Mehr als ein Wolkenkuckucksheim: Cloud-Nutzung in Unternehmen

Fünf Tipps für eine erfolgreiche Migration in die Cloud

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3. Ihre Cloud-Roadmap

Es besteht kein Zweifel, dass die Cloud zuverlässig und vollständig einsatzbereit ist. Der Einstieg Ihrer Firma wird wahrscheinlich schrittweise erfolgen und erfordert somit einen Plan – eine Roadmap, die in die allgemeine Geschäftsplanung passt. Jede Roadmap lässt sich in Zeitfenster unterteilen, beispielsweise für die nächsten 6 Monate, die kommenden 24 Monate oder vielleicht sogar mit Drei- oder Fünf-Jahres-Ziel.

Wie bereits erwähnt, können die untergeordneten administrativen Dienste in der ersten Phase der Cloud-Einführung migriert werden. Aber wie sollten die allgemeine Richtung und das endgültige Ziel bei der Cloud-Migration Ihrer Firma aussehen? Auch hier sollten IT-Leiter die Führung beim Festlegen der Reihenfolge und des Umfangs der Projektphasen übernehmen.

Evaluierung möglicher Cloud-Partner

Für eine sinnvolle Roadmap ist es erforderlich, dass die Firma diejenigen Funktionen identifiziert, die in die Cloud migriert werden sollen, die möglichen Cloud-Partner für die Unterbringung und Verwaltung dieser Funktionen evaluiert, die Migration implementiert und die Partnerbeziehungen verwaltet.

Die IT-Abteilung behält die Verantwortung für den gesamten Vorgang, liefert das technische Fachwissen für die Einrichtung und Verwaltung der Partnerbeziehungen und legt Kriterien für das Service Level Agreement (SLA) fest. Des Weiteren sollte die IT-Einheit regelmäßige Reviews durchführen, um potenzielle Vorteile und Einsparungen einzuschätzen, die mit anderen Cloud-Partnern möglich wären. Dabei müssen die Kosten einer neuerlichen Migration berücksichtigt werden.

4. Unterstützung von außen

Jede Firma weiß zuverlässige Partner zu schätzen. Das gilt besonders für den technologischen Bereich. Bei der Entwicklung weg von einer reinen On-Premise-Infrastruktur stehen verschiedene Cloud-Angebote zur Wahl:

  • Lokale Cloud – Einsatz vorhandener oder verbesserter lokaler Server als Host für eine Cloud-Umgebung
  • Private Cloud – Verwaltung durch einen Drittanbieter cloud-basierter Infrastruktur und Anwendungsplattformen
  • Öffentliche Cloud – Bestehend aus sicheren, über das Internet zugänglichen Servern; Benutzer müssen möglicherweise ihre eigene Anpassung, Verwaltung und Planung übernehmen oder mit einem MSP zusammenarbeiten
  • SaaS-Cloud – Normalerweise stellen SaaS-Anbieter eine integrierte Schnittstelle für bestimmte Anwendungen bereit; mit IaaS (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service) werden zwei zusätzliche Kategorien von Cloud-Computing-Diensten hinzugefügt, die sich auf die Bereitstellung unterschiedlicher Hardwarekonfigurationen bzw. auf die Anwendungsentwicklung konzentrieren

Wofür Sie sich entscheiden, ist auch von den potenziellen Partnern abhängig und davon, wie gut sie zu Ihrem Unternehmen und Ihrem IT-Team passen. Letztendlich gilt Folgendes: Wenn die Verlagerung Ihrer Anwendungen in die Cloud oder Ihrer cloud-bezogenen IT-Dienste zu einem MSP (Managed Services Provider) Ihren internen IT-Ressourcen mehr Zeit gibt, sich auf das Erreichen der vornehmlichen Geschäftsziele zu konzentrieren, dann kann die Zusammenarbeit mit externen Partnern unter ökonomischen Aspekten eine gute Wahl sein.

Nachdem Ihre Cloud-Roadmap definiert wurde, kann sich die IT-Abteilung mit dem Identifizieren und Aufbauen der produktivsten Partnerschaften in der Cloud befassen. Dabei ist nicht nur die verbesserte Effizienz bei der Verlagerung einer Funktion in die Cloud wichtig, sondern auch die Entlastung von Ressourcen, die IT-Einheiten dann für die weiterhin vor Ort unterstützten Kernfunktionen des Geschäfts nutzen können.

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