Evolution der Desktop-Virtualisierung

Der digitale Arbeitsplatz der Zukunft ist virtuell

| Autor / Redakteur: Christian Naber* / Elke Witmer-Goßner

Neue Technologien machen die Bereitstellung leistungsfähiger virtueller Arbeitsplätze noch einfacher.
Neue Technologien machen die Bereitstellung leistungsfähiger virtueller Arbeitsplätze noch einfacher. (Bild: Rawpixel Ltd., Fotolia)

Die digitale Transformation schreitet voran: Der Druck auf Unternehmen, schnell und flexibel auf die Anforderungen des Marktes und der Anwender zu reagieren, steigt kontinuierlich. Das Internet ist allgegenwärtig, mobile Geräte werden vermehrt genutzt und statische Geschäftsmodelle hinterfragt.

Wer jetzt nicht mitzieht, bleibt auf kurz oder lang hinter dem Wettbewerb zurück – nicht nur in puncto Kundenzufriedenheit, sondern auch in der Attraktivität als Arbeitgeber. Unternehmen haben mit Private Cloud-Umgebungen und Server-Virtualisierung einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Warum aber setzen sie nach wie vor auf starre und aufwändige Konzepte zur Versorgung ihrer Endanwender? Räumen doch neue Technologien die einstigen Einschränkungen virtualisierter Desktops aus dem Weg.

Private Clouds und ihr erfolgreiches Fundament Server-Virtualisierung sind in Unternehmen etabliert. Die Transformation der Rechenzentren ist bereits eine Erfolgsgeschichte. Zur Versorgung der Endanwender hingegen wird noch überwiegend auf in die Jahre gekommene, PC-basierte Konzepte gesetzt. Und diese sind aufwändig und zeitintensiv. Doch sind diese wirklich alternativlos?

VDI hat sich weiterentwickelt

Schon in der Vergangenheit haben die Vorteile Unternehmen dazu bewogen, sich mit der Einführung virtueller Desktop-Infrastrukturen (VDI) auseinander zu setzen. VDI benötigt im Vergleich zu physischen Infrastrukturen nur einen Bruchteil der Ressourcen für Bereitstellung und Wartung von Betriebssystemen: Da die Einrichtung der Desktops auf Basis von Klonen erfolgt, muss lediglich die zentrale Vorlage gewartet und bei Bedarf angepasst werden.

Bei den Unternehmen weckten diese Vorteile hohe Erwartungen, die mitunter nicht eingehalten werden konnten. Die damaligen Konzepte sind es allerdings wert, wieder aus der Schublade geholt zu werden. Denn es haben sich fundamentale Änderungen ergeben: VDI wurde weiterentwickelt, sodass virtuelle Desktops noch einfacher zu managen, leistungsfähiger und darüber hinaus flexibler sind. Neue Technologien ermöglichen es nun, die Applikationen den virtuellen Desktops noch bedarfsgerechter und in Echtzeit bereitzustellen: ohne Paketierung der Applikation, ohne Installation auf einzelnen Desktop, ohne Störung für den Benutzer.

Schlüsselfertiges VDI

VMware hat sich das Ziel gesetzt, die Komplexität virtueller Desktop-Infrastrukturprojekte drastisch zu reduzieren und VDI schlüsselfertig und nahtlos skalierbar anzubieten. Hinter dem Projektnamen Enzo verbirgt sich die Kombination aus einem Cloud-basierten Management und einer Hyper-konvergierten Box. Administratoren werden damit in die Lage versetzt, virtuelle Desktops binnen kürzester Zeit auszurollen – das gilt sowohl für die Ersteinrichtung, als auch für jede Erweiterung der Infrastruktur. Box anschließen, Einrichtungsassistenten durchlaufen lassen. Fertig!

Eine einheitliche, Cloud-basierte Management-Oberfläche ermöglicht Unternehmen, ihre Desktops und Applikationen über alle Kombinationen von privater, öffentlicher und hybrider Cloud hinweg zu verwalten und bedarfsgerecht verfügbar zu machen: Eigene Rechenzentrumskapazitäten können nahtlos und bedarfsgerecht um Cloud-basierte angepasst werden. Die Markteinführung der Technologie darf mit Spannung erwartet werden.

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