Migrationspfad für SQL Server auf Microsoft Azure

Lift and Shift für SQL Server

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Die Azure SQL Database Managed Instance ist in hohem Maße kompatibel mit dem lokalen SQL Server ab Version 2005.
Die Azure SQL Database Managed Instance ist in hohem Maße kompatibel mit dem lokalen SQL Server ab Version 2005. (Bild: Microsoft)

Mit Azure SQL Database Managed Instance, Migrationsservice und Lizenzvorteilen für Bestandskunden will Microsoft Nutzer des SQL Server in die Cloud locken. Derweil werden die Azure-Database-Services für MySQL und PostgreSQL demnächst allgemein verfügbar.

Microsoft hat eine Preview der Azure SQL Database Managed Instance gestartet. In diese sollen Kunden bestehende SQL-Datenbanken ohne Änderungen am Code überführen („Lift and Shift“) und fortan in der Cloud laufen lassen. Dabei betreibt Microsoft den SQL Server für Kunden und kümmert sich um Verfügbarkeit und Performance.

Statt sich mit Patches, Updates und Konfiguration herumzuschlagen, genießen Nutzer damit also die Vorzüge der Azure-Plattform. Hierzu zählen Funktionen für automatisierte Backups, Security oder Datenbankoptimierung per maschinellem Lernen.

Gewohnte Tools weiternutzen

Laut Anbieter ist die Azure SQL Database Managed Instance in hohem Maße kompatibel mit dem lokalen SQL Server ab Version 2005. Damit können Administratoren auch gewohnte Tools nutzen, darunter: Native Database Restore, SQL Agent, Database Mail, Service Broker, Common Language Runtime (CLR) und Change Data Capture.

Flankierend präsentiert der Anbieter die Azure Database Migration Services (DMS) – als eine Möglichkeit, um lokale SQL-Datenbanken bequem in die Cloud zu überführen. Der vollständig verwaltete Dienst zur Migration operativer Datenbanken und Data Warehouses ist als nahtlose End-to-End-Lösung ausgelegt und soll künftig auch zusätzliche Quell-Ziel-Paare berücksichtigen. Zunächst ist nur das Verschieben lokaler „SQL Server“-Datenbanken in eine „Azure SQL“-Datenbank möglich.

Schließlich will Microsoft Bestandskunden auch bei den Lizenzkosten entgegenkommen. Bisherige Anwender könnten die verwalteten Datenbankinstanzen bis zu 30 Prozent günstiger nutzen, wenn sie sich bestehende Nutzungsrechte für lokale Installationen anrechnen lassen.

Azure SQL Database Managed Instance und Azure Database Migration Services (DMS) sind aktuell als Vorschau verfügbar, DMS lässt sich bis Ende des Jahres kostenlos ausprobieren. Der Funktionsumfang beider Lösungen soll weiter wachsen. So wird die Azure SQL Database Managed Instance nach und nach in weiteren Azure Regionen angeboten (aktuell sind es 20) und soll demnächst auch in der Leistungsstufe „Business Critical“ erhältlich sein (bislang ist „General Purpose“ zu haben).

Open Source

Weitere Neuigkeiten verkündigt Microsoft zudem in Sachen Open Source. So werde Azure einen integrierten Support für Apache Tomcat und OpenJDK anbieten. Das erleichtere Java-Entwicklern künftig die Implementierung von Web- oder API-Anwendungen in Azure.

Überdies sollen die im Vorjahr gestarteten Azure-Database-Services für MySQL und PostgreSQL in den kommenden Wochen allgemein verfügbar werden.

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