IBM-Studie „Tailoring hybrid cloud“

Hybride Cloud macht das Rennen

| Redakteur: Florian Karlstetter

Unternehmen setzen vorwiegend auf hybride Cloud-Modelle, wobei etwa die Hälfte der IT-Anwendungen nach wie vor on premise, also im eigenen Rechenzentrum bleiben.
Unternehmen setzen vorwiegend auf hybride Cloud-Modelle, wobei etwa die Hälfte der IT-Anwendungen nach wie vor on premise, also im eigenen Rechenzentrum bleiben. (Bild: © Argus - Fotolia.com)

Vier von fünf Unternehmen weltweit nutzen heute die Cloud, jedoch nicht ausschließlich, sondern angepasst auf dedizierte Anforderungen, das zeigt eine von IBM veröffentlichte Studie. Vor vier Jahren gab nur etwa ein Drittel der Unternehmen an, aktiv eine Cloud zu nutzen. Vorherrschend ist bei den Unternehmen das hybride Modell, bei dem die IT aus eigenen Ressourcen kommt sowie aus Private und Public Clouds.

Die IBM-Studie ergab außerdem, dass auch zukünftig etwa die Hälfte der IT-Anwendungen on premise bleiben wird, also auf eigenen Servern läuft. Unter dem Studientitel „Tailoring hybrid cloud: Designing the right mix for innovation, efficiency and growth” hat IBM untersucht, wie die maßgeschneiderte Cloud der Unternehmen aussieht.

Herausgekommen ist, dass vor allem die hybride Form zum Einsatz kommt, um die digitale Transformation voranzutreiben. Führender Anbieter für die hybride Cloud ist laut dem Marktforschungsinstitut Technology Business Research (TBR) die IBM. Vor allem dank ihrer großen Kundenbasis und Reputation sowie der Expertise rund um hybride Cloud-Integration und IT-Transformation hat IBM die Nase vorn.

Die jüngste IBM Studie zum Thema Cloud ergab, dass fast 80 Prozent der befragten Unternehmen eine Cloud einsetzen. Seit 2012 hat sich dieser Wert somit mehr als verdoppelt. Teilgenommen haben an der Studie mehr als 1.000 Unternehmen aus 18 Industrien weltweit. Die vom IBM Institute for Business Value (IBV) durchgeführte Studie ergab auch, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen mit der Cloud ihre Kosten senken wollen.

Gut 40 Prozent sehen die Cloud als Innovationstreiber und ebenso viele erhöhen mit ihr die betriebliche Effizienz. Zudem gaben Dreiviertel der Befragten an, dass sie mit ihren Cloud-Initiativen in weitere Industriezweige vordringen wollen. Jeweils rund 70 Prozent erschließen sich über die Cloud neue Umsatzquellen und treiben neue Geschäftsmodelle voran.

Als zentrale Herausforderungen für Cloud-Projekte identifizierte die IBM Studie drei Aspekte: Risiken für Sicherheit, Compliance und Anforderungen (47 Prozent), Kostenstruktur mit dem Vergleich von Capex versus Opex (41 Prozent) sowie das Risiko für IT-Ausfälle aufgrund neuer Cloud-Services (38 Prozent).

Handlungsempfehlungen

Aufgrund der Studienergebnisse gibt IBM drei Empfehlungen, um die Cloud erfolgreich einzuführen: Erstens, im Unternehmen ein tiefes Verständnis dafür zu entwickeln, wie sich die Cloud auf Geschäftsentwicklung und Finanzen auswirkt. Als zweites gilt es, das komplexe Zusammenspiel von mehreren Cloud-Partnern erfolgreich zu managen. Als Drittes rät IBM, Vorgaben für Sicherheit und Regulierungen durch zusätzliche interne Kapazitäten sowie externe Lösungen zu unterstützen.

„Auch in Deutschland hat sich die Cloud als wichtige IT-Ressource etabliert. Dies gilt für große Unternehmen genauso wie für den Mittelstand, der dank der Cloud seine IT flexibler auf neue Anforderungen anpassen will“, sagt Yasser Eissa, Vice President IBM Cloud für Deutschland, Österreich und die Schweiz. „Wir verfügen weltweit über eine Cloud, die sich aus knapp 50 Rechenzentren speist und können über unsere Standorte in Frankfurt und Stuttgart auch lokale Cloud-Projekte sicher und nahezu in Echtzeit realisieren.“

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