Marktbeobachtungstool blackbee setzt auf Profitbricks

E-Commerce Marktbeobachtung mit Cloud-Unterstützung

| Redakteur: Florian Karlstetter

Die Business Intelligence Software blackbee von Webdata Solutions nutzt skalierbare IT-Infrastruktur-Ressourcen aus der Profitbricks-Cloud.
Die Business Intelligence Software blackbee von Webdata Solutions nutzt skalierbare IT-Infrastruktur-Ressourcen aus der Profitbricks-Cloud. (Bild: Webdata Solutions)

Gerade im Onlinehandel, wo für die Kunden Produkte und Preise schneller vergleichbar sind und andere Kriterien als im stationären Handel die Kaufentscheidung beeinflussen, müssen Händler und Hersteller den Markt genau kennen. Voraussetzung sind hoch valide Daten aus einer umfassenden Marktbeobachtung im Internet. Hierbei helfen spezielle Softwarelösungen und die Cloud.

Das Internet ist nicht nur für Anbieter im E-Commerce die größte und beste Datenquelle für die Marktbeobachtung. Wie auf einem herkömmlichen Marktplatz gibt es eine Vielzahl von Produkten und Angeboten und alles ist vergleichbar: Preise, Sortimente, Produktmerkmale, Marketingaktionen und Reaktionen der Kunden. Händler und Hersteller stellt das vor allem vor die Herausforderung herauszufinden, wie hoch die Preisbereitschaft ihrer Kunden ist.

Zwar ist diese Transparenz des Online-Marktes für Endverbraucher deutlich höher als im stationären Handel. Doch der Aufwand für Händler und Hersteller an die schnell unüberschaubaren Datenmengen zu kommen und diese sinnvoll auszuwerten kann immens sein – je nachdem, wie groß das eigene Sortiment ist oder wie viele Player sich in diesem Bereich tummeln. Die regelmäßige Datengewinnung braucht deshalb automatisierte Unterstützung.

Diese Aufgabe erfüllen spezialisierte Tools wie die Business Intelligence Software blackbee von Webdata Solutions. blackbee sammelt täglich alle frei verfügbaren Informationen von zuvor definierten Websites und macht diese vergleichbar. Je nach Anforderungen des E-Commerce-Händlers oder Herstellers können dies ganz unterschiedliche Daten mit variierender Tiefe sein: von Verfügbarkeitsinformationen einzelner Produkte über Sortimentsdetails bis hin zur Auswertung von Kundenfeedbacks sowie zur Beobachtung von Rabattaktionen.

Vor allem E-Commerce-, Pricing- und Business Intelligence Manager nutzen blackbee um den Wettbewerb zu beobachten und so das eigene Preismanagement zu optimieren.

Umfassende Marktbeobachtung in zwei Schritten

Die eigentliche Marktbeobachtung wird von blackbee in zwei Schritten abgewickelt. Der erste Schritt ist das sogenannte Crawling. Dabei werden alle relevanten Websites für die Daten ermittelt und wie bei der Zusammenstellung eines Suchmaschinenindex abgerufen. Das können zum Beispiel Webseiten oder Kataloge von Herstellern, Online-Shops von Wettbewerbern oder Preisvergleich Portale und Produktsuchmaschinen sein.

Das Ergebnis ist zunächst einmal Big Data in Rohform. Der Crawler liefert eine Fülle an schier unendlichen Datensätzen mit uneinheitlichen Bezeichnungen von Herstellern, Produkten und Merkmalen. Darüber hinaus fehlen oft wichtige Elemente wie beispielsweise die EAN als eindeutiges Kennzeichen eines Warenartikels. Der nächste Schritt ist deshalb das Matching, das gleiche Waren zu einem Datensatz zusammenführt.

Beide Aufgaben sind recht rechenaufwändig. Für das zeitsparende Crawling mit parallel arbeitenden Prozessen ist eine große Bandbreite bei der Internetanbindung erforderlich. Das Matching benötigt ausreichend Leistung für hohe Workloads im Rechenzentrum. Die Lösung wird deshalb zumeist aus der Cloud angeboten, um eine flexible Anpassung der Ressourcen nach Bedarf zu gewährleisten.

„Vor allem E-Commerce-Händler mit großen Sortimenten und Hersteller, die mit ihren Produkten in internationale Märkte vordringen wollen, profitieren von einem Datenanalyse-Werkzeug wie blackbee“, sagt Kai Wolfram, COO der Firma Webdata Solutions aus Leipzig. „Mit blackbee gehen wir auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein. Unser Matching-Algorithmus wird für jeden unserer Kunden und Märkte angepasst. Crawling und Matching sind keine abgeschlossenen Prozesse, sie müssen kontinuierlich nachjustiert werden. Anders lässt sich mit der Dynamik der Märkte, aber auch mit neuen technischen Trends im E-Commerce nicht Schritt halten.“

Skalierbare IT-Infrastruktur aus der Cloud

Für die Entwicklung und für Testprozesse nutzt Webdata selbst einen Cloud-Service und greift dafür auf die Berliner IaaS-Spezialisten (Infrastructure-as-a-Service) ProfitBricks zurück. Aus der Sicht von Webdata Solutions sprechen die klassischen Argumente für die Cloud. Flexibilität und Transparenz bei der Bereitstellung von IT-Ressourcen waren die Hauptargumente für das Unternehmen, Cloud-Services zu nutzen. Da der Bedarf variiert, müssen IT-Ressourcen einfach zu konfigurieren sein und schnell in Betrieb genommen werden können. Ein eigenes Rechenzentrum aufzubauen kam für Webdata nicht in Frage – vor allem aus Kostengründen.

„Wir haben die ProfitBricks-Cloud zunächst 30 Tage getestet“, beschreibt Kai Wolfram die Wahl des Dienstleisters. „Wir suchten einen IaaS-Anbieter, bei dem wir einen Vertrag ohne feste Laufzeit und mit minutengenauer Abrechnung abschließen konnten. Zudem wollten wir eine bestimmte Mischung aus Support und Selber-machen umsetzen: Experten stehen uns zur Verfügung, wenn wir sie brauchen. Gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, vieles im Self-Service umzusetzen. Das bringt uns die Freiheit, zu experimentieren.“

ProfitBricks unterstützt den Self-Service-Ansatz konsequent: Mit dem grafischen Interface namens Data Center Designer sind Kunden in der Lage ihr Cloud-Rechenzentrum zu konfigurieren und zu managen. Dazu gehört auch die Skalierung der IT-Ressourcen: Diese funktioniert bei IaaS in beiden Richtungen. Die Server werden anhand der Ressourcenanforderungen konfiguriert, können aber auch wieder schlanker werden, wenn die Anforderungen an Datenverarbeitung und Speicherplatz sinken – und das dank Live Vertical Scaling unterbrechungsfrei im laufenden Betrieb. Das wirkt sich auch auf die Kosten aus, denn Webdata zahlt nur das, was das Unternehmen auch tatsächlich nutzt. Das Prinzip „Pay Per Use“ spielt hier seine Vorteile aus, da eine Prognose der notwendigen Ressourcen schwer ist.

Zusätzliche Anforderungen der Kunden, aber auch veränderte Rahmenbedingungen in den beobachteten Märkten sind nun leicht abzufangen, ohne dass die Infrastruktur bevorratet werden muss - ein Nachteil von klassischen Hosting-Lösungen. Dadurch wird die Cloud auch strategisch wirksam: Das Wachstum der Geschäftstätigkeit wird durch die leichte Skalierung von Cloud-Ressourcen ermöglicht, muss aber nicht im Vorhinein bezahlt werden. Die Speicherung großer Datenmengen kostet nur dann, wenn sie auch tatsächlich nötig ist. Auch plötzliche, nur kurzzeitig auftretende Leistungsspitzen bei Storage oder Workloads können mit einer Cloud-Lösung abgefangen werden.

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