Auf seiner .Next-Konferenz in Darmstadt verzichtet Nutanix – anders als viele Wettbewerber – auf den KI-Overkill. Stattdessen richten Europachef Peter Goldbrunner und CTO Manosiz Bhattacharyya den Fokus der Besucher auf die dafür benötigten Daten. Diese seien entscheidend für gute Ergebnisse, nicht nur der KI.
Peter Goldbrunner, Vice President & General Manager, Central Europe, eröffnete im Darmstadtium die Nutanix .Next-Konferenz 2023 für den deutschsprachigen Raum.
(Bild: Müller)
Ende November veranstaltete Nutanix im Kongresszentrum Darmstadtium seine .Next-Konferenz 2023 für den deutschsprachigen Raum. Am ersten Tag fand die Partner-Xchange statt, zu der ausschließlich offizielle Reseller zugelassen waren. Am zweiten Tag drehte sich alles um Kunden und Produkte.
Peter Goldbrunner, Vice President & General Manager, Central Europe, eröffnete diesen zweiten Tag dankenswerterweise einmal ohne KI-Overkill. Zwar hatte Nutanix im Sommer erst GPT-in-a-Box veröffentlich, ein Stack für künstlich intelligente Modelle auf der Cloud-Infrastrukturplattform von Nutanix, trotzdem war es ihm wichtiger, Anwenderstimmen wie die von Eike Holtz, Virtualization Technology Specialist, Volkswagen AG, oder Andre Scheidhammer, CIO von Hensoldt, Gehör zu schenken. Auf offener Bühne berichteten diese von Ihren Erfahrungen mit dem Einsatz von Nutanix. Wenig überraschend befanden beide, dass Nutanix das Management von Clouds und On-Prem-Anwendungen sowie Legacy-Systemen erheblich vereinfache.
Nutanix-CTO Manosiz Bhattacharyya, präsentierte im Anschluss ebenfalls sehr fokussiert seine technische Vision und eine Produktdemo (mehr dazu unten). In beiden Fällen wurde sanft, aber nachhaltig gegen den Lieblings-„Coompetitor“ VMware geschossen, dem man angesichts seiner Übernahme durch Broadcom Kunden abspenstig machen will. Auch in Technical Tracks ging es diverse Male darum, wie sich VMware ESXi auf Nutanix migrieren lässt.
Erfolgsfaktoren für KI-Initiativen
Peter Goldbrunner, Vice President & General Manager, Central Europe, im Gespräch mit CloudComputing-Insider.
(Bild: Müller)
Im Gespräch mit CloudComputing-Insider ging es Goldbrunner dann aber weniger um KI – wiewohl er, gestützt auf einen neuen „AI-Report“ seines Unternehmens berichten konnte, dass speziell im EMEA-Raum Sicherheit, Zuverlässigkeit und Disaster Recovery wichtige Punkte einer KI-Strategie seien. Über 90 Prozent der Befragten Unternehmen aus Europa hätten das Management und die Skalierung von KI-Arbeitslasten als ihre größten Herausforderungen in den kommenden zwei Jahren bezeichnet. Naturgemäß lenke das den Blick auf die von der KI verwendeten Daten. „Die haben wir alle, weil wir ja auch Storage anbieten“, erläuterte Goldbrunner. Für Nutanix gelte es entsprechend, für die notwendige Datensicherheit, Arbeitslastskalierung und Datentransparenz sowie -bewirtschaftung zu sorgen. Diese zählten zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren für KI-Initiativen in EMEA.
Noch viel mehr ging es Goldbrunner aber um die Früchte einer intensivierten Partnerschaft mit Cisco. Der Netzwerker hat nach dem Auslaufen seiner hauseigenen HyperFlex-Plattform zusammen mit Nutanix eine neue, integrierte Produktlinie für hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) aus der Taufe gehoben (und dafür VMware ausgebootet!). „Cisco Compute Hyperconverged with Nutanix“ integriert die als SaaS angebotene Rechen- und Netzwerkinfrastruktur von Cisco (Cisco Unified Computing System mit Cisco Intersight) mit der Nutanix Cloud-Plattform. Mit an Bord sind Datei-, Block- und Objektspeicher, ein Hypervisor zur Ausführung von virtuellen Maschinen (VMs) und Containern, Netzwerk und Security inklusive Snapshots, Replikation und Disaster Recovery. Das Angebot unterstützt sowohl die Rack- als auch die modularen Serverlinien von Cisco, bietet darüber hinaus aber auch flexible Bereitstellungsoptionen.
Zentrierung der Services
Beim KI-Einsatz soll laut Goldbrunner auch das bereits im Sommer vorgestellte „Project Beacon“ helfen. Dabei handelt es sich um ein auf mehrere Jahre angelegtes Konzept, mit dem Anwendungen und ihren Daten von der zugrundeliegenden Infrastruktur abgekoppelt werden sollen. „Als Teil von Project Beacon möchte Nutanix die Plattformdienste, auf die sich viele Unternehmen verlassen, über eine zentrale Schnittstelle und Konsole, mit integrierter Kubernetes-Container-Orchestrierung sowie konsistentem Management über verschiedenste Umgebungen hinweg zur Verfügung stellen“, erläuterte Goldbrunner. Durch die Zentrierung der Services auf einer Plattform sollen das Management sehr viel einfach werden, auch würden portierbare Lizensierung, Self-Service für Entwickler sowie integrierte Sicherheits- und Governance-Funktionen den IT-Teams unter die Arme greifen, insbesondere, wenn sie die Daten für die KI bereitstellen müssen.
„Wir hoffen, dass die Unternehmen dadurch die Vorteile der hybriden Multi Cloud voll ausschöpfen können – nicht nur auf Infrastrukturebene, sondern auch auf der Ebene der Anwendungsdaten“, so Goldbrunner. Wie CTO Bhattacharyya in seiner Keynote ausführte, macht Nutanix bei Project Beacon den Anfang mit Datenbankdiensten. Diese seien schließlich das Fundament aller Anwendungen. Im Zuge dessen wolle man Kunden den Nutanix Database Service (NDB) auch als Managed Service in der Public Cloud offerieren. Im Anschluss daran plant Bhattacharyya, das Projekt auf weitere Plattformdienste wie Streaming, Caching und Suche auszuweiten.
Stand: 08.12.2025
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„Mit Project Beacon verfolgen wir bei Nutanix das Ziel, durch ein einheitliches Management, automatisierte Mobilität und die Wiederverwendbarkeit von einmal erstellten Anwendungen Lock-in-Effekte zu reduzieren und Anwendungsentwicklung einfacher zu machen“, so der CTO.