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Accenture-Studie „The Green Behind the Cloud“ Der Wechsel in die Cloud kann CO2-Emissionen deutlich reduzieren

Autor: Elke Witmer-Goßner

Unternehmen könnten weltweit fast 60 Millionen Tonnen CO2 im Jahr einsparen, wenn sie in die Public Cloud migrieren würden. Und neben den positiven Auswirkungen auf die Umwelt, hätte der Einsatz nachhaltiger Cloud-Lösungen auch finanzielle Vorteile.

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Unternehmen können größeren finanziellen, gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen erzielen, indem sie in die Cloud wechseln und damit verbundene zirkuläre Produkte und Dienstleistungen entwickeln.
Unternehmen können größeren finanziellen, gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen erzielen, indem sie in die Cloud wechseln und damit verbundene zirkuläre Produkte und Dienstleistungen entwickeln.
(Bild: gemeinfrei© Gerd Altmann / Pixabay )

Die aktuelle Studie „The Green Behind the Cloud“ des Beratungsunternehmens Accenture zeigt auf, dass 5,9 Prozent der globalen IT-Emissionen durch Cloud-Migration vermieden werden könnten. Und die Accenture-Analyse zeigt, basierend auf Erfahrungswerten aus Praxis-Projekten, eine Einsparung bis zu 40 Prozent bei den Gesamtbetriebskosten.

Unternehmen können den größten Nutzen aus dem umweltfreundlichen Einsatz und der Nutzung von Cloud-Diensten ziehen, unabhängig davon, wo sie sich auf ihrer Cloud-Reise gerade befinden. Hierfür wurden die Ergebnisse bei der Umsetzung nachhaltiger Cloud-Migrationen in zahlreichen Kundenprojekten weltweit analysiert und ausgewertet. Laut Studie könnte der Umstieg auf die Public Cloud bewirken, dass der Kohlendioxidausstoß als Teil der gesamten IT-Emissionen weltweit um 5,9 Prozent sinkt bzw. um fast 60 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zurückgeht. Das entspricht 22 Millionen aus dem weltweiten Straßenverkehr entfernter Autos.

Tobias Regenfuß, Geschäftsführer bei Accenture für den Bereich Intelligent Cloud und Infrastructure in der DACH-Region ist überzeugt, dass die Nutzung von Angeboten der großen Cloud-Provider, die ihre Infrastrukturen komplett auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz optimiert haben, einen Doppeleffekt mit Blick auf den Shareholder- und Stakeholder-Value bewirken könnte, indem gleichzeitig Kosten und CO2-Emissionen reduziert würden. „Der durch Migration in die Cloud eingesparte Kohlenstoff kann einen großen Beitrag dazu leisten, Klimaschutzverpflichtungen zu erfüllen – was letztlich nicht nur zu einer grüneren Bilanz, sondern auch zu einem grüneren Planeten führt“, kommentiert Regenfuß.

Schließlich seien Unternehmen einem hohen Druck ausgesetzt, große sozioökonomische Herausforderungen zu lösen, zu verantwortungsvollerem und nachhaltigerem Handeln überzugehen und dabei gleichzeitig ihre Rentabilität zu steigern. Accenture Strategy und die Initiative United Nations Global Compact (UNGC) hätten daher gemeinsam die „CEO Study of Sustainability“ aufgesetzt, in der Vorstandsvorsitzende und Top-Führungskräfte aus aller Welt auf die Fortschritte der globalen Nachhaltigkeitsziele blicken. In der Studie gaben 59 Prozent der CEOs an, bereits heute CO2-arme und erneuerbare Energien in ihren Unternehmen einzusetzen, und 44 Prozent streben in Zukunft eine Null-Netto-Emission für ihre Unternehmen an. Hierbei sehen zwei Drittel der Befragten Technologien wie Cloud als kritische Faktoren für die Beschleunigung dieses Wandels und das Erreichen ihrer Ziele.

Basierend auf Erfahrungswerten aus der Praxis, zeigt sich für Accenture: Neben den positiven Auswirkungen auf die Umwelt biete der Einsatz nachhaltiger Cloud-Lösungen auch entscheidende finanzielle Vorteile mit Einsparungen be den Gesamtbetriebskosten von bis zu 40 Prozent. Diese würden durch Nutzung von Skaleneffekten der Cloud-Provider, bessere Auslastungsraten und Prozess-Beschleunigung durch hochgradige Automation erzielt.

Laut der „The Green behind the Cloud“-Studie hängen Nachhaltigkeit und finanzielle Vorteile der Cloud-Migration von drei Schlüsselfaktoren ab: dem ausgewählten Cloud-Anbieter, der erzielten Optimierung der Workloads in der Cloud und dem Nutzungsgrad von cloud-basierten Nachhaltigkeitsinnovationen. Für eine nachhaltige Reise in die Cloud gebe es allerdings kein Patentrezept, sagt Regenfuß. „Unternehmen müssen eine ganze Reihe von Technologie-, Design- und Migrationsentscheidungen treffen, die direkt bestimmen wie nachhaltig die erzielten Lösungen sind und welchen Mehrwert sie bringen.“

In Bezug auf die Optimierung von Workloads bei der Migration in die Cloud – was die Nachhaltigkeit direkt beeinflusst – skizziert die Studie drei Ambitionsniveaus:

  • Migrationen ohne größere Codeanpassung,
  • selektive Anpassung auf Nutzung zentraler Cloud-Plattform-Services,
  • vollständiger Umbau und Optimierung der Anwendungs-Architektur hin zu nativer Nutzung von Cloud-Services.

Die Accenture-Analyse zeigt, dass sich CO2-Ausstoß im Vergleich zu konventioneller Infrastruktur allein durch Cloud-Migrationen um mehr als 80 Prozent reduzieren ließe. Durch die Ausrichtung der Anwendungsarchitektur auf cloud-native Services sei es sogar möglich diesen Wert weiter zu senken – auf bis zu 98 Prozent Reduktion. Um die CO2-Emissionen der IT eines Unternehmens zu ermitteln und Empfehlungen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks zu erhalten, bietet Accenture das „Green Cloud Advisor“-Modul seiner umfangreichen myNav-Plattform für Cloud-Migrationsplanung an.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de