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Wie umfassend sollen externe Dienste sein? Managed Services sind die logische Folge von Cloud

| Autor / Redakteur: Martin Träger* / Ulrike Ostler

Technologieservices sorgen für aktuelle und flexible Infrastrukturen, aber Managed Services schaffen Zeit und Sicherheit für die gesamte IT im Unternehmen.

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Ein Cloud-Service stellt Technik bereit, doch das sei nur die halbe Miete, sagt Martin Träger, Sales Director DE beim Systemhaus MTI Technology.
Ein Cloud-Service stellt Technik bereit, doch das sei nur die halbe Miete, sagt Martin Träger, Sales Director DE beim Systemhaus MTI Technology.
(Bild: MTI Technology)

Der weltweite Boom an Rechenzentrum- und Cloud-Services ist nicht zuletzt auch im eher konservativen deutschen Markt angekommen. Die ursprünglichen Bedenken hinsichtlich rechtlicher Vorschriften sind hinreichend geklärt und auch die traditionelle Einstellung, dass alles In-house erfolgen muss, hat sich merklich gelockert.

Dienstleister für Services erfreuen sich einer sehr guten Geschäftslage. Doch bereits heute beginnt sich ganz allmählich die Spreu vom Weizen zu trennen. Neben den klassischen Service-Providern, die von der Cloud über Computing bis hin zu Teilen der IT-Infrastruktur gute Angebote im Portfolio haben, bieten einige Service-Dienstleister zusätzlich echte Managed Services an. Managed Services sind die Kür zur Pflicht und schaffen für Unternehmen enorme Mehrwerte hinsichtlich der Entlastung der eigenen IT-Mannschaft und damit ein Ressourcen-Plus für die wirklich wichtigen IT-Aufgaben.

Expertenschätzungen zufolge reduzieren Managed Services die hausinternen IT-Kosten um 30 bis 40 Prozent. Gleichzeitig verbessern sie die Effizienz um mehr als 50 Prozent. Laut Prognosen wird sich der Managed Services-Markt von über 100 Milliarden in 2014 auf bis zu 200 Milliarden im Jahr 2019 entwickeln.

Evolution hin zu Managed Services

Managed Services können sich in Verbindung mit einem gut aufgestellten Service Provider quasi ganz automatisch ergeben. Ein klassisches Beispiel: Jedes Unternehmen benötigt Backup, um seine Daten zu sichern. Bei vielen Unternehmen ist aber genau diese klassische Task ein elementares Problem.

Oftmals sind Backup-Lösungen hoffnungslos veraltet. Moderne Infrastrukturen wie Cloud und Virtualisierung machen das Backup derart komplex, dass es schon lange nicht mehr zu den trivialen Aufgaben gehört. Zudem können viele Unternehmen nicht garantieren, dass ihre Datensicherungen im Notfall auch wirklich in der Lage sind, die Informationen mit möglichst geringem Zeitverlust erfolgreich wiederherzustellen.

Eine gängige Lösung sind Backup-Services. Ein Provider stellt mit seiner IT-Infrastruktur sowohl die nötigen technischen Lösungen als auch den benötigten Speicherplatz zur Verfügung. Das ganze im Unternehmen integriert beziehungsweise via Cloud-Services angeschlossen bietet je nach vereinbartem Service-Level ein zuverlässiges Backup der Daten.

Das Backup - ein Exempel

Selbstverständlich wird im Vorfeld mit dem Dienstleister besprochen, wie schnell die Daten in einem Notfall wiederhergestellt werden sollen. Mit einem professionellen Backup über die Cloud haben Administratoren eine Sorge weniger: Sie können sich auf die Infrastruktur des Service Providers verlassen. Im Idealfall müssen sie nur noch das Backup überwachen und administrieren.

Viele Unternehmen haben gute Erfahrungen mit Cloud Services und denken auch über echte Managed Services nach, um nicht nur die Technologie zu erneuern, sondern auch die gesamte Administration an einen Dienstleister zu übertragen; Backup as a Service bietet Beispiele.
Viele Unternehmen haben gute Erfahrungen mit Cloud Services und denken auch über echte Managed Services nach, um nicht nur die Technologie zu erneuern, sondern auch die gesamte Administration an einen Dienstleister zu übertragen; Backup as a Service bietet Beispiele.
(Bild: MTI Technology)

Nun werden in einem Unternehmen aber ständig Teile der IT-Infrastruktur angepasst und erneuert und egal was an Neuerungen im Unternehmen installiert wird, vieles davon wirkt sich auch auf das Backup als letztes Glied in der Kette aus. In diesem Fall muss der Administrator wieder Hand anlegen.

Zwar hat er die Backup-Infrastruktur über einen Service-Provider in der Cloud, doch die Veränderungen in der Struktur müssen sich auch im Backup widerspiegeln. Mit viel Glück kann der Administrator die Cloud-Backup-Services eigenständig so konfigurieren, dass diese wieder zur veränderten Struktur passen.

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