CloudForms und ManageIQ für hybride Infrastrukturen nutzen

Effektive Verwaltung von virtuellen Umgebungen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

ManageIQ unterstützt die Verwaltung vieler gängiger Virtualisierungsplattformen.
ManageIQ unterstützt die Verwaltung vieler gängiger Virtualisierungsplattformen. (Bild: ManageIQ)

Mit ManageIQ können Administratoren hybride virtuelle Umgebungen verwalten. Die Lösung wird zusammen mit CloudForms von Red Hat angeboten. Mit ManageIQ lassen sich virtuelle Infrastrukturen, zusammen mit Clouddiensten effizient überwachen.

Setzen Unternehmen mehrere verschiedene Virtualisierungsumgebungen ein und unter Umständen auch noch Clouddienste, wird die Verwaltung der kompletten Umgebung sehr kompliziert. Administratoren benötigen verschiedene Verwaltungstools und Schnittstellen, mit zahlreichen Oberflächen, die sich alle voneinander unterscheiden.

Hybride Virtualisierungs-Infrastrukturen verwalten

In Cloudforms bietet Red Hat über ManageIQ die Möglichkeit zentral die verschiedenen Virtualisierungsinfrastrukturen zu verwalten, und gleichzeitig auch auf die Clouddienste des Unternehmens zuzugreifen. ManageIQ ist in der Lage alle wichtigen Aufgaben zur Steuerung der Virtualisierung für verschiedene Virtualisierungs-Lösungen durchzuführen.

Der Vorteil der Umgebung besteht vor allem darin, dass Administratoren nur mit einer einzelnen Oberfläche arbeiten müssen. Es spielt keine Rolle, welche Infrastrukturen im Hintergrund stehen. Das erleichtert die Übersicht und Verwaltung. Dazu kommt, dass sich Administratoren nicht in verschiedene Verwaltungswerkzeuge einarbeiten müssen. Alle Aufgaben, die ein Administrator in ManageIQ durchführt, werden an die zugrunde liegende Virtualisierungsinfrastruktur übergeben. So lassen sich parallel problemlos VMware vSphere und OpenStack nutzen. Auch plattformübergreifende Aufgaben können mit ManageIQ durchgeführt und automatisiert werden.

Einbindung als virtuelle Appliance oder Docker-Container

ManageIQ kann als Appliance kostenlos heruntergeladen werden, oder ist Bestandteil von Cloudforms. Die Entwickler stellen die Appliance für die verschiedenen Infrastrukturen zur Verfügung.

Dazu gehören neben VMware vSphere und Microsoft Hyper-V (mit Unterstützung für System Center Virtual Machine Manager) auch Cloud-Lösungen wie Amazon AWS, Microsoft Azure und Google Cloud Platform. Auch OpenStack, oVirt, QEMu, KVM, Red Hat Enterprise Virtualization und Vagrant gehören zu den unterstützten Infrastrukturen. Darüber hinaus wird auch die Container-Technologie Docker unterstützt.

ManageIQ besteht aus verschiedenen Bestandteilen. Die zentrale ManageIQ-Engine stellt die Schnittstelle zwischen dem Administrator und den verschiedenen Virtualisierungsumgebungen dar. Die Aufgaben welche die Administratoren durchführen, werden in der Virtual Management Database (VMDB) gespeichert. Anschließend werden die Befehle an die untergeordneten Infrastrukturen weitergegeben. Der SmartProxy dient also als direkte Verbindung zwischen den Virtualisierungs-Lösungen und der VMDB. Die VMDB ist der Schnittpunkt zwischen dem Proxy und der Engine.

Nachdem die Appliance gestartet und eingerichtet ist, steht die Verwaltungsoberfläche als Webdienst zur Verfügung, aber auch über SSH. Der größte Teil der Verwaltung findet über die Weboberfläche statt. Hier lassen sich alle wichtigen Anpassungen bezüglich der Konfiguration vornehmen.

Nachdem die Appliance gestartet ist erfolgt die Anmeldung über den Benutzername „admin“ und dem Kennwort „smartvm“.

Steuerung von VMs

Der Zentrale Fokus von ManageIQ besteht zunächst in der generellen Steuerung von VMs. Die VMs lassen sich starten, stoppen, anpassen und generell verwalten. Auch eine Automatisierung von Abläufen sind möglich. Auch das Bereitstellen mehrerer VMs, ebenfalls auf Basis automatisierter Prozesse ist problemlos möglich.

Auch Richtlinien lassen sich umsetzen. Zusammen mit Skripten und anderen Funktionen zur Automatisierung der Umgebung, kann die Verwaltung der Umgebung deutlich erleichtert werden. Je mehr verschiedene Infrastrukturen im Unternehmen eingesetzt werden, desto effektiver ist der Einsatz von ManageIQ.

Überwachung inklusive

Sobald ManageIQ eingerichtet ist, findet die Verbindung zu den verschiedenen Virtualisierungs-Lösungen statt. Bei diesem Vorgang werden auch Daten der Lösungen erfasst. Dazu gehören Auslastung, Nutzung der Ressourcen und weitere Daten. Administratoren sehen also in welcher Umgebung noch Kapazitäten frei sind, ohne verschiedene Verwaltungswerkzeuge nutzen zu müssen. Die Daten werden durch den SmartProxy gesammelt und in der VMDB gespeichert.

Auch die Sicherheitseinstellungen von VMs und Hosts werden durch die Appliance überwacht. Erkennt die Lösung Probleme mit VMs oder den Virtualisierungs-Hosts lassen sich Administratoren benachrichtigen oder automatisierte Aktionen durchführen. Generell bietet hier ManageIQ eine Vielzahl an Möglichkeiten die Umgebung zu virtualisieren.

Dedizierte Zugriffsrechte und Delegierung

Mit ManageIQ können Administratoren auch Delegierungen durchführen. In der Oberfläche lassen sich Benutzer anlegen und genau steuern, welche Rechte diese Benutzer erhalten sollen. Durch diese Delegierungsmöglichkeiten lassen sich auch strukturierte Berechtigungskonzepte umsetzen.

Benutzer lassen sich Gruppen zuweisen und Gruppen zu Rollen. Die einzelnen Rechte eines Benutzers hängen also davon ab, in welcher Gruppe er Mitglied ist, und welche Rollen dieser Gruppe zugeordnet sind. Übergeordnete Administratoren können dazu eigene Rollen und Gruppen anlegen, die Rechtestruktur also sehr genau steuern.

Fazit

Unternehmen, in denen verschiedene Virtualisierungslösungen eingesetzt werden, und die mit Clouddiensten arbeiten, sollten sich die Möglichkeiten von ManageIQ ansehen. Vor allem in hybriden Umgebungen lassen sich Verwaltungsstrukturen aufbauen, die leichter bedienbar sind und dabei auch sicherer. Denn die Delegierung der Berechtigungen ist über ManageIQ einfacher, als die zahlreichen verschiedenen Verwaltungstools der Virtualisierungslösungen zu nutzen.

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