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Resümee der Kundenkonferenz ProcessWorld 2011 in Berlin Geschäftslogik im Mittelpunkt der Platform as a Service der Software AG

| Autor / Redakteur: Susanne Franke / Florian Karlstetter

Auf der ProcessWorld 2011, der jährlichen internationalen Kundenveranstaltung der Software AG, standen die beiden jüngsten Zukäufe, Terracotta und Metismo, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Beide sollen die mittelfristige Strategie der Darmstädter für eine Prozess-zentrische Plattform as a Service-Lösung voranbringen.

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Während der ProcessWorld in Berlin erläuterten die Strategen der Software AG ihre weitere geschäftliche Ausrichtung.
Während der ProcessWorld in Berlin erläuterten die Strategen der Software AG ihre weitere geschäftliche Ausrichtung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nachdem der Anbieter mit den Ende April veröffentlichten neuen Versionen webMethods 8.2 und ARIS 7.2 die Integration der IDS Scheer-Produkte mit der eigenen Suite abgeschlossen hat, gehen die Darmstädter nun mit den beiden Technologieübernahmen an den Ausbau des Portfolios in Richtung Cloud.

Die Technik von Terracotta, Anbieter von verteilter, In-Memory-Caching-Technik, stellt den Java-Anwendungen die Daten aus den relationalen Datenbanken objektorientiert im Hauptspeicher zur Verfügung. Dabei sorgt das Java-Addon Big Memory dafür, dass die Anwendungen den gesamten Speicher einer Java-Anwendung nutzen können und die einzelnen Speicher zu einem virtuellen Memory zusammengeführt werden. Darüber hinaus kümmert sich der Scheduler Quartz um ein Loadbalancing auf den Servern und somit auch um die Ausfallsicherheit.

Dr. Wolfram Jost, Chief Technology Officer der Software AG. (Archiv: Vogel Business Media)

Die Software AG plant, die Enterprise-Lösung in alle drei Engines – Process, Integration und Event – zu integrieren, das heißt überall dort, wo Massenverarbeitung von Daten stattfindet. Im Oktober dieses Jahres soll die Integration in die Process- sowie Integration-Engine vollzogen sein, erklärte Dr. Wolfram Jost, CTO bei der Software AG im Gespräch. Die Event-Engine folge im nächsten Jahr. „Für das Complex Event Processing ist die In-Memory besonders wichtig, weil es hier um die Verarbeitung riesiger Ereignisströme geht, auf die in Echtzeit eine Reaktion erfolgen muss. Durch die Terracotta-Technologie wird dies nun einfacher in Realtime möglich“, so Jost.

Extreme Collaboration dank In-Memory

Mittelfristig hat die Software AG hat mit der Übernahme der verteilten, In-Memory-Caching-Technik einen nach eigenen Aussagen einen entscheidenden Schritt in der auf der CeBIT angekündigten Strategie der Extreme Collaboration getan. Mit dem Begriff bezeichnet das Softwarehaus einen neuen, Cloud-basierten Ansatz für die Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und IT-Organisation, damit alle prozessrelevanten Akteure an verschiedenen Standorten zeitgleich auf dieselben Prozessmodelle und Key Performance Indicators und Daten zugreifen können, sowie miteinander über Web-Frontends, Blogs und Foren oder andere Social-Engineering-Techniken arbeiten und zu einer kollaborativen Entscheidungsfindung kommen können.

Konkret arbeiten die Darmstädter daran, zunächst für private Clouds und dann auch für die öffentliche Wolke eine Platform as a Service-Lösung (PaaS) für Prozesse zu bauen. „Anders als andere Anbieter, wie etwa Salesforce.com, die ihre PaaS-Lösungen auf Anwendungen ausrichten, stellen wir den Prozess in den Mittelpunkt unserer Offerte“, betont der CTO.

Eine Process Platform as a Service müsse verschiedene technische Fähigkeiten mitbringen. „Dazu gehören webbasierte Benutzerschnittstellen sowie die Mehrmandantenfähigkeit, an der wir noch arbeiten. Eine Schlüsselrolle jedoch spielt die elastische Skalierbarkeit“, erläutert der Fachmann. Elastische Skalierbarkeit bedeutet, nicht nur hoch, sondern auch herunter skalieren zu können, wenn der Bedarf geringer ist. Diese Funktionalität steuert die In-Memory-Caching-Technologie von Terracotta bei.

Auf der nächsten seite erfahren Sie, wie die Software AG ihre Plattformen und Lösungen miteinander verzahnen möchte und welche Vorteile sich daraus ergeben.

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