IT-Awards 2019

Die beliebtesten Managed-Cloud-Anbieter 2019

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Stephan Augsten

Das Portfolio der Managed-Cloud-Anbieter ist umfangreich, meist betreuen sie ihre Kunden bereits von der grundlegenden Planung an.
Das Portfolio der Managed-Cloud-Anbieter ist umfangreich, meist betreuen sie ihre Kunden bereits von der grundlegenden Planung an. (Bild: © everythingpossible - stock.adobe.com)

Der Trend zur Verlagerung von Ressourcen und Anwendungen in die Cloud ist ungebrochen. Aber nicht jedes Unternehmen verfügt über die nötigen personellen oder finanziellen Mittel, um die gewünschten Cloud-Dienste auch selbst zu verwalten. Managed-Cloud-Anbieter sorgen hier für Abhilfe, indem sie diese Aufgaben übernehmen.

Viele Firmen stehen vor einem Problem: Sie wollen die Cloud nutzen, um eine flexible und skalierbare Basis für sich stetig verändernde Herausforderungen zu erhalten. Allerdings fehlt es dabei häufig am nötigen Know-how, um die Technik leistungsfähig und sicher zu nutzen. Eine Managed Cloud ist hier die Lösung. Provider stellen nicht nur die nötigen Ressourcen und Software bereit, sondern kümmern sich auch um Betrieb, Wartung und Sicherheit der Plattform.

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Das Portfolio der verschiedenen Anbieter ist umfangreich. Es reicht von Public Clouds, deren Infrastruktur mit anderen Kunden geteilt wird, über Private Clouds mit dedizierter Infrastruktur bis hin zu hybriden und Multi-Cloud-Konzepten. Die meisten Anbieter betreuen ihre Kunden bereits von der grundlegenden Planung an. Sie leisten bei der Wahl der richtigen Technologie sowie der Integration aller Dienste Hilfestellung. Rund-um-die-Uhr-Support, kontinuierliches Monitoring und die Aktualisierung bestehender Services übernehmen ebenfalls die Provider.

Eine Frage der Sicherheit

Neben den Kosteneinsparungen sind vor allem Sicherheit und Datenschutz wichtige Themen, die Unternehmen bei ihrer Entscheidung für eine Managed Cloud berücksichtigen müssen. Speziell nach der Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im vergangenen Jahr gibt es so einige Fallstricke zu beachten. Eckpunkte sind beispielsweise, ob der Anbieter sichere und zertifizierte Rechenzentren in Deutschland nutzt und ob alle relevanten Anforderungen der DSGVO abgedeckt sind. Zudem sollte neben der Sicherheit auch die Verfügbarkeit der Daten sichergestellt sein – dies wird in der Regel im Rahmen von Service Level Agreements (SLAs) mit dem jeweiligen Cloud-Provider fixiert.

Im Vergleich mit traditionellen IT-Infrastrukturen oder einer privaten Cloud im Rechenzentrum vor Ort punkten Managed Clouds mit kurzen Breitstellungszeiten, geringem Verwaltungsaufwand und schnell skalierbarer Leistung. Gerade kleine oder mittelständische Unternehmen sparen sich dadurch hohe Investitionen und profitieren von der kontinuierlichen Beratung durch erfahrene Anbieter. Da die Cloud-Systeme redundant und hochverfügbar angelegt sind, werden Ausfälle zur absoluten Ausnahme – sofern diese nicht durch Einschränkungen der Internet- oder Netzwerkanbindung verursacht sind.

Vorteile im Geschäftsalltag

Neben den bereits erwähnten Vorteilen erweisen sich Managed Clouds im Geschäftsalltag auch in anderen Bereichen als praktisch. So lässt sich beispielweise mit überschaubarem Aufwand der internetbasierte Zugriff auf Daten und Anwendungen für Mitarbeiter realisieren. Auf diese Weise wird ortsunabhängiges Arbeiten möglich. Die dabei nötige Sicherheit lässt sich in Kooperation mit den Providern sicherstellen, die in der Regel über zahlreiche Möglichkeiten in dieser Hinsicht verfügen. Cloud-intern sorgen dagegen Technologien wie Virtual Local Area Networks (VLANs), Firewalls, Intrusion-Detection- und -Prevention-Systeme sowie andere Security-Lösungen für den Schutz von Daten und Anwendungen.

Auf der technischen Seite bieten Managed Clouds einen naheliegenden Vorzug: Veraltete Hardware und Systeme werden im Unternehmen seltener. In der Regel kümmern sich die Cloud-Anbieter um die durchgehende Aktualisierung und Modernisierung der verwendeten Systeme. Da die Provider in großem Umfang mit Hard- und Softwareherstellern verhandeln, können Preise für Endkunden niedrig gehalten werden. Zudem können Anwender ihre Cloud dank kurzer Reaktionszeiten schnell an veränderte Gegebenheiten und Anforderungen anpassen. Abgerechnet wird bei den meisten Anbietern nutzungsbasiert – die Kunden bezahlen nur für Ressourcen, die sie tatsächlich im Einsatz hatten. Somit lassen sich auch kurzfristige Schwankungen hinsichtlich der benötigten Leistung und Kapazität ohne große Zusatzinvestitionen abfangen.

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