, damit ist der Anbieter aber auch zwangsläufig eine Alternative für Cloud-Native-Entwickler. Zumal Mendix sich auch an der Entwicklung von Cloud Foundry beteiligt. Konzeptbedingt ist Mendix natürlich weniger komplex und funktionsärmer als die großen Cloud-Plattformen mit Container-Technologie. In der Praxis kann das jedoch von Vorteil sein, da der Einstieg wesentlich leichter gelingt.
Morpheus ist kein Cloud-Anbieter im klassischen Sinne, sondern eine Multi-Cloud-Management-Plattform: Entwickler können den Dienst nutzen, um Funktionen und Daten verschiedener Cloud-Dienste zusammenzuführen und von einem zentralen Service auf spezifische Funktionen verschiedener Dienste zurückzugreifen. Hierbei helfen zahlreiche Automatisierungsfunktionen.
Stand: 08.12.2025
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Auch Open Stack ist kein klassischer Cloud-Anbieter, sondern eine freie Cloud-Software, die Unternehmen die Möglichkeit bietet, eigene Cloud-Lösungen zu hosten. Für die Weiterentwicklung der ursprünglich von der NASA, AT&T, Canonical, HP, Huawei, IBM und diversen Linux-Anbietern initierten Software ist die OpenStack Foundation verantwortlich, große Dienstleister wie die Telekom oder Wikimedia verwenden OpenStack.
Plesk ist eigentlich eine Webhosting-Plattform, die allerdings ebenfalls virtuelle Webserver zur Verfügung stellt. Konzeptbedingt sind diese natürlich primär für die Webentwicklung relevant, trotzdem kann diese natürlich auch Cloud-Native erfolgen: Plesk stellt ein Ready-to-Code-Enviroment zur Verfügung, unterstützt Git, Ruby und Docker.
Genau wie Cloud Foundry und OpenStack ist auch OpenShift von Red Hat ein quelloffenes Cloud-Computing-System, das auf Docker-Container und Kubernetes-Umgebungen setzt. Diese werden Unternehmen in verschiedenen Lizenzen angeboten. So kann OpenShift sowohl als Service gebucht werden, als auch auf der eigenen Infrastruktur aufgesetzt werden.
Als größtes europäisches Softwareunternehmen darf natürlich auch SAP nicht am Cloud-Markt fehlen. Mit der Cloud Platform bietet SAP Unternehmen einen Cloud-Service auf Basis von Cloud Foundry an, der die nötige Basis für die Entwicklung von Cloud-Native-Anwendungen liefert. Das integrierte App-Center ermöglicht es, schnell und einfach Dienste von Drittanbietern ins eigene Projekt einzubinden.