Resümee der Kundenkonferenz ProcessWorld 2011 in Berlin

Geschäftslogik im Mittelpunkt der Platform as a Service der Software AG

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Die prozesszentrische PaaS, bestehend aus einer BPM-Plattform, einer Integrations/SOA-Plattform und einer Cloud-enabled Anwendungsplattform (CEAP) wird darauf ausgerichtet, Geschäftslogik für End-to-End-Prozesse zu liefern. Die erst genannten Komponenten sind mit webMethods und ARIS bereits vorhanden, sodass sich das Hauptaugenmerk der Darmstädter auf die Bereitstellung der CEAP richtet. Sie soll Unternehmen dazu dienen, noch fehlende erforderliche Geschäftslogik für einen kompletten Prozess entwickeln zu können.

„Prozesslogik wird zum Teil von Standardanwendungen und zum Teil von Kundenanwendungen unterstützt“, erklärt der CTO den Grundgedanken des Angebots. „Doch gibt es immer auch Bereiche in einem End-to-End-Prozess, die noch nicht von der Geschäftslogik abgedeckt sind, sondern manuell abgearbeitet werden. Hier wollen wir mit unserer CEAP ansetzen.“ Mit dieser Komponente können Kunden solch vorhandene Lücken mit meist abteilungsorientierten Benutzerschnittstellen-getriebenen Java-Anwendungen schließen.

Auch dabei ist Terracotta der Einstiegspunkt, denn die quelloffene Ehcache-Technik ist in vielen Java Entwicklungs-Frameworks integriert, so etwa in dem weit verbreiteten Spring Framework. „Wir bleiben hier in der Open-Source-Welt, und Kunden können in unserer Plattform Java-Entwicklungswerkzeuge integriert nutzen, um die benötigte Business-Logik direkt auf der Plattform zu entwickeln und auch hier zu deployen“, so Jost. Die Konfiguration des gesamten Prozesses übernimmt ARIS als Business-Frontend zu allen Prozessen, Daten, Services und Modellen.

Mobile Java-Anwendungen

Ebenfalls in Richtung extremer Collaboration zielt auch die Übernahme von Metismo und dessen „Write once - Run anywhere“-Entwicklungsplattform für mobile Java-Anwendungen. „Damit können Teile eines Prozesses mobilisiert werden“, erläutert der CTO. „Zudem lässt sich diese Technologie einfach in unser BPMS und den ESB integrieren.“ Jost nennt zwei Anwendungsszenarien.

Zum einen können Kunden damit ihre eigenen mobilen Anwendungen entwickeln, und diese werden über den ESB zu Backend-Anwendungen geroutet, sammeln dort Daten und bringen eben diese Daten auf das mobile Gerät. Zum anderen werden die Darmstädter eine zusätzliche Funktionalität entwickeln, etwa Monitoring für mobile Geräte, Aufgabenlisten, Publisher und andere. Anwender können dann mit dem Toolkit ihre eigenen Prozesse aufsetzen und entsprechend geeignete Aufgaben auf das mobile Device schieben. Ein Beispiel wäre die Reisekostenverwaltung. Bis zum Ende des Jahres soll die Integration der Metismo-Technologie in den ESB abgeschlossen sein.

Die fertige Prozess-Plattform für die Cloud einschließlich Mehrmandantenfähigkeit steht laut Plan im Herbst des nächsten Jahres zur Verfügung. Den PaaS will die Software AG Anwenderunternehmen anbieten, zum Teil jedoch auch selbst für die Entwicklung von eigenen SaaS-Anwendungen nutzen. Und auch ISVs sollen darauf eigenen Dienste entwickeln und verkaufen können.

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