SAP-Schnittstellen unter Verschluss
Neue SAP API Policy sorgt für Unmut bei Anwendern

Von Elke Witmer-Goßner 5 min Lesedauer

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SAP verschärft die Regeln für den Zugriff auf Schnittstellen und begründet dies mit Sicherheits- und Stabilitäts­anforderungen. Die Deutschsprachige SAP-Anwender­gruppe DSAG sieht darin jedoch erhebliche Risiken für bestehende Integrationen, KI-Projekte und die Planungs­sicherheit von Kunden. Der Interessenverband kritisiert fehlende Transparenz sowie unklare vertragliche Regelungen.

Die neue SAP API Policy soll Stabilität und Sicherheit gewährleisten, löst bei Kunden und Partnern aber Verunsicherung über künftige Kosten und Einschränkungen aus.(Bild: ©  metamorworks - stock.adobe.com)
Die neue SAP API Policy soll Stabilität und Sicherheit gewährleisten, löst bei Kunden und Partnern aber Verunsicherung über künftige Kosten und Einschränkungen aus.
(Bild: © metamorworks - stock.adobe.com)

Mit der Einführung einer aktualisierten API Policy reagiert SAP nach eigenen Angaben auf die stark gestiegene Nutzung von Schnittstellen durch Drittsysteme sowie auf neue Anforderungen durch Cloud- und KI-basierte Szenarien. Die neue Richtlinie legt fest, dass künftig nur noch solche APIs als veröffentlicht und damit unterstützt gelten, die im SAP Business Accelerator Hub oder in der jeweiligen Produktdokumentation ausgewiesen sind.

Für Integrationen zwischen SAP- und Nicht-SAP-Systemen bedeutet dies eine deutliche Einschränkung: Nur dokumentierte und freigegebene Schnittstellen dürfen verwendet werden. Nicht veröffentlichte APIs, auch wenn sie bislang toleriert wurden, fallen künftig aus dem Support heraus.