Mehr als ein Wolkenkuckucksheim: Cloud-Nutzung in Unternehmen

Fünf Tipps für eine erfolgreiche Migration in die Cloud

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IT-Dienste „für den Hausgebrauch“, also administrative Funktionen auf niedriger Ebene, die nicht direkt zum Haupteinkommen oder den Servicezielen des Unternehmens beitragen, eignen sich besonders für die Migration in die Cloud. Bei einem herstellenden Betrieb könnten dies etwa E-Mail, Webhosting und CRM sein.

E-Mail zum Beispiel unterstützt zwar durchaus wichtige Unternehmensanforderungen, es ist jedoch weniger wichtig, wo sich der E-Mail-Dienst befindet. Aufgrund des starken Wettbewerbs haben Firmen die Wahl zwischen sehr attraktiven Angeboten von Cloud-Anbietern, die ihre administrativen Funktionen verwalten können. Dies ist ein weiteres Argument für die Migration in die Cloud.

Bei Funktionen des Kerngeschäfts, zum Beispiel Forschung und Entwicklung, Qualitätskontrolle und Produktionsplanung, kann es jedoch sinnvoll sein, sie auf den lokalen Servern zu belassen. Es ist eine wichtige Strategie zur Risikovermeidung, im Auge zu behalten, was das Hauptnutzenversprechen des Unternehmens ist.

Außerdem kann das IT-Team dem Unternehmen besser dienen, indem es sich auf die Kerngeschäftsfunktionen konzentriert, also zum Beispiel solche, die Ärzte bei der Behandlung ihrer Patienten unterstützen, Verbrauchertransaktionen beschleunigen oder die Vorgänge auf Flughäfen und in Hotels für Reisende vereinfachen.

Routinemäßige Aktivitäten von geringerer Bedeutung lassen sich dagegen kostengünstig in ein Cloud- oder SaaS-Modell verlagern. Dies befreit die On-Premise-Installation des Unternehmens von zwei Lasten: zum einen entfallen die Anfangsinvestitionen für Hardware und die Wartungskosten, zum anderen müssen keine neuen Benutzer eingearbeitet werden.

2. Auf Benutzerwünsche eingehen

Cloud Computing betrifft praktisch jeden. Sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz wird die Cloud bereits genutzt oder es ist zumindest angedacht. Aufgrund der Popularität von iTunes, Onlinebanking und Google Docs (um nur einige Beispiele zu nennen) haben die Mitarbeiter der Unternehmen bereits die Vorteile des Cloud Computings kennengelernt und wollen dieses nun vermehrt auch in anderen Bereichen nutzen.

Das führt oft dazu, dass IT-Abteilungen mit Anfragen überschwemmt werden, die Cloud (und ihre subjektiv wahrgenommene Bequemlichkeit und Zugänglichkeit) für sämtliche Geschäftsfunktionen zu einzusetzen.

IT-Teams sollten sich direkt und transparent mit solchen Benutzerwünschen auseinandersetzen und intern entscheiden, wo eine Grenze zu ziehen ist. Dabei sollte das Team die Bereitstellung, die Kosten und die Verwaltung der einzelnen Cloud-Implementierungen vor dem Hintergrund der jeweiligen Lebensdauer der Anwendungen berücksichtigen.

IT-Organisationen sollten bei den Diskussionen über die Vorteile von Cloud-Anwendungen Wortführer sein. Allerdings sollten sie vermeiden, wichtige Geschäftsanwendungen Risiken auszusetzen, nur um die Cloud zu nutzen. Stattdessen sollten sie Kriterien entwickeln, die als Grundlage für die regelmäßige Überprüfung der Migration von anderen Geschäftsfunktionen in die Cloud verwendet werden.

Wie bei allen anderen Entscheidungen, die die Technologie betreffen, sollten IT-Profis die fundiertesten und vernünftigsten Argumente vorbringen.

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