DeskCenter Solutions launcht Produktlinie für Cloud Service Provider

Lizenzoptimierung, MDM und Softwareverteilung auf moderne Art

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Elke Witmer-Goßner

Die Version 10 der DeskCenter Management Suite bietet jetzt umfangreichere Möglichkeiten im Software Management, indem selbst komplexe, virtuelle Umgebungen gesteuert werden können.
Die Version 10 der DeskCenter Management Suite bietet jetzt umfangreichere Möglichkeiten im Software Management, indem selbst komplexe, virtuelle Umgebungen gesteuert werden können. (Bild: DeskCenter)

Das Leipziger Softwarehaus DeskCenter Solutions stellte kürzlich die Version 10 der DeskCenter Management Suite vor, die jetzt durch eine für Cloud Service Provider neu entwickelte Produktlinie ergänzt worden ist, die mit Echtzeit-Reporting in puncto SPLA Überraschungen beim nächsten Audit vermeiden helfen soll.

Die korrekte Abrechnung von Lizenzen kann bei einem Service Provider nach Anwenderangaben bis zu 30 Prozent der Ressourcen an Personal und Aufwand in Beschlag nehmen. Hinzu kommt in Deutschland nach Angaben von BSA The Software Alliance und IDC eine Piraterierate von 26 Prozent – illegal genutzte Software, deren Nutzer hierzulande eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren zu gewärtigen hat. Lösungen für Asset- und Lizenz-Management sowie Softwareverteilung sollen diese Probleme eindämmen, wenn nicht sogar beheben und beseitigen.

Webbasierte Kommunikationsarchitektur

Christoph Harvey, DeskCenter Solutions.
Christoph Harvey, DeskCenter Solutions. (Bild: DeskCenter)

Der deutsche Hersteller DeskCenter Solutions AG aus Leipzig hat im Herbst 2014 die Version 10 seiner DeskCenter Management Suite vorgestellt. „Die Suite deckt Software Asset Management, Software Management sowie ITSM auf Hardware- und Software-Seite ab“, erläutert Vorstandssprecher Christoph A. Harvey im Gespräch mit CloudComputing-Insider. Neu sei auch das Mobile Device Management hinzugekommen, das vollständig in das Service- und Asset Management integriert worden sei.

„Die Asset- und Software-Erkennung erfolgt in der Regel ohne Agenten, rein auf der Basis des WSS-Protokolls“ (siehe Abb. 1 zur Deskcenter Infrastruktur Kommunikation). Das Protokoll „WSS“ nutzt eigene WebSockets, wobei jeder WebSocket seinen eigenen Port für die Kommunikation (für Empfang als auch Versand von Daten) hat. Außerdem lässt sich damit die Leistung bzw. Auslastung der jeweiligen WebSockets per Monitor-Port überwachen. Es ist daher kein VPN mehr nötig.

Diese mit Version 10 eingeführte Technologie soll die Verwaltung nicht nur „erheblich performanter“ als bisher machen, sondern auch sicherer, denn es wird ein Zertifikat eingesetzt, um Meldungen zu verschlüsseln. „Diese Arbeitsweise ermöglicht es auch, die Verteilung einer neuen Software global bei Filialen usw. vorzunehmen und gleichzeitig von DeskCenter prüfen zu lassen, ob diese Verteilung lizenzrechtlich zulässig ist“, erläutert Harvey. Mit dieser Umstellung sollen komplexe IT-Strukturen schneller und effizienter abgebildet werden.

Sichere Softwareverteilung

Mit dem grafischen Workflow-Designer (siehe Abb. 2) lassen sich für die Softwareverteilung Pakete, Installationen und Setups beliebiger Kombination und Abfolge mit Skripten, Ablagen, Prüfungen, Registryeinträgen etc. zusammenstellen. Diese Softwareverteiler sind zentral konfigurierbar, werden automatisch synchronisiert, haben ein Bandbreiten- und Zugriffsmanagement und können jetzt beliebiger Art sein (Netzwerkshare, ftp/ftps, http/https, usw.).

Wichtig für die zunehmend stattfindenden Software-Audits ist die Historien- und Revisionsverwaltung, kombiniert mit einem Monitoring der Installation und der Analysefunktion der Workflows. „Die Hard- und Software-Erkennung hilft beispielsweise eine Office-Lizenz anhand des Abgleichs mit der DeskCenter-Datenbank so zu kategorisieren, dass erkennbar ist, ob sie gemäß dem Nutzungsrecht verwendet wird, ob sie übertragbar ist oder ob ein anderes Nutzungsmodell wie Pay-per-use sinnvoller ist“, erläutert der Vorstandssprecher.

Für die Nutzung von AppStores innerhalb eines Unternehmens lässt sich mit der Version 10 ein nach User-Gruppen konfigurierbarer, webbasierter Software-Warenkorb einrichten. Automatisierte Regeln und Genehmigungsprozesse sowie eine Anfragenübersicht sollen eine effiziente Selbstprovisionierung erlauben. „Für Kostenoptimierungen ist das Application-Metering in den Abteilungen usw. wichtig, um etwa die Nutzung und die Nutzungsmodelle zu optimieren, etwa mit Pay per use“, empfiehlt Harvey.

Eines der Hauptprobleme sei laut Harvey, dass der Auditor des Software-Herstellers sein eigenes Tool mitbringt und deshalb fast immer Diskrepanzen zwischen tatsächlicher Nutzung und gewährtem Nutzungsrecht findet. „Deshalb kommt es nach Erkenntnissen von KPMG nach Audits zu Nachzahlungen, die durchaus im Bereich von Millionen liegen können.“ Mit Governance befasste KPMG-Berater beschäftigen sich intensiv mit Softwarenutzung und deren Auditierung. Mehrfach haben sie Stolperfallen in den Lizenzverträgen illustriert.

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